



























































Das Rosenköpfchen (Agapornis roseicollis) ist eine Art aus der Gattung der Unzertrennlichen. Gemeinsam mit den anderen Arten dieser Gattung sowie dem Graupapagei, den Langflügelpapageien, dem Halsbandsittich und den auf Madagaskar endemischen Vasapapageien zählt diese Art zu den typischen Papageienarten der Afrotropis. Die Körperlänge des Rosenköpfchens beträgt etwa 15 cm, es wiegt ausgewachsen 46 bis 63 g. Am Federkleid sind die Geschlechter nicht zu unterscheiden. Die Grundfärbung des Körpers ist ein pastellfarbenes Grün. Gesicht, Wangen und die Kehle sind bis zur Vorderbrust lachsrosa gefärbt. Die Oberschwanzdecken sowie der Bürzel heben sich vom übrigen Gefieder durch ihre leuchtend blaue Farbe ab. Der Schnabel der Rosenköpfchen ist hornfarben, ihre Iris dunkelbraun. Rosenköpfchen existieren mittlerweile als Farbmutationen in vielen Farben. Es gibt kaum mehr reine Roseicollis. Das Jugendkleid weist ein verwascheneres und blasseres rosa und grün auf. Das Verbreitungsgebiet des Rosenköpfchens ist das südwestliche Afrika, von der nördlichen Kapprovinz Südafrikas über Namibia (dort als Rosenpapagei bekannt) und Botswana bis nach Angola. Im Nordwesten Angolas und südlichen Luanda wurde die Art im Quiçama National Park eingeführt, ebenso gibt es verwilderte Bestände im nordamerikanischen Arizona bei Phoenix und Tucson. Es kommt in Höhen bis zu 1500 m vor und bewohnt hier hauptsächlich trockene Waldflächen oder Halbwüsten, Steppen und Savannen mit lichtem Baumbestand. Ebenso werden Waldränder und Flussläufe sowie Gebiete in der Nähe von Ackerland bewohnt. Es bewohnt in kleinen Gruppen von 5 bis 20 Vögeln die afrikanischen Trockengebiete. Wo ein reichliches Nahrungsangebot besteht oder eine Wasserquelle ist, können sich Schwärme versammeln, die Hunderte von Individuen zählen. Gegenüber anderen Vogelarten sind sie eher unverträglich. Die Ernährung besteht hauptsächlich aus Samen von Gräsern, Sonnenblumenkernen, Hirse und Mais. In manchen Gegenden haben sie sich aber auch auf die Mäusejagd spezialisiert. Ähnlich wie die zur selben Gattung gehörenden Bergpapageien verwenden auch die Rosenköpfchen eine ungewöhnliche Methode, das Nistmaterial zum Brutort zu tragen: Sie transportieren Zweige, Rinde und andere Pflanzenteile, indem sie sie im Gefieder festklemmen. Während Pfirsichköpfchen, Schwarzköpfchen und Erdbeerköpfchen ein kobelförmiges, geschlossenes Nest mit einem seitlichen Eingang bauen, baut das Rosenköpfchen lediglich eine becherförmige Unterlage. Ihre Nester legen sie meistens in Felsspalten an, oft auch zusammen mit dem Siedelsperling, oder unter Dächern niedriger Häuser. In der Brutzeit von Februar bis März und von April bis Oktober werden in der Regel vier bis sechs Eier gelegt, die dann für ca. 21 bis 23 Tage alleine vom Weibchen bebrütet werden. Während der Brut wird dieses vom Männchen versorgt. [Wikipedia]
Die Briefmarke "Blumengruß" wurde von Bettina Walter gestaltet.























Obdachlosigkeit ist eine Lebenslage, in der Menschen keinen festen Wohnsitz haben und im öffentlichen Raum, im Freien oder in zwangsgemeinschaftlichen Notunterkünften übernachten. Die Mehrzahl der Obdachlosen in den Industriestaaten ist männlich, unter den Obdachlosen machen Männer etwa 70 % aus. Davon ist Wohnungslosigkeit zu unterscheiden: Ende 2022 hatten 607.000 Menschen in Deutschland nach Angaben der Bundesregierung keine eigene Wohnung und 50.000 davon waren obdachlos.[1]
Langzeitobdachlose sind heute in den meisten Großstädten präsent. Abfällige Bezeichnungen wie „Penner“, „Sandler“ oder die Gleichsetzung mit Bettlern sind im städtischen Alltag weit verbreitet. Eine romantisch-verklärende Sicht findet sich im französischen Begriff Clochard.
Häufig sind Opfer von Naturkatastrophen wie Erdbeben und Überschwemmungen, aber auch von Zerstörungen infolge von Bürgerkriegen oder Kriegen zumindest für einige Zeit lang ohne Obdach. Dabei wirken sich vergleichbare Ereignisse in Entwicklungsländern aufgrund geringerer Ressourcen tendenziell stärker aus als in wohlhabenderen Ländern. [Wikipedia]
Die Semperoper in Dresden ist die Spielstätte der Staatsoper Dresden, die als ehemalige königliche Hofoper Sachsens eine lange geschichtliche Tradition hat. Die Oper befindet sich am Theaterplatz im historischen Stadtkern von Dresden in der Nähe der Elbe. Sie ist nach ihrem Architekten Gottfried Semper benannt, der sie im Auftrag von König Johann 1871 bis 1878 im Stil der Neurenaissance erbaute. Nach der Zerstörung 1945 wurde die Semperoper 1977 bis 1985 rekonstruiert. Die Staatsoper Dresden bildet zusammen mit dem Staatsschauspiel Dresden, das über zwei eigene Häuser verfügt, den Staatsbetrieb Sächsische Staatstheater. Zur Staatsoper gehören als Sparten die traditionsreiche Sächsische Staatskapelle Dresden, das Semperoper Ballett und die Junge Szene sowie als Klangkörper der Sächsische Staatsopernchor Dresden. Seit der Spielzeit 2024/25 sind Nora Schmid Intendantin der Staatsoper Dresden und Daniele Gatti Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Joachim Clement ist seit 2017 Intendant des Staatsschauspiels Dresden. Alle drei sind zugleich Geschäftsführer der Sächsischen Staatstheater, ergänzt um Wolfgang Rothe als kaufmännischer Geschäftsführer. In der Spielzeit 2017/2018 besuchten rund 290.000 Besucher die Symphoniekonzerte, Opern- und Ballettaufführungen in der Oper. Die Auslastung betrug 93 Prozent. Mit gut 300 Veranstaltungen erzielte die Semperoper einen Umsatz von 17 Millionen Euro und erreichte damit einen Kostendeckungsgrad von fast 40 Prozent. Frühester Vorläufer war das Opernhaus am Taschenberg, das 1667 eingeweiht, aber 1708 zur katholischen Hofkapelle umfunktioniert wurde. Das Opernhaus am Zwinger, welches von 1719 bis 1849 bestand, wird oftmals als "Vorgängerbau" der Semperoper bezeichnet. Das bis zu 2000 Besucher fassende Dreirangtheater unweit des heutigen Porzellanpavillons des Zwingers wurde jedoch nur bis 1763 als Oper genutzt. Danach hat man bis 1841 das sogenannte Morettische Opernhaus verwendet, während das Opernhaus am Zwinger zum Redouten- und Konzertsaal wurde. Von 1838 bis 1841 errichtete der Baumeister Gottfried Semper (1803–1879) ein neues königliches Hoftheater. Der Rundbau in den Formen der italienischen Frührenaissance wurde als eines der schönsten europäischen Theater berühmt. Auch eine oberhalb der Bühne angebrachte Digitaluhr des Dresdner Uhrmachers Gutkaes erregte Aufsehen. Das erste Opernhaus Sempers lag erheblich näher zum Schloss als sein heute noch bestehender zweiter Theaterbau; vor der Oper wurde 1840 der Vorläufer des heutigen Theaterplatzes angelegt. Am 21. September 1869 wurde das Gebäude bei einem Brand völlig zerstört. Schon vier Wochen nach der Brandkatastrophe begannen die Bauarbeiten an einem Interimstheater am Zwingerwall hinter den Ruinen des alten Theaters. [Wikipedia]























Das Brandenburger Tor in Berlin ist ein frühklassizistisches Triumphtor, das an der Westflanke des quadratischen Pariser Platzes im Berliner Ortsteil Mitte steht. Es wurde als Abschluss der zentralen Prachtstraße der Dorotheenstadt, des Boulevards Unter den Linden, in den Jahren 1789[1] bis 1793[2] auf Anweisung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. nach Entwürfen von Carl Gotthard Langhans errichtet. Die das Tor krönende Skulptur der Quadriga ist ein Werk nach dem Entwurf des Bildhauers Johann Gottfried Schadow. Westlich des Brandenburger Tores befinden sich die ausgedehnten Grünflächen des Großen Tiergartens, die in gradliniger Verlängerung der Straße Unter den Linden von der Straße des 17. Juni durchquert werden. Die Platzfläche unmittelbar westlich des Tores trägt den Namen Platz des 18. März.
Das Tor ist das einzig erhaltene von zuletzt 18 Berliner Stadttoren.[3] In der Formensprache stellt es die Hinwendung vom römischen zum griechischen Vorbild dar.[3] Es ist eines der ersten klassizistischen Bauwerke in Preußen und markiert hiermit den Beginn des Klassizismus als staatstragende Architektur in Preußen.
Das Tor ist das bekannteste Berliner Wahrzeichen und ein deutsches Nationalsymbol, mit dem viele wichtige geschichtliche Ereignisse des 19. und 20. Jahrhunderts verbunden sind. So wurde bis zum Zweiten Weltkrieg vor allem das Ende der napoleonischen Herrschaft 1813–1815 mit dem Bauwerk verbunden. Bis zur Öffnung des Eisernen Vorhangs stand es unmittelbar an der Grenze zwischen Ost- und West-Berlin im Ostsektor und symbolisierte so während des Kalten Krieges das Aufeinandertreffen von Warschauer Pakt und NATO an der weltpolitisch heikelsten Stelle ihres gemeinsamen Grenzverlaufes. Entsprechend wird das Brandenburger Tor seit 1990 auch als Symbol der Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas angesehen. [Wikipedia]


































Hans im Glück ist ein Schwank (ATU 1415). Er steht in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm ab der 2. Auflage von 1819 an Stelle 83 (KHM 83) und stammt aus der Zeitschrift Wünschelruthe, wo Friedrich August Wernicke ihn ein Jahr zuvor (Jg. 1818, Heft 33) unter dem Titel Hans Wohlgemut veröffentlicht hatte. Ludwig Bechstein übernahm die Erzählung in sein Deutsches Märchenbuch als Hans im Glücke (1845 Nr. 24, 1853 Nr. 22). [Wikipedia]

























Die Schneeglöckchen (Galanthus) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Die etwa 20 Arten kommen von Mittel-, Südeuropa bis Vorderasien und den Kaukasus vor. Sie sind seit Jahrhunderten beliebte Zierpflanzen, da sie zu den ersten Blütenpflanzen des Vorfrühlings gehören. Die meisten Arten blühen um den März herum. In Mitteleuropa ist nur das Kleine Schneeglöckchen heimisch. Einige andere Arten treten hier stellenweise verwildert auf. Das Hauptverbreitungsgebiet der Schneeglöckchen liegt in den Ländern rund um das Schwarze Meer. Der botanische Name Galanthus ist abgeleitet aus den griechischen Wörtern gála für Milch und ánthos für Blüte. Der deutsche Name "Schneeglöckchen" bezieht sich auf das den Frühling anzeigende Herausragen von Galanthus nivalis aus dem Schnee. Andere deutsche Trivialnamen sind: Frühlingsglöckchen, Hübsches Februar-Mädchen, Lichtmess-Glöckchen, Lichtmess-Glocken, Märzglöckchen, Märzveilchen, Marienkerzen, Milchblume, Schnee-Durchstecher, Schneetulpe, Weiße Jungfrau, Weißglatze. Schneeglöckchen-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Diese Geophyten bilden Zwiebeln als Überdauerungsorgane. Zwei bis – selten – drei parallelnervige Laubblätter stehen grundständig zusammen. Dann wird der Blütenstand ausgetrieben mit einem langen Blütenschaft und nur einer Blüte. Anfangs umgibt ein Hochblatt die Blüten und schützt diese vor strenger Witterung. Bei günstigen Bedingungen durchbricht die Blüte die Scheide. Da der Stiel schwach gebaut ist, senkt sich die Blüte und nickt. Die duftende, zwittrige, radiärsymmetrische Blüte besteht (wie bei Einkeimblättrigen üblich) aus dreizähligen Blütenblattkreisen. Die Blütenhülle besteht aus drei weißen freien äußeren Blütenhüllblättern und drei verwachsenen grünlichweißen inneren Blütenhüllblättern. Die drei inneren Blütenhüllblätter sind viel kleiner als die drei äußeren und normalerweise grün gezeichnet. Sie sind das Charakteristikum dieser Gattung. Zwei mal drei spitzkegelförmige Staubblätter stehen dicht zusammen. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen mit einem weißen Stempel und einer kopfigen Narbe. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten. [Wikipedia]
Der Wiesenklee (Trifolium pratense), auch Rotklee genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Klee (Trifolium) in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae). Der Wiesenklee ist eine ein- bis zweijährige oder überwinternd grüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 80 Zentimeter erreicht. Der aufrechte oder aufsteigende Stängel ist kahl bis dicht angedrückt behaart. Die wechselständig und spiralig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 1,8 bis 8,6 Zentimeter lang. Die Blattspreite ist dreiteilig gefiedert, auch gefingert genannt. Die beiderseits fein behaarten Blättchen sind bei einer Länge von 18 bis 60 Millimeter sowie einer Breite von 8 bis 35 Millimeter eiförmig bis elliptisch mit rundlichen Grund und im oberen Bereich länglich; sie weisen einen helleren Fleck in der Mitte auf. Der Rand der Blättchen ist glatt. Die eiförmigen bis lanzettlichen Nebenblätter sind mit dem Blattstiel verwachsen, der freie Teil ist grannenartig, viel kürzer als der verwachsene untere Teil und kahl oder behaart. Die Blütezeit reicht von April/Mai bis Oktober. Es werden vielblütige, kugelige bis eiförmige ährige Blütenstände gebildet, die eine Länge von 1 bis 2 Zentimetern und einen Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern aufweisen. Der Blütenstand ist meist von den obersten Stängelblättern umhüllt. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen. Die zehnnervige Kelchröhre ist nur wenig behaart. Die ungleichen Kelchzähne sind gewimpert. Einzelne der fünf roten Kronblätter sind verwachsen. Die Krone besitzt die typische Form einer Schmetterlingsblüte und ist 10 bis 18 Millimeter lang. Das einzelne Fruchtblatt ist oberständig. Die Hülsenfrucht ist 1,5 bis 4 Millimeter lang und bis zu 1 Millimeter breit und enthält ein bis zwei Samen. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14. [Wikipedia]
David Bowie (* 8. Januar 1947 als David Robert Jones in London; † 10. Januar 2016 in New York City) war ein britischer Musiker, Sänger, Produzent und Schauspieler. In seiner annähernd 50 Jahre dauernden Karriere war er mit 26 Studioalben und rund 140 Millionen verkauften Tonträgern einer der kommerziell erfolgreichsten und einflussreichsten Musiker der Rock- und Popmusik. [Wikipedia]













Die Sendung mit der Maus (kurz Die Maus) ist eine der erfolgreichsten Kindersendungen im deutschen Fernsehen. Kern der Sendung sind sogenannte Lach- und Sachgeschichten, zu denen neben kurzen Zeichentrickfilmen auch jeweils ein Wissensfilm, beispielsweise über die Herstellung oder Funktionsweise eines Alltagsgegenstandes, zählt. Sie wird seit 1971 am Sonntagvormittag ausgestrahlt. Produziert wird die Sendung vom WDR in Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedssendern der ARD. [Wikipedia]


















Die Taglilien (Hemerocallis) sind eine Pflanzengattung, die zur Unterfamilie der Tagliliengewächse (Hemerocallidoideae) gehört. Der wissenschaftliche Name der Gattung stammt von den griechischen Wörtern Hµera heméra "Tag" und kállos "Schönheit", da die Einzelblüten der Gattung nur einen einzigen Tag lang blühen. Von dieser Tatsache leitet sich auch die deutsche Bezeichnung der Gattung ab. Taglilien sind ausdauernde krautige Pflanzen. Sie wachsen häufig in Horsten. Die Wurzeln sind häufig fasrig oder fleischig und zusammenlaufend. An den Enden bilden sich jedoch Verdickungen, aus denen Rhizome auswachsen. Der Stängel hat nur bodennahe lange lineare Laubblätter, von denen sich immer zwei gegenüberstehen. Sie sind häufig umgebogen und laufen zur Spitze hin scharf zu. Üblicherweise trägt jede Pflanze zwei Blütenstände, die schraubelig cymoid sind, seltener kommen Einzelblüten vor. Die trichterförmigen, zwittrigen und schwach zygomorphen Einzelblüten sind eintägig kurzlebig. Die sechs Blütenhüllblätter (Tepalen) sind an ihrer Basis kurz röhrig verwachsen. Die inneren Tepalen sind leicht breiter als die äußeren. Jede Blüte enthält sechs Staubblätter, die am Boden der Blütenhülle verwachsen sind. Die Staubfäden sind nach oben gebogen, getrennt und ungleich. Die Staubbeutel bestehen aus zwei Hälften (Theken). Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen dreifächerigen Fruchtknoten verwachsen, der grün ist. Nektarien sind vorhanden. Der nach oben gebogene Griffel endet in einer dreilappigen oder kopfigen Narbe. Es werden ledrige Kapselfrüchte ausgebildet, die entweder sehr wenige oder viele Samen enthalten. [Wikipedia]
Die Zinnie (Zinnia elegans Jacq., Syn.: Zinnia violacea Cav.) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Zinnien (Zinnia) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae), die ursprünglich aus Mexiko stammt. Ihre Sorten sind in den gemäßigten Klimazonen Zierpflanzen in Parks und Gärten. Es handelt sich um eine aufrechte, unverzweigte bis verzweigte, einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen bis zu einem Meter erreicht, einige Sorten in passenden Klimata auch mehr. Gegen die Basis ist der Stängel aufrecht behaart, gegen die Spitze anliegend behaart. Die sitzenden, mehr oder weniger länglich dreieckigen Laubblätter sind – für Korbblütler eher ungewöhnlich – gegenständig. Sie sind 6 bis 10 cm lang und 2 bis 6 cm breit. Am Grunde sind sie gestutzt bis herzförmig ausgerandet. Sie sind ganzrandig. Außer der Mittelrippe laufen noch zwei weitere, deutlich sichtbare Rippen in einem Bogen nach vorne. Durch die kurzen Haare fühlen sich die Blätter rau an. Die endständigen körbchenförmigen Blütenstände stehen normalerweise einzeln, aufrecht auf bis zu 15 cm langen, manchmal geriffelten und oben etwas verdickten Stielen. Der Blütenkorb besitzt eine Hülle mit einem Durchmesser von zehn bis fünfzehn Millimetern und einer Höhe von 5 bis 25 mm, aus 20 bis 25 Hüllblättern, die in drei bis vier Reihen stehen. Die Hüllblätter sind ungefähr halbkreisförmig, und bis auf einen schwärzlichen Rand oder eine schwärzliche Spitze grün. Ein Blütenkorb enthält 100 bis über 150 Röhrenblüten (= Scheibenblüten) und acht bis 21 (bei Züchtungen auch bis dreimal so viele) Zungenblüten. Die weiblichen Zungenblüten sind 1 bis 3,5 cm lang, bei kultivierten Sorten auch deutlich länger. Sie sind schmal-oval und an der Spitze häufig mit zwei oder drei kleinen Zähnchen versehen. Ihre Farben sind Orange-Rot und Purpur, bei Züchtungen gibt es fast alle Farben von Weiß, Grün, Gelb über Orange und Rot bis hin zu Violett. Die meist gelben Röhrenblüten besitzen fünf deutlich sichtbare, schmal dreieckige, und zurückgekrümmte Kronzipfel; manchmal sind die äußeren Röhrenblüten auch schwärzlich. Sie sind insgesamt 7 bis 9 mm lang und die Kronzipfel sind 1 bis 2,5 mm lang. Unter den Sorten gibt es auch viele "gefüllte", bei denen es keine Röhrenblüten gibt. Die Röhrenblüten besitzen fünf zurückgekrümmte Kronzipfel. Die Blütezeit in Mexiko geht von August bis November. In Mitteleuropa blühen die Sorten von Juli bis Oktober. Die Achänen sind 6 bis 10 mm lang. Bei den Zungenblüten sind sie dreikantig und bei den Röhrenblüten sind sie zusammengedrückt. Bei der reinen Art fehlt ein Pappus; bei Züchtungen, bei denen oft andere Arten eingekreuzt sind, kann ein behaarter Pappus vorhanden sein. Während der Fruchtreife bleiben die Zungenblüten an den Achänen als Flugorgane erhalten. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24. [Wikipedia]
Die Loreley ist eine 132 Meter hohe Schieferfelswand bei Sankt Goarshausen in Rheinland-Pfalz, an der tiefsten und engsten Stelle des Mittelrheins gelegen. Sie ragt am rechten Ufer des Rheins bei Stromkilometer 555 bis auf 193,14 m ü. NN steil in die Höhe und bietet eine weite Aussicht auf die Flussschleife bei Sankt Goarshausen und die Burg Katz. [Wikipedia]
Die Witwenblumen, auch Knautien oder Knopfblumen, (Knautia) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Kardengewächse (Dipsacoideae). Die Witwenblumen-Arten sind einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen. Die Stängel sind nicht kantig und besitzen keine Stacheln. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind ungeteilt bis gefiedert. Die Blüten stehen in verbreiterten und lang gestielten Köpfchen. Diese sind zwittrig oder weiblich und besitzen häufig mehrere Reihen Hüllblätter. Der Köpfchenboden ist ohne Spreublätter, ist aber haarig. Der Außenkelch der Blüte ist klein und undeutlich gezähnt. Der Kelch trägt 8 bis 16 Borsten oder Zähne und ist mehr oder weniger gestielt. An der ungleich vierzipfeligen Krone lässt sich die Gattung von den ähnlichen, aber fünfzipfeligen Skabiosen unterscheiden. Die Blütenkrone ist blauviolett, purpurfarben oder gelblich-weiß. Die Randblüten sind häufig "strahlend". Die Früchte sind nussartige, einsamige Schließfrüchte. Sie sind abgeflacht und vierkantig und besitzen ein Elaiosom. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen und Schmetterlinge. Die Blüten sind vormännlich (proterandrisch). Die Ausbreitung der Diasporen, es sind die Früchte, erfolgt durch Ameisen. Die Gattung Knautia wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 101 aufgestellt. Der Gattungsname Knautia ehrt den deutschen Arzt und Botaniker Christian Knaut (1656–1716) oder es ist auch sein Bruder Christoph (1638–1694) mitgeehrt. Christian Knaut teilte schon die Blütenpflanzen nach der Zahl und Anordnung der Blütenblätter ein. Ein Synonym für Knautia L. ist Trichera Schrad. ex Roem. & Schult. Die Gattung Knautia ist systematisch schwierig. Sie bildet einen Polyploidie-Komplex, wobei die Sippenneubildung noch nicht beendet ist. Häufig treten auch Hybriden auf. Es gibt etwa 60 Arten, von denen 48 auch in Europa vorkommen. Die Gattung Knautia hat ihren Schwerpunkt in Europa und im Mittelmeerraum. Sie kommt auch in Südwestasien und in Westafrika vor. [Wikipedia]



























Die Kornblume (Centaurea cyanus), auch Zyane (von gleichbedeutend lateinisch Cyanus) und Blaue Kornblume genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Centaurea innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Kornblume ist eine einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 100 Zentimetern erreicht. Der aufrechte, kantige, einfache oder bis im oberen Bereich verzweigte Stängel ist locker filzig behaart. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind mehr oder weniger locker grau filzig behaart. Bei den untersten Stängelblättern ist die Blattspreite bei einer Länge von 3 bis 10 Zentimetern linealisch-lanzettlich mit spitzem oberen Ende oder manchmal fiederspaltig. Ihr Blattrand ist einfach oder besitzt entfernt linealische Blattlappen. Die übrigen Stängelblätter sind linealisch und meist ganzrandig; meistens sind sie nach oben hin nicht deutlich kleiner, außer denen direkt unter den Blütenständen. Die unteren Stängelblätter können kurz gestielt sein, die mittleren und oberen sind sitzend. In einem offenen, gerundeten bis mehr oder weniger abgeflachten zymösen Gesamtblütenstand stehen über Blütenstandsschäften die körbchenförmigen Blütenstände. Das Involucrum ist bei einer Höhe von 12 bis 16 Millimetern glockenförmig. Die anfangs filzig behaarten und dann verkahlenden Hüllblätter sind am Rand und an den aufrechten Anhängseln trockenhäutig, dunkelbraun bis schwarz, die mit etwa 1 Millimeter langen Zähnen gefranst sind. Die äußeren Hüllblätter liegen eng an und sind grün gefärbt und eiförmig. Die inneren Hüllblätter stehen lockerer, sind violett überlaufen und länglich. Ihre Anhängsel sind dreieckig, schwarz, beiderseits wie Kämme gefranst mit auf jeder Seite 4 bis 7 weniger als einen Millimeter langen Fransen. Der flache Körbchenboden besitzt keine Spreublätter. Die diskusförmigen Blütenkörbchen enthalten 25 bis 35 Röhrenblüten. Die Röhrenblüten sind unterschiedlich blau, können aber auch weiß, rosa- oder purpurfarben sein. Die am Rand der Körbchen stehenden Röhrenblüten sind steril, ihre Krone ist auffallend auf eine Länge von 20 bis 25 Millimetern vergrößert, deutlich zygomorph mit fünflappigem, selten bis zu achtlappigem oberen Ende. Die im Inneren des Blütenkorbes stehenden Röhrenblüten sind fertil und ihre Krone ist 10 bis 15 Millimeter lang. Die strohfarbenen oder silbergrauen, fein behaarten Achänen sind 4 bis 5 Millimeter lang. Der Pappus besteht aus ungleichen, steifen Borsten, die mit einer Länge von 1 bis 4 Millimetern meist kürzer als die Achäne sind. Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 12; bei Centaurea cyanus liegt Diploidie mit Chromosomenzahl von 2n = 24 vor. [Wikipedia]
Der Regenbogen ist ein atmosphärisch-optisches Phänomen, das als kreisbogenförmiges farbiges Lichtband in einem von der Sonne beschienenen Regenschauer erscheint. Die Erscheinung kommt durch das von Regentropfen gebrochene und zurückgeworfene Sonnenlicht zustande. Der Farbverlauf umfasst die Spektralfarben des mit dem Auge sichtbaren Bereichs des Sonnenspektrums. Im Unterschied zum Prisma sind die aus dem Regentropfen austretenden farbigen Strahlen außer den roten nicht gesättigt, am wenigsten die blauen. [Wikipedia]
Die Kapuzinerkressen (Tropaeolum) sind die einzige Pflanzengattung der Familie der Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae) innerhalb der Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales). Die Große Kapuzinerkresse ist die Arzneipflanze des Jahres 2013. Im Englischen wird die Gattung gemeinhin als „Nasturtium“ bezeichnet, wodurch es zu Verwechslungen mit der gleichnamigen Gattung der Brunnenkressen, botanisch Nasturtium, kommen kann. Es handelt sich um kletternde bis kriechende, saftige, ein- bis mehrjährige krautige Pflanzen. Die Stängel sind niederliegend oder kletternd. Manche Arten bilden Sprossknollen (Beispiel: Knollige Kapuzinerkresse). Kletternde Arten besitzen berührungsempfindliche, windende Blattstiele. Die meist wechselständigen, manchmal im unteren Bereich gegenständigen Laubblätter sind gestielt. Die Blattspreite ist schildförmig, handförmig gespalten, tief gelappt bis gefiedert. Nebenblätter sind vorhanden oder fehlen. Die meist einzeln in den Blattachseln stehenden Blüten sind auffällig gefärbt, z. B. in den Farben orange, rot und gelb, meist groß, zwittrig, zygomorph und gespornt. Der Blütenkelch besteht aus fünf Kelchblättern, von denen drei miteinander verwachsene oder nur eines einen langen Nektarsporn bilden. Die Blütenkrone besteht aus fünf freien Kronblättern, wobei zwei anders wie die anderen drei sind. Pro Blüte gibt es acht freie, fertile Staubblätter in zwei Kreisen. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Griffel endet in einer dreilappigen Narbe oder mit drei Narben. Die Bestäubung erfolgt meist durch Insekten (Entomophilie). Es werden Spaltfrüchte gebildet, die in je drei Nüsschen oder Steinfrüchte zerfallen. Der Embryo ist gerade mit dicken, fleischigen Keimblättern (Kotyledonen) und ohne Endosperm. Die Benetzbarkeit der Blattoberfläche ist gering. Wasser perlt in Tropfen ab, wie es auch bei Lotosblumen beobachtet werden kann, und nimmt dabei auf der Oberfläche anhaftende Schmutzpartikel mit (Lotuseffekt). Ursprünglich sind sie in Südamerika und Mittelamerika heimisch, dort vor allem im Gebirge von Mexiko bis Mittelchile und Argentinien. Als Zierpflanze sind manche Arten heute weltweit in gemäßigter Zone verbreitet. Der Namensanteil Kapuziner stammt von der Form der Blüten, die den Kapuzen von Mönchskutten ähneln. Der Gattungsname Tropaeolum leitet sich vom griechischen Begriff Tropaion ab, der ein antikes Siegessymbol bezeichnete, ein Gerüst, das mit Waffen besiegter Gegner behängt war. Carl von Linné erinnerten die Form der Blätter an einen Schild und die Blüten an einen Helm. Charakteristisch für die Familie sind Senfölglykoside und Myrosinzellen, erucasäurehaltige Samenöle und Oxalatstoffwechsel, der mit dem der Kreuzblütengewächse übereinstimmt. Etwa acht Arten werden als Zierpflanzen kultiviert, eine Art wird zu Nahrungszwecken angebaut. [Wikipedia]
Die Kapuzinerkressen (Tropaeolum) sind die einzige Pflanzengattung der Familie der Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae) innerhalb der Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales). Die Große Kapuzinerkresse ist die Arzneipflanze des Jahres 2013. Im Englischen wird die Gattung gemeinhin als "Nasturtium" bezeichnet, wodurch es zu Verwechslungen mit der gleichnamigen Gattung der Brunnenkressen, botanisch Nasturtium, kommen kann. Es handelt sich um kletternde bis kriechende, saftige, ein- bis mehrjährige krautige Pflanzen. Die Stängel sind niederliegend oder kletternd. Manche Arten bilden Sprossknollen (Beispiel: Knollige Kapuzinerkresse). Kletternde Arten besitzen berührungsempfindliche, windende Blattstiele. Die meist wechselständigen, manchmal im unteren Bereich gegenständigen Laubblätter sind gestielt. Die Blattspreite ist schildförmig, handförmig gespalten, tief gelappt bis gefiedert. Nebenblätter sind vorhanden oder fehlen. Die meist einzeln in den Blattachseln stehenden Blüten sind auffällig gefärbt, z. B. in den Farben orange, rot und gelb, meist groß, zwittrig, zygomorph und gespornt. Der Blütenkelch besteht aus fünf Kelchblättern, von denen drei miteinander verwachsene oder nur eines einen langen Nektarsporn bilden. Die Blütenkrone besteht aus fünf freien Kronblättern, wobei zwei anders wie die anderen drei sind. Pro Blüte gibt es acht freie, fertile Staubblätter in zwei Kreisen. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Griffel endet in einer dreilappigen Narbe oder mit drei Narben. Die Bestäubung erfolgt meist durch Insekten (Entomophilie). Es werden Spaltfrüchte gebildet, die in je drei Nüsschen oder Steinfrüchte zerfallen. Der Embryo ist gerade mit dicken, fleischigen Keimblättern (Kotyledonen) und ohne Endosperm. Die Benetzbarkeit der Blattoberfläche ist gering. Wasser perlt in Tropfen ab, wie es auch bei Lotosblumen beobachtet werden kann, und nimmt dabei auf der Oberfläche anhaftende Schmutzpartikel mit (Lotuseffekt). Ursprünglich sind sie in Südamerika und Mittelamerika heimisch, dort vor allem im Gebirge von Mexiko bis Mittelchile und Argentinien. Als Zierpflanze sind manche Arten heute weltweit in gemäßigter Zone verbreitet. Der Namensanteil Kapuziner stammt von der Form der Blüten, die den Kapuzen von Mönchskutten ähneln. Der Gattungsname Tropaeolum leitet sich vom griechischen Begriff Tropaion ab, der ein antikes Siegessymbol bezeichnete, ein Gerüst, das mit Waffen besiegter Gegner behängt war. Carl von Linné erinnerten die Form der Blätter an einen Schild und die Blüten an einen Helm. Charakteristisch für die Familie sind Senfölglykoside und Myrosinzellen, erucasäurehaltige Samenöle und Oxalatstoffwechsel, der mit dem der Kreuzblütengewächse übereinstimmt. Etwa acht Arten werden als Zierpflanzen kultiviert, eine Art wird zu Nahrungszwecken angebaut. [Wikipedia]
Die Flockenblumen (Centaurea) bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Carduoideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die je nach Autor etwa 260 bis über 700 Arten sind hauptsächlich in Europa, dem Mittelmeerraum und in Vorderasien verbreitet, einige Arten sind in vielen Gebieten der Welt Neophyten. Centaurea-Arten sind ein-, zweijährige oder meist ausdauernde krautige Pflanzen, die je nach Art Wuchshöhen von 20 bis 300 Zentimetern erreichen. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind manchmal ungeteilt, häufig jedoch fiederteilig. Die körbchenförmigen Blütenstände stehen einzeln oder bis zu vielen in rispig-schirmtraubigen oder rispig-traubigen Blütenständen zusammen. Das Involucrum ist kugel-, ei-, glocken- oder schüsselförmig. Die dachziegelartig sich überlappenden Hüllblätter besitzen oft einen häutigen Rand und artspezifische abgesetzte gefranste oder dornige Anhängsel. Die Spreublätter sind borstig zerschlitzt. Bei den Carduoideae sind, im Gegensatz zu den anderen Unterfamilien, nur Röhrenblüten vorhanden; bei dieser Gattung je Blütenkorb wenige bis viele. Bei vielen Arten sind die randlichen Röhrenblüten leicht zygomorph sowie vergrößert und steril. Die inneren Röhrenblüten sind zwittrig. Die Kronblätter sind weiß bis gelb oder rosa- bis purpurfarben. Die zwei Griffeläste sind kurz. Die spärlich fein behaarten, verkahlenden oder kahlen Achänen besitzen einen gezähnten oder glatten oberen Rand. Die Achänen besitzen einen haltbaren oder früh abfallenden Pappus, selten fehlt dieser auch völlig. Der Pappus besteht aus zwei Typen von Elementen; die äußeren Elemente sind borstenförmig und meist in selten nur einer, meist mehreren Reihen angeordnet; die inneren Elemente sind kurz und meist schuppenförmig. Die Chromosomengrundzahlen betragen x = 8, 9, 10, 11, 12, 13 oder 15. Die Gattung Centaurea wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, Seite 909. aufgestellt. Typusart war bis 2001 Centaurea centaurium L. (Großes Kentaurion, lateinisch Centaureum majus, deutsch auch Zentaurenkraut und Goldkörbchen genannt). Der botanische Gattungsname Centaurea ist abgeleitet vom altgriechischen Wort kentaúreion, das auf den mythischen Zentauren (griechisch kentaur) Chiron zurückgeht, der mit der Kornblume (Centaurea cyanus) oder dem Zentaurenkraut (Centaurea centaurium) eine Wunde am Fuße des Helden Achilles geheilt haben soll. Centaurea gehört zur Subtribus Centaureinae Dumort. (mit etwa 30 Gattungen) aus der Tribus Cardueae in der Unterfamilie Carduoideae innerhalb der Familie der Asteraceae. Der Umfang von Centaurea s. l. war deutlich größer. [Wikipedia]
Die Gladiolen (Gladiolus, auch Schwertblume genannt, von lateinisch gladius "Schwert") sind eine Pflanzengattung in der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Heimisch sind die Arten dieser Gattung vom südlichen Europa über den Nahen Osten bis nach Afrika und Madagaskar. Die Arten mit den auffälligsten und farbenprächtigsten Blüten stammen aus Südafrika. In Mitteleuropa dienen sie vorwiegend als Zierpflanze. Auf mitteleuropäischem Gebiet kommen die Sumpf-Siegwurz und die Wiesen-Siegwurz in Deutschland vor. Das Verbreitungsgebiet der Sumpf-Siegwurz liegt in Süddeutschland. Man findet sie auf den bayerischen Lechtalheiden zwischen Landsberg am Lech und Augsburg; auch auf dem Rotstein und im Daubaner Wald (beides Sachsen) ist ein nennenswerter Bestand an wilden Gladiolen zu finden. Gladiolen sind immergrüne oder laubabwerfende, ausdauernde krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von bis zu 1,50 m erreichen können. Sie bilden Knollen als Überdauerungsorgane. Besonders die Blätter riechen unangenehm. Die Laubblätter sitzen entweder in grundständigen Rosetten oder sind wechselständig und zweizeilig am Stängel verteilt. Die einfachen, langen, oft schwertförmigen Laubblätter sind parallelnervig. Der Blattrand ist glatt. Es werden endständige, verzweigte oder unverzweigte, ährige Blütenstände gebildet, die Tragblätter enthalten. Manche Blüten duften etwas. Die ungestielten, zwittrigen, dreizähligen Blüten können radiärsymmetrisch bis zygomorph sein. Es sind zwei mal drei Blütenhüllblätter vorhanden; sie können in beiden Kreisen gleich oder verschiedengestaltig sein. Außer Blau, Braun und reinem Schwarz kommen die Blütenhüllblätter in allen Farben vor. Es ist nur der innere Kreis mit drei freien, fertilen Staubblättern vorhanden, denn sie stehen dem äußeren Blütenhüllblättern gegenüber. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Griffel endet in drei Narben. Die Bestäubung erfolgt auf vielfältige Weise: Entomophilie, Ornithophilie oder Anemophilie. Die dreifächerige Kapselfrucht enthält 20 bis 100 Samen. Die hell- bis dunkelbraunen Samen sind meist geflügelt. Die Blüten mancher Arten können roh oder gegart gegessen werden. Die unterirdischen Pflanzenteile einiger Arten werden gegart gegessen. Nur wenige Gladiolen sind nördlich von Südeuropa in Kultur, ausschlaggebend ist ihre mangelnde Winterhärte. Als Zierpflanzen, insbesondere als Schnittblumen, werden vor allem Hybriden aus der Gruppe der Garten-Gladiolen (Gladiolus × hortulanus) kultiviert, die oft sehr großblütig sind. Diese Gladiolen gehen auf zahlreiche südafrikanische Elternarten zurück. [Wikipedia]
Die Traubenhyazinthen (Muscari) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). Mitunter werden sie auch als Perlhyazinthen bezeichnet, in Teilen Süddeutschlands auch als Bauernbübchen. Dagegen ist in Teilen Mitteldeutschlands der Name Bergmännchen für die Pflanze gebräuchlich. Neben den botanischen Arten gibt es auch einige Hybriden. Heimatgebiete der Arten liegen in Europa (im deutschsprachigen Raum vor allem die Weinbergs-Traubenhyazinthe und die Kleine Traubenhyazinthe), in Nordafrika und Südwestasien. Traubenhyazinthen sind ausdauernde krautige Pflanzen. Diese Geophyten bilden eiförmige Zwiebeln mit einer braunen Umhüllung ("Tunika") als Überdauerungsorgane aus. Nur grundständig stehen (ein bis) meist zwei bis sieben parallelnervige, fleischige Laubblätter. Auf einem Blütenstandsschaft stehen in einer endständigen Traube viele Blüten zusammen. In jedem Blütenstand sind die oberen Blüten kleiner, anders gefärbt und steril. Die duftenden, zwittrigen Blüten sind dreizählig. Die sechs gleichgeformten Blütenhüllblätter sind röhrig oder urnenförmig verwachsen, sie sind immer kürzer als 2,5 cm und meist blau. Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden; die Staubbeutel sind dunkelblau. Die drei Fruchtblätter sind zu einem grünen, oberständigen Fruchtknoten verwachsen, mit einem Griffel und drei Narben. Die Kapselfrucht ist dreigeflügelt und enthält sechs schwarze, kugelige Samen. Die Gattung Muscari wurde 1754 von Philip Miller aufgestellt. Sie wird in vier Untergattungen unterteilt, die auch als eigene Gattungen behandelt werden. Aus einigen Muscari-Arten wurden Sorten als Zierpflanzen herausgezüchtet. Die Kleine Traubenhyazinthe und die Schopfige Traubenhyazinthe wachsen in warmen Gebieten Mitteleuropas stellenweise in Obst- und Weingärten. Wegen ihres seltenen Vorkommens sind sie auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft. Es handelt sich bei ihnen allerdings um Pflanzen, die durch den Menschen ausgebreitet wurden (sogenannte Ethelochorie). Gartenhistorisch fällt ihre Einführung in die sogenannte orientalische Phase der Zierpflanzen, als zwischen 1560 und 1620 eine Vielzahl von Hyazinthen, Tulpen und Narzissen vor allem aus der Türkei nach Mitteleuropa eingeführt wurden. Die Kleine Traubenhyazinthe und die Schopfige Traubenhyazinthe zählen daher zu den sogenannten eingebürgerten Gartenflüchtlingen. [Wikipedia]
Das Buschwindröschen bzw. Busch-Windröschen (Anemone nemorosa, Synonym: Anemonoides nemorosa) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Windröschen (Anemone) in der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie ist im gemäßigten Eurasien verbreitet. Das Buschwindröschen wächst als vorsommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 11 bis 25 Zentimetern. Als Speicher- und Überdauerungsorgan dient ein unterirdisches, etwa 30 Zentimeter langes, kriechendes Rhizom. Es setzt an seinem einen Ende das Wachstum fort und bildet die Sprossknospe, stirbt am anderen Ende jedoch ab. Das Rhizom verzweigt sich sympodial. Die endständige Sprossknospe entspringt einer Schuppe. Erst nach der Blütezeit wird ein gestieltes, fingerförmiges Grundblatt ausgebildet. Zur Blütezeit am Beginn des Erstfrühlings zwischen März und April/Mai fehlen grundständige Blätter. Im oberen Stängeldrittel befinden sich in einem Quirl (Wirtel) angeordnet drei deutlich, mindestens 1 Zentimeter lang gestielte, jeweils handförmig dreiteilige Hochblätter mit grob gesägten Abschnitten. Die Blattabschnitte sind zwei- bis dreimal so lang wie breit. Sie schützen die Blütenknospen und übernehmen so die Funktion des fehlenden Kelches. Gewöhnlich entwickelt das Buschwindröschen nur eine Blüte (selten zwei) pro Pflanzenexemplar. Der Blütenstiel entspringt der Vereinigung der drei Hochblätter und ist mit zahlreichen kleinen nach oben gekrümmten Haaren besetzt. Die Blüte enthält sechs bis acht (selten: zwölf) weiße, außen leicht rosa getönte Perigonblätter. Sie sind in zwei Kreisen angeordnet. Sie bilden eine länglich-elliptische Form aus. Die Blütenblattspitze ist gewöhnlich gerundet, gelegentlich jedoch auch leicht eingekerbt. Zahlreiche Staubblätter mit weißen Staubfäden und gelben Staubbeuteln umgeben etwa 10 bis 20 unverwachsene, längliche und flaumig behaarte Fruchtblätter. Diese sitzen der leicht gewölbten Blütenachse auf und gehen in einen kurzen und aufwärts gebogenen Griffel über. Analog zur Anzahl der befruchteten Fruchtblätter entwickeln sich in einer Sammelfrucht Nüsschen. Die einsamigen Nüsschen sind dicht kurz borstig behaart. Die Chromosomengrundzahl beträgt n = 8,12,16, es wurden 2n = 30,32,45 nachgewiesen. Die Überdauerungsknospen des Buschwindröschens befinden sich an seinem Rhizom in mehr als einem Zentimeter Tiefe unterhalb der Erdoberfläche. Seine Lebensform entspricht daher der eines Rhizom-Geophyten. Das Buschwindröschen gehört im Hinblick auf den Laubrhythmus zu den frühjahrsgrünen Pflanzen. Der Laubaustrieb erfolgt im zeitigen Frühjahr. Nach dem Verstreuen der Samen ziehen die oberirdischen Pflanzenteile im Laufe des Frühsommers ein (Frühlingsgeophyt). Die Nährstoffe für die nächste Vegetationsperiode werden im Rhizom gespeichert. [Wikipedia]
Als Stiefmütterchen bezeichnet man eine Gruppe von Arten aus der Gattung der Veilchen (Viola) innerhalb der Familie der Veilchengewächse (Violaceae), die sich durch die gegenseitige Bedeckung der Blütenblätter auszeichnen: Das breite unterste Kronblatt, die "Stiefmutter", bedeckt teilweise die seitlichen, die "Töchter", und diese wiederum die beiden obersten, die "Stieftöchter". Als weiteres gemeinsames Merkmal besitzen die Stiefmütterchen große Nebenblätter. Die seltenere Bezeichnung Pensee kommt vom französischen (herbe de la) pensée "Pflanze des Gedenkens". Das Stiefmütterchen gilt als Symbol des Andenkens, der Erinnerung. Aus zahlreichen Kreuzungen des Wilden Stiefmütterchens (Viola tricolor) mit anderen Arten und Auslesen sind die Kulturformen, die Garten-Stiefmütterchen (Viola × wittrockiana) entstanden, die von März bis November blühen, als Einjährige oder Zweijährige kultiviert werden und von denen es heute eine große Auswahl an Farben und Formen gibt. Der Name Schweizer Riesen weist mit seinem Namen auf die großen Blüten dieser Sorten hin, neu sind Miniatur-Stiefmütterchen aus der Kreuzung von Gartenstiefmütterchen und Hornveilchen und gefüllte Formen. Das Stiefmütterchen, genannt auch Christusauge, ist das Symbol der Freidenker in Frankreich und in Österreich. Es war schon im Mittelalter das Symbol für gute Gedanken. Das Stiefmütterchen ist auch eines der Stadtsymbole der japanischen Stadt Osaka. Es enthält Salicin. [Wikipedia]
Die Löwenmäuler oder Löwenmäulchen (Antirrhinum) sind eine Pflanzengattung, die im 21. Jahrhundert auf Grund molekularbiologischer Daten in die Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) eingeordnet wird. Traditionell wurde sie in die Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae) gestellt. Die Gattung Antirrhinum hat ein disjunktes Verbreitungsgebiet und kommt mit 21 Arten im westlichen Mittelmeerraum und mit 15 Arten im Westen Nordamerikas vor. Die Sorten mehrerer Antirrhinum-Arten sind als Zierpflanzen beliebt und das Große Löwenmaul (Antirrhinum majus) ist eine wichtige Modellpflanze für die Erforschung der Blütenentwicklung. Löwenmaul-Arten sind ausdauernde oder einjährige krautige Pflanzen. Der Wuchs variiert stark und umfasst weitgehend unverzweigte, stark verzweigte und windende Arten. Bei den meisten amerikanischen Arten sind kurze kletternde Sprossachsen ausgebildet. Alle Arten weisen ein stark entwickeltes Wurzelgeflecht als Anpassung an trockene Standorte auf. Von den Laubblättern sind die oberen meist sitzend und wechselständig, die unteren sind gestielt und gegenständig angeordnet. Die einfache Blattspreite ist fiedernervig. Die Blüten stehen einzeln oder in endständigen, traubigen Blütenständen zusammen. Die zwittrigen, zygomorphen Blüten sind, außer bei Antirrhinum ovatum, als auffällige Maskenblumen ausgebildet, die durch die gaumenartig ausgebuchtete untere Lippe verschlossen werden. Der Nektar wird von einem ringförmigen Nektarium an der Basis des Fruchtknotens abgegeben und sammelt sich in einer sackartigen Ausbuchtung an der Unterseite der Unterlippe. Die drei Spitzen der Unterlippe sind ungleich groß und können ebenso wie die zwei Spitzen der Oberlippe verschieden abgewinkelt oder gebogen sein. Zur Bestäubung muss ein entsprechend kräftiges Fluginsekt die Unterlippe nach unten drücken, um an Nektar und Pollen zu gelangen. Von den ungleichseitigen, poriziden Kapselfrüchten öffnet sich die untere, größere Kammer mit zwei apikalen Poren, während die obere meist nur eine Pore aufweist. Die Gattung Antirrhinum wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, Seite 612 und 1754 in Genera Plantarum, 5. Auflage aufgestellt. Viele Löwenmäuler-Sorten werden als Zierpflanzen verwendet. [Wikipedia]
Die Habichtskräuter (Hieracium) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Gattung umfasst sehr viele Arten (siehe unten) mit zahlreichen Unterarten, die teilweise sehr schwer zu bestimmen sind. Durch unterschiedliche Fortpflanzungs- und Kreuzungsmöglichkeiten ist auch die Einordnung schwierig. Die Habichtskraut-Arten sind meist ausdauernde krautige Pflanzen, die je nach Art Wuchshöhen von selten 5 bis meist 20 bis 150 Zentimetern erreichen. Sie bilden meist Pfahlwurzeln, manchmal bilden sie Ausläufer (Stolonen). Die einfachen oder verzweigten Stängel sind meist aufrecht. Die gestielten oder ungestielten Laubblätter stehen oft in grundständigen Rosetten zusammen und sind an den Stängeln verteilt. Die Blattspreiten sind einfach bis fiederteilig. Die Blattränder können glatt oder gezähnt sein. Pflanzen der Untergattung Pilosella haben häufig Ausläufer, die Blätter sind ganzrandig oder schwach gezähnelt und die Blattspreite verschmälert sich am Grund allmählich in den Blattstiel. Hingegen sind Pflanzen von Hieracium s. str. stets ohne Ausläufer, die Blätter sind oft gezähnt und haben einen keiligen, gestutzten, herzförmigen oder abgerundeten Spreitengrund. Die Blütezeit reicht von Mai bis August. Die körbchenförmigen Blütenstände stehen manchmal einzeln oder meist in verzweigten Gesamtblütenständen. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von 3 bis 9 (selten bis mehr als 12) Millimetern auf. Die 5 bis 21 (selten bis mehr als 40) Hüllblätter stehen in mindestens zwei Reihen. Der Blütenstandsboden ist flach. Die Blütenkörbchen enthalten nur sechs bis über 150 Zungenblüten. Die Farbe der fünfzipfeligen Zungenblüten ist meist gelb, manchmal weiß oder gelblichweiß, selten orangefarben. Die Achänen sind meist rotbraun oder schwarz mit meist zehn Rippen. Der Pappus besteht aus 20 bis 80 weißen Borstenhaaren, die mehr oder weniger gleich oder ungleich sind; sie können in ein, zwei oder mehr Reihen stehen. Bei Hieracium s. str. sind die Früchte (2,5–)3–5 mm lang. Ihre Rippen verschmelzen oben in einen ringförmigen, ungezähnten Wulst, während bei den 1–2,5 mm langen Früchten der Untergattung Pilosella jede Rippe oben in einem kurzen, zahnartigen Vorsprung endet. Hieracium-Arten finden sich in Europa, Nordasien wie auch in Amerika. Der Gattungsname Hieracium wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum[2] erstveröffentlicht. Als Lectotypus wurde 1913 Hieracium murorum festgelegt. Synonyme für Hieracium L. sind Stenotheca Monnier sowie Pilosella Hill. Das griechische Wort hierax bezeichnet einen Habicht oder Falken und bezieht sich vermutlich auf die Enden der Zungenblüten, die Habichtschwingen ähneln. Auch sollen die Kräuter auf hohen Felsen wachsen, die nur für Habichte erreichbar sind. [Wikipedia]
Die Fingerhüte (Digitalis) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Die etwa 25 Arten sind in Europa, Nordafrika und Westasien verbreitet. Digitalis-Arten wachsen als zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, die selten an der Basis etwas verholzen. Die Stängel sind höchstens an ihrer Basis verzweigt. Die wechselständig, manchmal grundständig zusammenstehenden Laubblätter sind einfach. Der Blattrand ist glatt oder gezähnt. Die Blüten sind in endständigen, manchmal verzweigten, traubigen Blütenständen angeordnet. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind verwachsen, mit kurzen Kelchzipfeln. Die fünf Kronblätter sind röhrig bis glockenförmig verwachsen. Die Blütenkrone ist zweilippig; die Unterlippe ist dreilappig, bei der Oberlippe sind entweder die Kronlappen kaum erkennbar (z. B. bei Digitalis grandiflora) oder sie sind deutlich zweilappig (z. B. bei Digitalis lutea). Es sind nur vier Staubblätter vorhanden; sie ragen nicht aus der Kronröhre heraus. Die Staubbeutel berühren sich paarweise. Der Griffel endet in einer zweilappigen Narbe. Die septizide, eiförmige Kapselfrucht enthält viele kleine, gerippte Samen. Die Pflanzeninhaltsstoffe Digitalisglykoside werden therapeutisch zur symptomatischen Therapie der Herzinsuffizienz eingesetzt, da sie eine positiv inotrope Wirkung am Herzen zeigen. In hohen Dosen wirken sie als Gift, welches durch verschiedene Herzrhythmusstörungen zum Tod führt. Der Fingerhut, insbesondere der Rote Fingerhut, wurde in der Heilkunde innerlich und äußerlich verabreicht. Aus der Gattung Fingerhüte sind besonders viele Sekundärmetabolite isoliert worden; zu den wichtigsten zählen herzwirksame Glykoside, jedoch wurden auch verschiedene Phenole, wie Anthranoide, Phenylpropionsäuren oder Flavonoide, und auch Steroide (Steroidsaponine, Sterine) gefunden. Ferner sind phenolische Glykoside, Sorbitole, Cornoside und verschiedene Phenylethanoid-Glycoside nachgewiesen worden. In Europa werden für die Produktion von Herzglykosiden die heimischen Digitalis-Arten Wolliger Fingerhut und Roter Fingerhut angebaut. [Wikipedia]






















Das Wiesen-Schaumkraut (Cardamine pratensis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Schaumkräuter (Cardamine) innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Das Verbreitungsgebiet umfasst weite Gebiete der Nordhalbkugel. Es dominiert mit seinen weiß bis zart violetten Blüten ab Ende April bis Mitte Mai häufig das Erscheinungsbild nährstoffreicher Feuchtwiesen. Beschreibung Illustration Fiederteiliges Stängelblatt Ein Wollschweber steckt seinen Rüssel in die Blüte des Wiesen-Schaumkrautes Traubiger Blütenstand Blütenstand – Nahaufnahme Vierzählige Blüten Wiesenschaumkraut Erscheinungsbild Das Wiesen-Schaumkraut wächst als überwinternd grüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 15 bis 55 (8 bis 80) Zentimetern erreicht. Sie bildet ein relativ kurzes, mit einem Durchmesser von bis 5 Millimetern zylindrisches, knollig-verdicktes Rhizom als Überdauerungsorgan aus. Der aufrechte, unverzweigte Stängel ist im Querschnitt rund, enthält anfangs Mark und wird später hohl und ist kahl oder im unteren Bereich spärlich behaart. [Wikipedia]
Gestaltung: Jennifer Dengler
Die Alpenveilchen oder Zyklamen (Cyclamen) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Myrsinengewächse (Myrsinoideae) innerhalb der Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Zu dieser Gattung zählen etwa 22 Arten, von denen die meisten Arten im Mittelmeerraum heimisch sind. Nur eine Art, das Europäische Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens), ist in den Alpen, nach denen die Gattung im Deutschen benannt ist, weit verbreitet. Die bekannte Topfpflanze ist das Zimmer-Alpenveilchen (Cyclamen persicum), das seine Heimat in Kleinasien hat. Von dort wurde es im 17. Jahrhundert nach Europa eingeführt. Cyclamen-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen, welche die scheibenförmigen und namensgebenden (von griechisch kyklos: Kreis, Scheibe) Knollen als Überdauerungsorgane ausbilden. Die gestielten Laubblätter sind einfach und haben oft eine helle Zeichnung auf der Blattoberfläche. Alpenveilchen tragen auf Stielen stehende einzelne Blüten, die zwar nach unten hängen, deren Kronblätter jedoch stark nach oben gebogen ("zurückgeschlagen") und dabei etwas verdreht werden. In der Knospenlage sind die Kronblätter einsinnig linksgedreht (monostroph sinistrors-contort). Ihre Farbe reicht von Weiß über Rosa bis Purpurrot. Die Kapselfrüchte werden mit zunehmender Reife durch Wachsen und Einkrümmen des Stieles in den Boden versenkt. Die Kapseln öffnen sich oft erst, wenn sie sich in der Erde befinden. Blätter und Knolle sind u. a. wegen ihres Gehalts an Cyclamin, einem Saponin, giftig. Die Pflanze findet auch medizinische Verwendung. Die Cyclamen-Arten besitzen Areale rund ums Mittelmeer: von Europa und Nordafrika bis nach Kleinasien. In der Gattung Alpenveilchen (Cyclamen) sind etwa 22 Arten bekannt. Hier sind die Untergattungen mit Arten, Unterarten, Synonymen und Heimat der Arten aufgelistet. Die Blütezeit ist unterschieden in Winter-Frühjahr (WF) und Sommer-Herbst (SH). [Wikipedia]
Die Jungfer im Grünen (Nigella damascena) ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Die im Mittelmeerraum beheimatete Pflanze ist eine in Mitteleuropa häufig kultivierte Gartenpflanze. Die Gattungsbezeichnung Nigella (Lat. nigellus = schwarz) verweist auf die schwarz gefärbten Samen. Die Artbezeichnung damascena bedeutet übersetzt "aus Damaskus stammend" und wird von dem Botaniker Heinz-Dieter Krausch als Beleg dafür gesehen, dass sie über die Handelsbeziehungen Venedigs mit dem Vorderen Orient in Mitteleuropa eingeführt wurde. Dem widerspricht jedoch, dass die Pflanze in der Levante nicht vorkommt. Insgesamt ist das Epitheton damascenum häufig und wurde gerne verwendet, um einen allgemein "östlichen" Ursprung einer Pflanze anzuzeigen. Die Jungfer im Grünen, die früher eine häufig vorkommende Bauerngartenpflanze war, trägt eine Reihe von deutschen Namen. Dazu zählen unter anderem Gretl in der Stauden, Gretl in der Heck, Gretchen bzw. Gretel im Busch, Greterl im Nest, Venushaarige, Braut in Haaren, Damaszener Schwarzkümmel, Damaszener Kümmel und Garten-Schwarzkümmel. Sie ist nicht mit dem Kümmel oder Kreuzkümmel verwandt, sondern gehört zur selben Gattung wie der Schwarzkümmel (Nigella sativa). Der Name Gretl in der Stauden spielt auf eine österreichische Sage an, nach der die reiche Bauerntochter Gretl ihrer Liebe zu dem Keuschlersohn Hans auf Wunsch des Vaters entsagen musste. Nachdem sie sich in Sehnsucht nach einander verzehrten, wurden sie in Blumen verwandelt. Während Gretl zur Jungfer im Grünen wurde, wurde je nach Region aus Hans der Vogelknöterich oder die Gemeine Wegwarte, die beide im Volksmund auch den Namen Hansl am Weg tragen. Die Jungfer im Grünen ist eine einjährige krautige Pflanze. Sie bildet einen aufrechten, bis etwa 45 Zentimeter hohen und verzweigten Stängel aus. Die Laubblätter sind fiederteilig und sehr stark reduziert. Die Blüten, die sich zahlreich an den verzweigten Stängeln bilden, sind von einem Kranz haarförmig zerschlitzter Hochblätter umgeben. Blütezeit ist Juni bis August. Die zwittrige Blüte ist fünfzählig. Das Perigon besteht aus großen, meist blau, gelegentlich auch rosa oder weiß gefärbten Tepalen. Nach innen folgen fünf kleine, zweilippige Honigblätter. Es folgen die zahlreichen Staubblätter. Die fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen und walzenförmigen Fruchtknoten verwachsen, der dadurch fünffächrig ist. Lediglich die Griffel sind frei. Das Fehlen der Aufteilung in Kelch- und Kronblätter ist charakteristisch für viele Hahnenfußgewächse. Es gibt Ziersorten mit gefüllten Blüten, bei denen Honigblätter und/oder Staubblätter zu Perigonblättern umgewandelt sind. Es existieren zwei Varianten dieser Pflanze, was bereits Clusius aufgefallen war. [Wikipedia]
Hauswurz (Sempervivum) ist eine Gattung in der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Der botanische Name der Gattung leitet sich von den lateinischen Worten semper für "immer" und vivus für "lebend" ab. Der deutsche Trivialname Hauswurz hat seinen Ursprung im althochdeutschen Begriff Wurz, der damals für "Wurzel" oder "Pflanze" verwendet wurde. Von den bisher etwa 200 beschriebenen Arten werden je nach Autor zwischen 40 und 63 Arten anerkannt. Zudem gibt es mehr als 7000 Sorten in gärtnerischer Verwendung. Hauswurzarten wachsen als Horste (Rosetten-Polster) mehrjähriger, immergrüner, sukkulenter Pflanzen. Die Pflanzen sind hapaxanth (bzw. monokarp), das heißt nach der Blüte sterben die Rosetten ab, die geblüht haben. Die Größe der ballförmig geschlossenen, halbkugeligen oder sternförmig ausgebreiteten Rosetten liegt zwischen 0,5 cm (teilweise bei Sempervivum arachnoideum oder Sempervivum globiferum subsp. arenarium) und 22 cm (teilweise bei Sempervivum grandiflorum und bei Sempervivum tectorum-Hybriden und Auslesen), hauptsächlich aber bei 3–6 cm. Bei der Blütenbildung strecken sich die Internodien der Sprossachse zu einem Langtrieb. Die Blütenstände werden zwischen 3 cm (Sempervivum minutum) und 60 cm (Sempervivum tectorum) hoch, ragen meist aber sieben bis zwanzig Zentimeter in die Höhe. Wie viele Dickblattgewächse (Crassulaceae) sind Hauswurz-Arten als Sukkulenten in der Lage, in ihren Blättern Wasser zu speichern. Die in der Regel sehr fleischigen Blätter sind seitlich zum Teil flaumig (pubeszent) behaart oder besitzen Randwimpern. Die Behaarung kann Drüsenhaare enthalten. Die Blattspitzen verfügen teilweise über Haarbüschel. Die Form der Blätter der verschiedenen Arten ist vielfältig. Sie können beispielsweise lanzettlich, elliptisch, länglich lanzettlich, verkehrt lanzettlich, eiförmig, verkehrt eiförmig, spitz, keilförmig oder länglich spatelig sein. Die Spitze kann ebenso verschieden gestaltet sein. Meist ist sie spitz zulaufend oder kurz-kleinspitzig. Die Pigmentierung der Blätter ist je nach Jahreszeit, Standort und Sorte variabel. Es gibt stark mit Anthozyanen angereicherte Blätter, diese sind dann rotbraun oder auch selten in Violetttönen gefärbt. Es können diverse Farbabstufungen auftreten wie grau-olivgrün, graugrün, aber auch sehr blasse Tönungen (pseudochlorotisch). In letzterem Fall sind die Blätter gelblich bis gelblichgrün. Die Färbung ist hauptsächlich von der Sonneneinstrahlung abhängig, zum Teil aber auch genetisch bedingt. Der meist dichte Blütenstand besteht aus Zymen mit drei, selten zwei bis vier, Wickeln, die manchmal gegabelt sind. Die sitzenden oder fast sitzenden, zwittrigen Einzelblüten sind obdiplostemon. Ihre breit sitzenden, etwas aufrechten, lanzettlichen Kelchblätter sind an der Basis etwas miteinander verwachsen. [Wikipedia]
Die Pflanzengattung Kokardenblumen (Gaillardia), auch Papageienblumen oder Malerblumen genannt, gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Es gibt 15 bis 29 Arten von den USA bis ins südliche Südamerika, außerdem viele Hybriden. Mit dem Gattungsnamen ehrte Auguste Denis Fougeroux de Bondaroy den französischen Adligen und Hobbybotaniker Antoine René Gaillard de Charentonneau (* ca. 1720; † um 1788). Kokardenblumen-Arten sind einjährig oder ausdauernde krautige Pflanzen oder Halbsträucher. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind gestielt oder sitzend. Die Blattspreiten sind meist einfach; sie können auch gefiedert sein. Die Blattränder sind gezähnt oder glatt. Die körbchenförmigen Blütenstände stehen einzeln am Stängel. Es sind Hüllblätter vorhanden. Die Blütenkörbe enthalten außen einen Kranz mit 5 bis über 15 (können fehlen) zygomorphen Zungenblüten (= Strahlenblüten) und innen 20 bis über 100 radiärsymmetrische, fertile Röhrenblüten (= Scheibenblüten). Die Achänen haben einen Pappus. Die Gattung Gaillardia wurde durch Auguste Denis Fougeroux de Bondaroy aufgestellt. Es gibt 15 bis 29 Gaillardia-Arten. Als Zierpflanzen eignen sich Hybriden für große Blumenbeete. Manche Kokardenblumen-Sorten, die Wuchshöhen von 30 bis 50, selten bis zu 80 Zentimetern erreichen, sind haltbare Schnittblumen. Oft haben die körbchenförmigen Blütenstände eine rote erhabene Scheibe in der Mitte. Die Einzelblüten sind meist rot oder gelb. Die Blütezeit ist von Anfang Juni bis Oktober. [Wikipedia]



















Der Winterling (Eranthis hyemalis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Winterlinge (Eranthis) innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Er wird gerne in Gärten und Parks angepflanzt und ist eine der ersten Frühlingsblumen. Der Winterling wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 20 Zentimetern. Als Speicher- und Überdauerungsorgan dient eine in der Erde liegende kugelförmige Sprossknolle, die aus dem Hypokotyl gebildet wird. Die Laubblätter erscheinen gewöhnlich nach der Blütezeit. Die grundständigen Laubblätter entspringen einzeln der Knolle, wobei pro Blütenstandsschaft meist nur ein Laubblatt entwickelt wird. Die Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist relativ lang. Die rundliche Blattspreite misst im Durchmesser 3 bis 5 Zentimeter und ist drei- bis siebenteilig. Die 2-teiligen Seitenblättchen besitzen bis 2–3-spaltige Abschnitte, das Endblättchen ist 3-spaltig. Die Blütezeit reicht im Vorfrühling von Februar bis März. Die Blüten stehen einzeln am Ende eines relativ dicken, unbehaarten, grün bis rotbraunen Stängels, der am Grund von Niederblättern umgeben ist. Dicht unter jeder Blüte befindet sich eine Hülle aus drei quirlartig sitzenden, etwa 2 Zentimeter langen, geschlitzten Hochblättern, die auch als Involucrum bezeichnet wird. Funktionell entsprechen sie dem nicht vorhandenen Kelch und übernehmen somit dessen Schutzfunktion für die sich entwickelnde Blüte. [Wikipedia]
Die Hasenglöckchen (Hyacinthoides) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie Spargelgewächse (Asparagaceae). Der botanische Gattungsname Hyacinthoides ist aus dem Gattungsnamen Hyacinthus und dem griechischen oides für ähnlich hergeleitet. Heimatgebiete der Arten liegen im westlichen Europa und im nordwestlichen Afrika. Hyacinthoides-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Diese Geophyten bilden eiförmige Zwiebeln als Überdauerungsorgane aus. Je Zwiebel werden nur wenige grundständige Laubblätter gebildet; sie sind einfach und parallelnervig. Auf einem Blütenstandsstängel stehen in einem endständigen, traubige Blütenstand viele Blüten zusammen mit zwei Tragblättern je Blüte. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Die sechs gleichgeformten Blütenhüllblätter sind nur kurz an ihrer Basis röhrig verwachsen. Sie sind 1,5 bis 2 cm lang und weiß über rosa bis blau. Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden. Die drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen mit ein bis zehn Samenanlagen je Fruchtknotenkammer. Es sind Septalnektarien vorhanden. Der einfache Griffel endet in einer geschwollenen Narbe. Die dreilappige und dreikammerige Kapselfrucht enthält 3 bis 30 schwarze, mehr oder weniger kugelige, ungeflügelte Samen. [Wikipedia]
Die Seerosen (Nymphaea) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Seerosengewächse (Nymphaeaceae). Diese fast weltweit verbreitete Gattung umfasst 65 Arten. Bei den meisten Seerosen-Arten liegt Heterophyllie vor. Es werden zwei Typen von langgestielten, ungeteilten, wechselständig und schraubig angeordneten Laubblättern ausgebildet: Schwimmblätter und Unterwasserblätter. Die Blattspreite ist oft schildförmig (peltat), herzförmig oder pfeilförmig. Der Blattrand ist glatt oder gezähnt. Nebenblätter sind vorhanden oder fehlen. Die einzeln stehenden, zwittrigen Blüten sind schraubig aufgebaut und duften oft. Das Spektrum der Blütenfarben reicht von Weiß über Gelb und Rot bis Blau; Sorten können auch orangefarben, grün, violett oder lilafarben blühen. Die meist vier (selten drei oder fünf) freien Kelchblätter sind meist grünlich. Es sind sechs bis 50 freie Kronblätter vorhanden. Die 20 bis 750 freien Staubblätter sind entweder alle fertil oder zeigen als Staminodien morphologische Übergänge zu den Kronblättern. Die fünf bis 35 Fruchtblätter sind zu einem oberständigen oder teilweise unterständigen Fruchtknoten teilweise oder vollständig verwachsen. Die Griffel enden in der Zahl der Fruchtblätter entsprechenden, breiten und konkaven Narben. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie). Es gibt nacht- und tagblühende Arten. Die fleischigen, schwammigen, beerenartigen Früchte sind von den haltbaren Narben gekrönt. Nach der Befruchtung werden die heranreifenden Früchte meist unter Wasser gezogen und reifen unter Wasser aus. Die Samen sind bis zu 5 mm groß. Sie bilden Schwimmsäcke, mit denen sie zunächst an die Wasseroberfläche treiben, wo Wind und Strömung sie zwei bis drei Tage lang ausbreiten können. Danach löst sich der Schwimmsack auf, die Samen sinken auf den Gewässergrund und können dort keimen. [Wikipedia]
Fix und Foxi (abgekürzt FF) ist ein deutsches Comic-Magazin. Seine Titelfiguren wurden von Rolf Kauka geschaffen. Das Heft wurde mit Unterbrechungen zwischen 1953 und 2010 herausgegeben. [Wikipedia]
Johanniskräuter (Hypericum) ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Johanniskrautgewächse (Hypericaceae). Die etwa 500 Arten sind fast weltweit verbreitet. Bekannt ist vor allem das als Antidepressivum medizinisch genutzte Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum). Die Hypericum-Arten gedeihen sowohl als einjährige, mehrjährige und ausdauernde krautige Pflanzen mit Wuchshöhen ab 5 Zentimetern wie auch als Sträucher und kleine Bäume mit Wuchshöhen von bis zu 12 Metern. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind einfach und bei einer Länge von 1 bis 8 Zentimetern eiförmig. Die zwittrigen Blüten sind bei Durchmessern von 0,5 bis 6 Zentimetern radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Es sind je fünf (selten vier) Kelch- und Kronblätter vorhanden. Die vielen, meist 70, selten bis zu 120 Staubblätter sind meist zu drei bis fünf Bündeln zusammengefasst. Es sind selten zwei, meist drei bis fünf freie Griffel vorhanden oder sie sind teilweise bis vollständig untereinander verwachsen. Es wird in der Regel eine scheidewandspaltige (septizide) Kapselfrucht gebildet, die sich nach ihrer Austrocknung öffnet und zahlreiche kleine Samen entlässt; bei einigen wenigen Arten ist die Frucht beerenähnlich fleischig. Die Gattung Hypericum wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum mit Diagnose in Genera Plantarum aufgestellt. Die Gattung Hypericum ist fast weltweit verbreitet. Arten fehlen allein in Wüsten, arktischen Regionen und im tropischen Tiefland. [Wikipedia]
Vergissmeinnicht (Myosotis) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). Sorten einiger Arten werden als Zierpflanzen verwendet. Der volkstümliche Name entstammt vermutlich einer deutschen Sage aus dem Mittelalter, wonach die kleine Pflanze Gott bat, sie nicht zu vergessen. Er findet sich in zahlreiche andere Sprachen übertragen wieder, so als Forget-me-not im Englischen, als Ne m’oubliez pas im Französischen, als (Njesabudka) im Russischen, als Unutmabeni im Türkischen, als Non ti scordar di me im Italienischen, als Förgätmigej im Schwedischen, als µe sµe im Griechischen oder als Wùwàngwo im Chinesischen. Die Vergissmeinnicht-Arten sind einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Die Stängel sind meist verlängert. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kurz flaumig behaart oder kahl. Die wechselständigen Laubblätter sind ganzrandig und meist behaart. Die Blüten stehen meist in gepaarten Wickeln. Sie haben keine oder wenige Hochblätter. Der Blütenstiel ist nach der Blüte verlängert. Die Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppeltem Perianth. Die fünf Kelchblätter sind glocken- oder trichterförmig verwachsen. Der Kelch ist regelmäßig fünfzipfelig und vergrößert sich bei einigen Arten nach der Blütezeit. Die fünfzählige, meist stieltellerförmige, selten glocken- bis trichterförmige Krone ist am Grund verwachsen. Die Kronblätter sind blau bis violett, selten gelb, weiß oder rosa gefärbt und in der Knospenlage einsinnig sich deckend gedreht: Sie zeigen sinistrors-contorte Knospendeckung – im Gegensatz zu den Verhältnissen bei Gedenkemein. Die fünf Schlundschuppen sind kahl, gelb oder weiß. Die fünf Staubblätter ragen wie der Griffel meist nicht aus der Kronröhre hervor. Die Staubbeutel sind eiförmig bis elliptisch.[3] Die Narbe ist kopfig. Die Blüten sind in der Regel zwittrig und homogam. Einige Arten bilden auch rein weibliche, gynodiözisch verteilte Blüten, das heißt, es gibt Pflanzen mit zwittrigen und Pflanzen mit rein weiblichen Blüten. Blütenbestäuber sind Dipteren, Hymenopteren und Schmetterlinge. Selbstbestäubung ist möglich. Viele kleinblütige Arten bilden selbstbefruchtende (autogame) Blüten. Die vier Teilfrüchte der Klausenfrucht sind im Umriss breit lanzettlich bis eiförmig, aufrecht, mehr oder weniger abgeflacht und in der Regel kantig. Die Oberfläche der Teilfrüchte ist glatt und glänzend, von bräunlicher, schwarzer oder selten grünlicher Farbe. Manchmal wird auch ein Elaiosom gebildet. Die Ausbreitung der Teilfrüchte erfolgt durch verschiedene Mechanismen: Der abstehende behaarte Fruchtkelch kann an Tieren anhaften (Epizoochorie), die Arten mit Elaiosomen werden durch Ameisen verbreitet (Myrmekochorie). Selten sind Endozoochorie oder Ausbreitung durch den Wind (Anemochorie). [Wikipedia]












Diese farbenfrohe Briefmarke "Geburtstag (Tortenstück)" gestaltete Regina Kehn. Die Marke gehört zur Serie "Schreibanlässe" und zeigt ein gemaltes Stück Torte mit einer Kerze darauf.
Die Alpen-Distel (Carduus defloratus), auch Berg-Distel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Ringdisteln (Carduus) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Alpen-Distel ist sehr formenreich, besonders die Form der Laubblätter, nach der einige Autoren mehrere Unterarten unterscheiden. Im Gegensatz zu anderen Carduus-Arten hat sie aber nur einzeln stehende Blütenkörbe. Die Alpen-Distel wächst als distelartige, ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 und 50, selten bis zu 90 Zentimetern. Sie bildet ein Rhizom. Der etwas bogig aufsteigende Stängel ist verzweigt. Der untere Stängelabschnitt ist dicht beblättert und bei manchen Formen dornig geflügelt durch herablaufende Laubblätter. Der obere Teil ist jedoch meist blatt- und stachellos sowie ungeflügelt sowie etwas filzig behaart. Die sehr unterschiedlich geformten Laubblätter sind meist kahl, mit wenig verschmälertem Grunde sitzend. Die je nach Unterart harte bis fleischige Blattspreite ist ungeteilt oder fiederteilig, fiederspaltig bis fiederschnittig und buchtig gezähnt. Die Blütezeit reicht von Juni bis August oder September. Jede Verzweigung besitzt höchstens einen endständigen, körbchenförmigen Blütenstand. Die Blütenkörbe weisen einen Durchmesser von 1 bis 3 Zentimetern auf. Während der Anthese sind die Blütenkörbe manchmal nickend, sonst aufrecht. Die Hüllblätter sind abstehend, im Gegensatz zur Knolligen Kratzdistel (Cirsium tuberosum), bei der sie anliegend sind. Je nach Unterart sind die äußeren Hüllblätter an ihrer Basis 1 bis 2,5 Millimeter breit und enden in einem kurzen bis langen Stachel. Die Blütenkörbe enthalten bis zu 200 zwittrige, purpurrote, zweilippige Röhrenblüten. Die Achäne besitzt eine Länge von 3 bis 4,5 Millimetern, eine Breite von 1,2 bis 1,5 Millimetern und eine Dicke von 0,8 bis 1 Millimetern. Der Pappus ist 1 bis 1,5 Zentimeter lang. Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 10, 11 oder 12; es liegt meist Diploidie vor, mit einer Chromosomenzahl von 2n = 18, 20, 22 oder 24. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten und es kommt Selbstbestäubung vor. Der Nektar ist völlig verborgen. Es liegt Proterandrie vor und Carduus defloratus ist selbstkompatibel. Die Bildung der Achänen erfolgt sexuell, amphimiktisch. Die Diaspore ist die Achäne. Carduus defloratus kommt in Mitteleuropa von der Tallage bis in eine Höhenlage von 3000 Metern vor. In Graubünden erreicht die Art 2870 Meter, im Aostatal und im Kanton Wallis 3000 Meter Meereshöhe. In den Allgäuer Alpen steigt die Unterart Carduus defloratus subsp. defloratus am Üntscheller in Bayern bis in eine Höhenlage von 2100 Metern auf. Diese kalkliebende Pflanze ist häufig auf steinigen Rasen sowie auf Schutt- und Felsfluren anzutreffen. [Wikipedia]
Die Madonnen-Lilie, Madonnenlilie, Marienlilie oder Weiße Lilie (Lilium candidum) ist eine Art der Gattung der Lilien (Lilium) in der nach ihr benannten Candidum-Sektion und gehört zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Madonnen-Lilien sind ausdauernde, krautige Pflanzen, die Wuchsgrößen zwischen 50 und 130 Zentimetern erreichen. Die anders als bei anderen Lilien unmittelbar unter der Erdoberfläche sitzende Zwiebel ist breit oval, weiß und hat einen Durchmesser von bis zu 9 Zentimetern, die Schuppen sind zahlreich und breit-eiförmig. Der starke, glatte Stängel ist violett überhaucht, zum Ende hin grüner und am Ansatz 14 Millimeter dick. Die spiralförmig angeordneten, zahlreichen Blätter sind glänzend und unbehaart, lanzettlich, bis zu 8 Zentimeter lang und nach oben hin eiförmig und kürzer werdend. Im Herbst bilden die Pflanzen zur Überwinterung eine bodenständige Rosette aus bis zu 22 Zentimeter lang werdenden, breit-lanzettlichen Laubblättern und gleichzeitig neue Wurzeln aus. Der Blütenstand ist eine Traube aus zwei bis zwölf, selten bis zu zwanzig starkduftenden, trichter- bis schalenförmigen Blüten, die Blütenröhre ist kurz und verbreitert, die grünen Blütenstiele sind um die 40 Millimeter lang. Die Blütenhüllblätter sind linear umgekehrt-lanzettlich, im oberen Drittel stark zurückgebogen, 55 bis 65, selten bis 80 Millimeter lang und 6 bis 13, selten bis 20 Millimeter breit, ihre Oberflächen sind unbehaart und ohne Papillen. Sie sind reinweiß, können am Ansatz wie den Spitzen aber gelb-grün überhaucht sein. Blütezeit ist Mai – Juni. Die weißen Staubfäden sind 45 bis 50 (57) Millimeter lang, die nierenförmigen Staubbeutel 9 bis 11 Millimeter, der Pollen ist goldgelb. Der hellgrüne, keulenförmige Griffel ist 35 bis 50, selten bis 60 Millimeter lang, die Narbe dreigeteilt, fein papillös und hellgrün. Der Fruchtknoten ist rund-zylindrisch, gefurcht und grün. Der Samen keimt sofortig-epigäisch. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24. Madonnen-Lilien sind beheimatet in den östlichen Mittelmeerländern von Griechenland (Makedonien) bis Israel (Galiläa) sowie Syrien und Kreta. Dort besiedeln sie sommers extrem trockene und harte Lehmböden von Meereshöhe bis in montane Stufen. Euro+Med gibt ursprüngliche Fundorte in Europa und im Mittelmeerraum an für Spanien, Sardinien, Albanien, Nordmazedonien, Griechenland, die Türkei und das Gebiet von Israel und Jordanien. Nur wenige Standorte der Madonnen-Lilie gelten als originär wild, die Mehrzahl aller Vorkommen gelten durch die lange Kultur im Mittelmeerraum als naturalisierter Herkunft. Vermutlich entstammt die Madonnen-Lilie den bewaldeten Regionen des östlichen Mittelmeerraums bis nach Syrien, die wenigen erhaltenen wilden Populationen in Makedonien, Israel und dem Libanon markieren dieses Areal grob. [Wikipedia]














Der Leuchtturm Lindau in Lindau im Bodensee ist der einzige Leuchtturm in Bayern. Er ist der südlichste Leuchtturm Deutschlands, allerdings steht im Lindauer Ortsteil Zech (Welt-Icon) nahe der Grenze zu Österreich das südlichste Leuchtfeuer Deutschlands.[1] Er hat eine Gesamthöhe von 36 Meter,[2] eine Plattformhöhe von 33 Metern und am Sockel einen Umfang von 24 Metern. Seine mittlere Feuerhöhe wird mit 35 m angegeben – die Höhe über dem Wasserspiegel variiert jedoch mit dem schwankenden Wasserstand des Sees. Mit 428 m ü. NHN ist die höchste Leuchtfeuerhöhe Deutschlands erreicht. Er ist einer der wenigen Leuchttürme, die eine Uhr in der Fassade besitzen. [Wikipedia]
Die Schokoladen-Kosmee (Cosmos atrosanguineus) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Schokoladen-Kosmee ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 40 bis 60 Zentimetern erreicht. Die Blütezeit reicht von Juli bis September. In den körbchenförmigen Blütenständen gibt es Zungen- und Röhrenblüten. Die Pflanzen stammen weltweit von einem einzigen Klon, der durch vegetative Vermehrung reproduziert wird. Da sie selbststeril sind, können die Pflanzen keine fruchtbaren Samen bilden; sie pflanzen sich durch fleischige Wurzelknollen fort oder werden in Gewebekultur vermehrt. Um die Arterhaltung zu sichern, bewahrt Kew Gardens Bildungsgewebe der Pflanze in Flüssigstickstoff auf. Ihr Duft, der an Zartbitterschokolade erinnert, entfaltet sich bei warmem Sommerwetter in den späten Nachmittagsstunden. Sie wird manchmal als Schokoladenblume bezeichnet, unterscheidet sich aber von der echten Schokoladenblume (Berlandiera lyrata) vor allem durch ihre Blütenfarbe, die von einem dunkelvioletten Braunton bis dunkelrot variiert. Weitere deutsche Trivialnamen für Cosmos atrosanguineus sind Schwarze Kosmee, Duft-Schokoladen-Blume oder, wie alle Arten der Gattung, Kosmee und Schmuckkörbchen. Die Heimat der Kosmee ist Mexiko, der genaue Herkunftsort ist aber nicht bekannt. Wissenschaftler nahmen an, dass diese Pflanzenart aus Zimapán, Hidalgo stammt. Die Kosmee wurde anfangs den Zweizähnen (Bidens) zugeordnet und erstmals 1861 von Karl Eduard Ortgies als Bidens atrosanguineus (Hook.) Ortgies ex Regel beschrieben. William Jackson Hooker stellte sie 1894 in die neue Gattung Cosmos als Cosmos diversifolius var. atrosanguineus Hook. (Basionym). 1835 erhielt William Thompson (1823–1903), Gründer der Samenfirma Thompson & Morgan, Samen aus Mexiko und begann sie in seiner Gärtnerei in Ipswich in Großbritannien zu vermehren. Er überließ Joseph Hooker in Kew Gardens einige Samen. Lange Zeit wurde vermut, dass die Art seit 1902 in der Wildnis ausgestorben ist. Eine 2017 veröffentlichte Studie kam jedoch zu dem Ergebnis, dass die Pflanze in den Höhenlagen von 1,800–2,450 m in den Bundesstaaten Guanajuato, Querétaro und San Luis Potosí noch ziemlich häufig vorkommt. 1986 begonnene Forschungsarbeiten durch den Botaniker Aarón Rodríguez führten 2007 zur Wiederentdeckung der Art. Alle kultivierten Pflanzen entstammen Ablegern aus Kew Gardens. 2010 wurden in Neuseeland kultivierte fruchtbare Exemplare dieser Pflanze entdeckt, die es erlauben, Kreuzungen und neue Sorten zu züchten. Die Schokoladen-Kosmee benötigt sonnige Standorte. Die Knolle ist frostempfindlich, sie muss im Herbst aus dem Boden genommen und kühl gelagert werden. Im folgenden Frühjahr kann sie wieder ausgepflanzt werden. Die Vermehrung erfolgt über Wurzelschnitte. [Wikipedia]
Die Fuchsien (Fuchsia) sind eine artenreiche Gattung in der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae). Zu dieser Gattung gehören derzeit 107 Arten und etwa 12.000 Sorten, von denen die meisten aus den Bergwäldern Mittel- und Südamerikas stammen. Einige wenige Arten kommen auf Tahiti und in Neuseeland vor. In Europa sind Fuchsien seit dem frühen 18. Jahrhundert bekannt. Im 19. Jahrhundert wurden sie zu einer begehrten Zierpflanze und werden bis heute in Mitteleuropa häufig als Kübelpflanze, Balkonpflanze oder Gartenstaude gepflegt. In klimatisch begünstigteren Regionen sind sie eine weit verbreitete Zierpflanze. Benannt sind sie nach dem deutschen Mediziner und Botaniker Leonhart Fuchs (1501–1566). Fuchsien-Arten sind meist laubabwerfende bis immergrüne, verholzende Pflanzen, Halbsträucher, Sträucher und Bäume. Verschiedene Fuchsienarten unterscheiden sich in ihrem Erscheinungsbild sehr stark voneinander. Zur Gattung gehören niedrig wachsende Arten wie etwa Fuchsia procumbens, die nur wenige Zentimeter hoch wird und in Mitteleuropa gelegentlich in Steingärten kultiviert wird, genauso wie Fuchsia excorticata, die zu einem Baum heranwächst und eine Wuchshöhe bis über 10 Metern erreicht. Die Mehrzahl der Arten sind jedoch Sträucher, die je nach Art unterschiedlich dicht verzweigt sind. Einige wenige Arten wachsen auch rankend an anderen größeren Pflanzen empor. Fuchsia tunariensis wächst sogar als Epiphyt auf Baumzweigen oder an Felsen (Lithophyt). Sie zeichnet sich durch knollige Wurzeln aus. Die einfachen, meist wechsel- seltener gegenständigen bis wirteligen Laubblätter sind mehrheitlich gestielt und weisen einen schwach bis mittel gezähnten, teils drüsigen Blattrand auf. Die kleinen Nebenblätter sind meist abfallend. Fuchsien-Blüte: die leuchtend roten Kelchblätter sind zurückgebogen. Die Kronblätter sind von purpurner Farbe. Die Pflanzen können zwittrig, diözisch oder gynodiözisch sowie selten auch polygam oder subdiözisch sein. Die Blüten erscheinen einzeln oder in traubigen oder rispigen Blütenständen. Die zwittrigen oder funktionell eingeschlechtlichen, vierzähligen Blüten der Fuchsien befinden sich am Ende von Blütenstielen. Die Farbe des Blütenstiels ist abhängig von der Art und kann rot oder grün sein. Auch der unterständige Fruchtknoten, der am Ende des Stiels sitzt, kann rot oder grün gefärbt sein. Er besteht aus vier Kammern, die die Samenanlagen beinhalten. An den Fruchtknoten schließt der sogenannte "Tubus" an, der oft nicht ganz exakt als Kelchröhre bezeichnet wird. Es ist jedoch die röhrenförmig verlängerte Blütenachse, die häufig auch kronblattartig gefärbt ist und auch Hypanthium genannt wird, sie ist nicht beständig an der Frucht. [Wikipedia]
Die Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera) ist eine spätblühende Art aus der Gattung der Ragwurzen (Ophrys) der Familie der Orchideen (Orchidaceae). Um auf die besondere Gefährdung dieser Art aufmerksam zu machen, wurde die Bienen-Ragwurz vom Arbeitskreis Heimische Orchideen zur Orchidee des Jahres 1995 gewählt. Sie ist auch Heimlichtuer des Jahres 2025. Die Bienen-Ragwurz ist ein ausdauernder, krautig wachsender Knollengeophyt, der Wuchshöhen von 20 bis 50 cm erreicht. Zur Blütezeit hat die Pflanze 2 unterirdische, kugelige Knollen und Nebenwurzeln. Aus der jüngeren Tochterknolle entwickeln sich im Herbst ein bis mehrere oberirdische Laubblätter, die überwintern. Zwei bis vier Laubblätter sind in einer Rosette angeordnet und 3 bis 8 Zentimeter lang und 1 bis 2 Zentimeter breit sind. Die Grundfarbe der Blätter ist grün mit silbrigem "Schimmer". Die Blattrosette treibt bereits im frühen Herbst aus. Weiter oben folgen am Stängel 2 bis 4 scheidige Stängelblätter, deren oberstes 2,5 bis 8 Zentimeter lang ist und den Blütenstand nicht erreicht. Die Blütenstände sind lockerblütige Ähren mit drei bis zehn Blüten. Die Tragblätter sind hellgrün, krautig, einwärts gerollt; die unteren sind länger als die Blüten, die oberen etwa gleich lang. Die Kelchblätter sind hell bis kräftig rosa gefärbt und bei vollständig geöffneter Blüte meist weit zurückgeschlagen. Die Kronblätter sind grün bis rosa, oft behaart und 3 bis 8 mm lang. Die Lippe ist ausgebreitet dreilappig und 10 bis 15 mm lang. Die Mittellappen sind dunkelbraun, das Basalfeld ist hellbraun. Das Mal ist gräulichblau mit hellem Rand, umgreift das Basalfeld mehr oder weniger. Das Anhängsel ist sehr groß, von vorn aber in der Regel nicht sichtbar, da sich der Rand des Mittellappens nach hinten umschlägt. Die Seitenlappen besitzen große, behaarte Höcker. Die Früchte sind aufrecht, zylindrisch mit deutlichen Blütenresten, 20 bis 28 Millimeter lang und 6 bis 7 Millimeter dick. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36. Die Blüten der Bienen-Ragwurz werden nur selten von Insekten fremdbestäubt. In der Regel kommt es zur Selbstbestäubung. Dabei krümmen sich die Pollinienstiele nach unten und bringen so die Pollinien mit der Narbe in Berührung. Dies ist bei den Orchideen sehr selten, denn meist beruht hier die Fortpflanzung auf Fremdbestäubung. Sie kommt vor in basenreichen Trockenrasen und Magerrasen, auch in lichten Laub- und Nadelwäldern. Sie bevorzugt nicht allzu trockene Standorte. Sie ist eine Charakterart des Verbands Mesobromion, kommt aber auch in Gesellschaften der Verbände Erico-Pinion oder Quercion pubescentis vor. Sie kommt vor in klimatisch begünstigten Gebieten in Europa, Nordafrika, Vorderasien und Kaukasien. In Europa kommt sie in den meisten Ländern vor und fehlt nur im Norden und Osten. [Wikipedia]
















Das Tausendgüldenkraut (Centaurium) ist eine Pflanzengattung in der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae). Seltener wird es unter anderem Hundert- und Tausendguldenkraut (vor allem in Österreich), Bitterkraut, Fieberkraut, Gottesgnadenkraut, Laurinkraut oder Sanktorinkraut genannt. Die früher 50 Arten wurden in vier Gattungen aufgeteilt und so enthält die nach der Art „Tausendgüldenkraut“ benannte Gattung Centaurium seit 2004 nur noch etwa 20 Arten, die hauptsächlich im Mittelmeerraum vorkommen. Centaurium-Arten wachsen als ein-, zweijährige bis ausdauernde krautigen Pflanzen. Die undeutlich vierkantigen Stängel sind einfach oder verzweigt und selbständig aufrecht bis niederliegend. Die Laubblätter sind haltbar oder zur Fruchtreife verwelkend in grundständigen Rosetten und kreuzgegenständig am Stängel verteilt angeordnet. Grundblätter bilden bei den meisten Arten eine Rosette, die ganzrandigen Blätter am hohlen Stängel sind stets kreuzgegenständig. In lockeren bis dichten zymösen oder ährigen, manchmal kopfigen Blütenständen stehen die Blüten zusammen; die Verzweigungen sind manchmal pseudodichotom. Es ist oft kein Blütenstiel erkennbar. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und selten vier-, meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die meist fünf gekeilten oder kantigen Kelchblätter sind nur an ihrer Basis eng verwachsen und enden mehr oder weniger spitz. Die meist fünf Kronblätter sind röhrig, stielteller- bis trichterförmig verwachsen. Die Kronlappen sind kürzer als die Kronröhre. Die Farben der Kronblätter reichen von weiß über rosa- und purpurfarben bis blau und gelb. Die vom Schlund der Krone ausgehenden Staubfäden sind dünn und die Antheren anfangs aufrecht, später spiralig gedreht. Der oberständige Fruchtknoten ist ein- bis teilweise zweikammerig. Der linealische Griffel ist im obersten Bereich zweiästig und endet in zwei kopfigen Narben. [Wikipedia]
Die Elbe (niederdeutsch Elv, tschechisch Labe, lateinisch Albis) ist ein mitteleuropäischer Strom, der in Tschechien entspringt, durch Deutschland fließt und in die Nordsee mündet. Sie entwässert unter anderem einen großen Teil Ostdeutschlands sowie nahezu das ganze von Mittelgebirgen umschlossene Böhmen. Zu den bekanntesten Gewässern ihres Einzugsgebietes gehören die Moldau, die Mulde, die Saale, die Havel mit der Spree und die Elde mit der Müritz. Im Oberlauf durch die Mittelgebirge geprägt, folgt sie im weiteren Verlauf zwei Urstromtälern des Norddeutschen Tieflandes. Gemessen an der Größe ihres Einzugsgebietes von 148.300 km² liegt die Elbe für Mitteleuropa gemäß Liste der Flüsse in Europa an vierter Stelle, hinter der Donau, der Weichsel und dem Rhein und gefolgt von Oder und Memel. [Wikipedia]
Die Pfingstrosen (Paeonia), auch Päonien genannt, sind die einzige Pflanzengattung der Familie der Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae). Diese Gattung umfasst 32 Arten. Die bekanntesten Sorten sind Stauden, also ausdauernde krautige Pflanzen, deren oberirdische Sprosse im Winter absterben; daneben gibt es auch verholzende Arten und Sorten, die meistens als Halbsträucher, seltener als Sträucher wachsen. Ausgangsformen der Kultursorten sind fast immer gärtnerische Züchtungen der Gemeinen Pfingstrose und der Milchweißen Pfingstrose. Wenige Gartenformen basieren dagegen auf interspezifischen Hybriden. Pfingstrosen-Arten sind zumeist ausdauernde krautige Pflanzen, seltener verholzende Halbsträucher, oder kleinere Sträucher. Die kleine Gruppe halbstrauchiger chinesischer Arten, bekannt als „Strauch-“ oder „Baum-Päonien“ bilden bis etwa 2,5 Meter lange Sprossachsen, die verholzen. Alle Paeonia-Arten und -Sorten sind sommergrün. Sie bilden als Überdauerungsorgane langlebige, ziemlich holzige Rhizome mit verdickten Wurzeln. Die Keimung der Samen erfolgt hypogäisch. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind zumeist relativ groß und in Blattstiel sowie -spreite gegliedert. Die zusammengesetzte Blattspreite ist mit Ausnahme der vorhergehend genannten beiden Arten zumeist doppelt dreizählig. Die Zahl der Abschnitte der unteren Blätter variieren bei den staudigen Arten zwischen 9 (Paeonia daurica), 10 bis 22 (Paeonia mascula), 78 bis 91 (Paeonia intermedia) und 134 bis 340 (Paeonia tenuifolia). Bei Paeonia intermedia und Paeonia tenuifolia sind die Blätter dabei federartig mit zahlreichen linealischen Blattabschnitten. Die Blattfiedern besitzen normalerweise einen gezähnten Rand oder sind gelappt. Nebenblätter fehlen. Die endständigen Blüten stehen über ein bis sechs Hochblättern (Brakteen). Die Blüten sind groß und sehen Rosenblüten etwas ähnlich. Die zwittrigen Blüten variieren stark in der Anzahl ihrer Blütenorgane. Es sind zwei bis neun Kelchblätter und vier bis dreizehn Kronblätter vorhanden. Die Kronblätter besitzen meist Rosa- oder Rottöne, es existieren jedoch auch Arten mit weißen und gelben Kronblättern. In der Mitte der Blüte befinden sich viele (bis zu 230), zentrifugal vermehrte, kurze Staubblätter. Die Staubblätter verdecken beinahe die zwei bis fünf (bis acht) großen, freien Fruchtblätter, welche am Grunde eine als Nektarium dienende Scheibe, den „Diskus“, bilden. Die Blüten der Pfingstrosen verbreiten einen intensiven Duft. Die Sorten der Strauch- und Baumpäonien tragen die größten und prächtigsten Blüten aller Pfingstrosen. Sie sind zumeist gefüllt, manchmal bis über 20 Zentimeter groß und besitzen gerüschte oder gekräuselte Kronblätter. Es werden Sammelbalgfrüchte gebildet. Die dunklen Samen sind relativ groß mit einem Durchmesser von bis zu 1,3 Zentimetern. [Wikipedia]
Die Kugel-Primel (Primula denticulata) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Primeln (Primula). Sie ist in Asien beheimatet. Die Kugel-Primel wächst als ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen bis 30 Zentimeter erreicht. Die in einer grundständigen Blattrosette angeordneten Laubblätter besitzen einen breit geflügelten Blattstiel, der sich undeutlich von der Blattspreite abgrenzt bis fast so lang wie die Blattspreite ist. Die einfache, längliche oder verkehrt-lanzettliche Blattspreite besitzt anfangs eine Länge von 3 bis 15 cm und verlängert sich bis zur Fruchtreife auf eine Länge von bis zu 20 cm sowie eine Breite von meist 1,5 bis 4 cm. Die Spreitenbasis verschmälert sich zum Blattstiel hin, das obere Ende ist gerundet oder stumpf und der Blattrand ist gezähnt. Die Blattunterseite ist entlang der Blattadern flaumig behaart oder fast kahl und manchmal zur Fruchtreife weiß oder gelb bemehlt. Die Blattoberseite ist flaumig behaart oder kahl. Der flaumig behaarte oder kahle Blütenstandsschaft ist während der Blütezeit 5 bis 30 cm hoch und verlängert sich bis zur Fruchtreife auf bis zu 45 cm; die obere Hälfte kann bemehlt sein. Der kugelige, kopfige, doldige Blütenstand enthält viele Blüten. Die vielen sich an ihrer Basis überlappenden Tragblätter sind bei einer Länge von 5 bis 10 mm lanzettlich und leicht gewölbt. Der Blütenstiel weist eine Länge von 1 bis 5 mm auf. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Endblüten des Blütenstandes öffnen sich und sind fertil. Die fünf 5 bis 10 mm langen Kelchblätter sind bis höchstens der Hälfte ihrer Länge schmal glockig verwachsen. Die fünf oft purpurfarben getönten Kelchzähne sind länglich-lanzettlich und bemehlt oder besitzen winzige Drüsen und sind bewimpert. Die fünf rosa-purpurfarbenen, purpurfarbenen bis blauen oder selten weißen Kronblätter sind zu einer 0,8 bis 1,2 cm langen Kronröhre verwachsen. Der Kronschlund besitzt einen Durchmesser 1 bis 2 cm und ein gelbes Auge. Die fünf verkehrt-eiförmigen Kronlappen sind tief ausgerandet. Der Fruchtknoten ist oberständig. Es liegt Heterostylie vor. Es ist nur der innere Kreis mit meist fünf Staubblättern vorhanden. Es gibt etwa gleich viele Individuen mit 1,5 bis 2 mm langem Griffel und etwa 6 mm über der Basis der Kronröhre inserierten Staubblättern, wie solchen mit 6 bis 7 mm langem Griffel und etwa 3 mm über der Basis der Kronröhre inserierten Staubblättern. Die Blütezeit reicht von März bis April. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (Entomophilie). Die fast kugelige Kapselfrucht ist kürzer als der Kelch und enthält viele Samen. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32, 34 oder 44. [Wikipedia]
Die Feder-Nelke[1] (Dianthus plumarius) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nelken (Dianthus) innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Die Feder-Nelke ist eine krautige, ausdauernde Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 30, selten 40 Zentimetern. Sie ist polsterbildend. Die Stängel sind annähernd vierkantig und blau-grün bereift. Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet. Die Blattscheide ist etwa 2 Millimeter lang. Die einfache Blattspreite ist bei einer Breite von 1 bis 3,5 Millimetern linealisch-lanzettlich mit spitzem oder stumpfem oberen Ende und dreinervig. Das oberste Blattpaar ist schuppenförmig, kann aber auch kurz und starr aufrecht sein. Die Blütezeit reicht von April bis Juli. Die Blüten stehen einzeln oder zu zweit, selten stehen bis zu fünft an einem Stängel. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Es sind meist vier, selten zwei bis sechs Außenkelchblätter vorhanden; diese sind kurz stachelspitzig, verkehrt-eiförmig, hautrandig und ein Viertel bis halb so lang wie der Kelch. Der Kelch ist 17 bis 30 Millimeter lang, dabei vier- bis fünfmal so lang wie breit und annähernd von zylindrischer Form. Die Kelchzähne sind lanzettlich bis eiförmig mit stumpfem oder zugespitztem Ende und haben einen breiten Hautrand. Die Kronblätter sind weiß oder rosafarben bis rot und ungefleckt. Die 12 bis 18 Millimeter lange Platte ist bis zur Mitte unregelmäßig zerschlitzt und am Grund die Platte etwas gebärtet. Der Nagel trägt drei angedrückte Leisten. Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 15; es liegt bei der Nominatform meist Diploidie mit einer Chromosomenzahl von 2n = 30 vor. Bei der Feder-Nelke handelt es sich um einen Chamaephyten bis Hemikryptophyten. Es liegt Proterandrie vor. Blütenökologisch handelt es sich um nektarführende Stieltellerblumen. Die Bestäubung erfolgt durch Schmetterlinge (Lepidopterophilie). In Österreich und Ungarn ist sie heimisch, in Deutschland, wo sie als Zierpflanze gehalten wird, kommt sie nur aus Gärten verwildert vor. Standorte der Feder-Nelke gibt es in den Ostalpen, vor allem in den Nördlichen Kalkalpen, seltener in den kristallinen Zentralalpen. In Ungarn ist ihr Lebensraum auf die Dolomitmagerrasen in den Bergen nordwestlich von Budapest beschränkt. Die Feder-Nelke gedeiht nur über Kalk, ist also kalkstet. Sie kommt in der montanen bis subalpinen Höhenstufe bis zu einer Höhenlage von 2200 Metern vor. Sie ist vor allem in Alpen-Pestwurz-Fluren zu finden. [Wikipedia]
Die Akeleien (Aquilegia) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Die 70 bis 75 Arten sind hauptsächlich in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet. Sorten einiger Aquilegia-Arten werden als Zierpflanzen verwendet. Akelei-Arten sind mehrjährige (meist drei- bis fünfjährige) bis ausdauernde krautige Pflanzen. Das reich verzweigte Wurzelsystem bildet schlanke, leicht verholzende Rhizome mit bleibender Pfahlwurzel als Überdauerungsorgan. Mit der Zeit erweitert sich die Pflanze um die Hypokotyl-Region oberhalb des Wurzelhalses in Form einer verdickten Sprossbasis oder Kormus, der an oder unterhalb der Bodenoberfläche bleibt. Diese Struktur hilft der Sprossachse bei der Überwinterung. Mit beständigem Wachstum über mehrere Saisonen hinweg, bilden sich neben der primären Blattkrone Seitenknospen, die neue Wachstumsachsen formen. An einer Pflanze stehen mehrere aufrechte, meist verzweigte Stängel zusammen. Die Sämlinge besitzen zwei Keimblätter (Kotyledonen). Die Laubblätter stehen in grundständigen Blattrosetten zusammen. Zusätzlich sind etwas kleinere Blätter wechselständig und spiralig am Stängel verteilt. Diese können jedoch als Anpassung an trockenere Habitate oder Hochgebirgsstandorte auch ganz fehlen. Die Laubblätter sind in einen langen Blattstiel und eine Blattspreite gegliedert. Die ein- bis dreifach dreiteilig gefiederten Blattspreiten bestehen aus gelappten bis geteilten Fiederblättchen. Der Rand der Fiederblättchen ist gekerbt. Zwei Innovationen der Gattung sowie naher verwandter der Hahnenfußgewächse sind durch die fünforganigen Blüten gegeben. Dabei sind die Entwicklung von Staminodien sowie der Nektarsporne evolutionsgeschichtlich neuere Entwicklungen. Mit dem Übergang zum Blühen transformiert sich das apikale Meristem zu einem Blütenstand. Die Blüten stehen endständig, manchmal einzeln, aber meist in zwei bis zehn zymösen oder doldigen monochasialen oder dichasilen Blütenständen zusammen, mit laubblattähnlichen Hochblättern. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen Blüten besitzen fünf Blattorgane und sind auch in fünfwirtligen Blüten geordnet. Im ersten Wirtel stehen die kronblattartigen Kelchblätter (Sepalen), die beim Anlocken von Bestäubern eine hervorstehende Funktion besitzen. Im zweiten Wirtel sind die durch einen rückwärts gerichteten Nektarsporn stark differenzierten Kronblätter (Petalen) angeordnet, die im Sporn Nektarien enthalten. Die Länge dieser Sporne variiert enorm von 9 bis 15 Zentimeter bei Aquilegia longissima und der spornlosen Aquilegia ecalcarata. Die Arten variieren aber auch in der Länge der Kronblattspreite und der Kurvatur des Sporns. Die Farben der Blütenhüllblätter reichen von weiß bis blau und gelb bis rot. Die fünf freien, kurz genagelten Kelchblätter sind ausgebreitet und 0,7 bis 5,1 Zentimeter lang. [Wikipedia]
Purpurglöckchen (Heuchera) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae). Die etwa 37 Arten sind in Nordamerika von Kanada bis Mexiko verbreitet. Heuchera-Arten sind meist immergrüne, ausdauernde, krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 3 bis 145 cm erreichen und horstartig wachsen. Sie bilden meist unterirdische, gedrungene, oft verzweigte Rhizome, die mit Schuppen besetzt sind. Einige Arten bilden Ausläufer (Stolonen). Viele oberirdische Pflanzenteile besitzen Haare, die in mehrzelligen Drüsen enden (Trichome). Alle oder die meisten Laubblätter stehen in einer grundständigen Rosette zusammen. Die aufsteigenden oder aufrechten Stängel sind unbeblättert oder besitzen bei Heuchera alba, Heuchera americana, Heuchera bracteata, Heuchera caroliniana, Heuchera longiflora, Heuchera pubescens ein bis fünf wechselständige Laubblätter. Die Laubblätter sind in lange Blattstiele und Blattspreite gegliedert. Die grünen oder bei manchen Sorten bronze- bis purpurfarben überhauchten Blattspreiten sind rundlich bis länglich, ei-, nieren-, herz- oder handförmig, dann drei- bis neunlappig. Die fiedernervigen Blattflächen sind glatt bis drüsig behaart und bei Heuchera maxima, Heuchera micrantha, Heuchera parishii, Heuchera parviflora, Heuchera pilosissima klebrig. Der Blattrand ist gekerbt, gezähnt bis gesägt, manchmal mit einfachen oder drüsigen Wimpern. Nebenblätter sind vorhanden. In verzweigten, lockeren, schirmtraubigen Gesamtblütenständen aus unterschiedlich aufgebauten Teilblütenständen stehen 100 bis 1000 Blüten und Tragblätter zusammen. In den Teilblütenständen stehen über laubblattartigen bis schuppenförmigen Deckblättern über Blütenstielen die Blüten. Die zwittrigen, fünfzähligen Blüten sind radiärsymmetrisch bis zygomorph, fünfzählig und meist glockenförmig mit doppelten Perianth. Der grüne, weiße, cremefarbene bis gelbe oder rosa-, purpurfarben bis rote Blütenbecher (Hypanthium) ist meist auf ein Viertel bis die Hälfte mit dem Fruchtknoten verwachsen; der freie Bereich ist 0,1 bis 7 mm lang, er verlängert sich bis zur Fruchtreife. Die fünf (bei Heuchera eastwoodiae sechs) meist ungleichen, grünen, weißen, cremefarbenen bis gelben oder rosa-, purpurfarbenen bis roten, oft grün oder rot gemusterten Kelchblätter sind verwachsen. Es sind meist fünf freie, genagelte, grüne, weiße, cremefarbene bis gelbe oder rosa-, purpurfarbene bis rote Kronblätter vorhanden, bei manchen Arten sind sie nur klein oder fehlen meist bei Heuchera chlorantha, Heuchera cylindrica, Heuchera eastwoodiae. Es ist nur ein (der äußere) Kreis mit fünf (bei Heuchera eastwoodiae sechs) Staubblättern vorhanden. Die Staubbeutel sind meist orangefarben oder gelb. Zwei Fruchtblätter sind zu einem halbunterständigen, einkammerigen Fruchtknoten vollständig verwachsen. Die Plazentation ist parietal. [Wikipedia]
Der Türkenbund (Lilium martagon), auch Türkenbund-Lilie, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Lilien (Lilium) in der nach ihr benannten Martagon-Sektion. Durch ihre auffällig geformten Blüten und große Wuchshöhe gilt sie als eine der stattlichsten in Europa heimischen Lilien. Der Türkenbund ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 30 und 150 Zentimetern, selten bis 200 Zentimeter, erreicht. Die ovale Zwiebel kann bis acht Zentimeter Durchmesser erreichen und besteht aus vielen gelben taillierten Schuppen. Sie zeichnet sich wie viele Geophyten durch Zugwurzeln aus, die dafür sorgen, dass die Zwiebel in ausreichender Bodentiefe bleibt. Der einfache, kräftige Stängel ist rund und meist rotfleckig. Der Stängel ist besonders unten dichter beblättert. In der Stängelmitte stehen die Blätter in vier bis acht Scheinquirlen aus acht bis vierzehn Blättern, die von unten nach oben kleiner werden, sonst sind diese wechselständig angeordnet. Die lanzettlichen Laubblätter werden etwa 15 Zentimeter lang und 5 Zentimeter breit. Sie sind glattrandig und kahl. Zwischen Juni und August erscheinen in einem rispigen Blütenstand bis zu sechzehn duftende, nickende Blüten. In freien Lagen, etwa auf sonnigen Bergwiesen, kann eine Pflanze jedoch auch bis zu zwanzig Blüten entwickeln. Die zwittrigen, dreizähligen Blüten haben sechs nach unten und außen gebogene, gleichgeformte Blütenhüllblätter (Tepalen). Die Tepalen sind dabei so stark nach außen und rückwärts gebogen, dass ihre Spitzen am Stiel aufeinander treffen, wodurch sich die typische Turbanform ergibt. Die Blüten sind meist fleischrosa, manchmal auch trübviolett bis hell braunrot. Nur sehr selten sind sie weiß. Die linearen bis länglich-runden Blütenhüllblätter sind 30 bis 45 Millimeter lang und 6 bis 10 Millimeter breit und haben eine in der Regel dunkle Punktierung in unterschiedlichen Größen von kleinsten Sprenkeln bis hin zu großen Flecken. Das Perigon als Ganzes hat einen Durchmesser von etwa drei bis sechs Zentimeter. Der stets von der Blütenstandsachse weggebogene, 18 bis 20 Millimeter lange Griffel und die sechs 18 bis 22 Millimeter langen Staubblätter mit roten, 6 bis 11 Millimeter langen Staubbeuteln ragen weit aus der Blüte hervor. Die Pollen sind rotorange. Die Früchte sind dreifächrige Kapseln, die etwa ab September reifen und pro Frucht bis zu 100 Samen enthalten können. Die Pflanze verbreitet die Samen als Schüttelstreuer (Windstreuer und Tierstreuer). Die flachen Samen sind geflügelt, wodurch sie sich zusätzlich als sogenannte Scheibenflieger ausbreiten können. Bei Nässe ist überdies eine Wasserhaftausbreitung möglich. Die Samen sind Dunkelkeimer und keimen verzögert-hypogäisch. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24. [Wikipedia]








Die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Fritillaria in der Familie der Liliengewächse (Liliaceae). Sie wird als Zierpflanze genutzt und ist in Mitteleuropa seit spätestens 1573 in Kultur. Die Kaiserkrone ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 150 Zentimetern erreicht. Dieser Geophyt bildet Zwiebeln als Überdauerungsorgane aus. Die Zwiebeln verströmen einen auffallend strengen Geruch, der nach Meinung vieler Hobbygärtner Wühlmäuse abschreckt. Der Stängel ist beblättert. Die einfachen Laubblätter sind lanzettlich und parallelnervig. Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Oberhalb der Blüten ist ein Laubblattschopf vorhanden. Drei bis sechs (selten bis acht) Blüten bilden einen Scheinquirl. Die hängenden, zwittrigen Blüten sind dreizählig und weisen einen Fuchsgeruch auf. Innen befindet sich eine perlmuttfarbige Nektardrüse mit einem Durchmesser von 5 Millimetern. Die sechs gleichgestaltigen, hell- bis dunkelorangefarbenen oder gelben Blütenhüllblätter sind 40 bis 55 (selten bis 60) Millimeter lang. Es sind sechs freie Staubblätter vorhanden. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24. Die Kaiserkrone kommt in der südöstlichen Türkei, im nördlichen Irak, im westlichen sowie südlichen Iran, in Afghanistan, in Pakistan und in Kaschmir vor. Sie besiedelt hier steinige Hänge und Gebüsche in Höhenlagen von 1250 bis 3000 Metern. [Wikipedia]
Das Motiv der Briefmarke "100 Jahre Möhnetalsperre" wurde von Gerda M. Neumann und Horst F. Neumann gestaltet. Die Möhnetalsperre gehört zu den größten Talsperren in Deutschland und ist nach der Seeoberfläche die größte in Nordrhein-Westfalen (siehe Liste). Im Naturpark Arnsberger Wald, zwischen Soest im Norden und Arnsberg im Süden, staut sie seit 1913 mit einer Gewichtsstaumauer die Flüsse Möhne und Heve zum Möhnesee. Dieser erstreckt sich südlich des Haarstrangs in Ost-West-Richtung durch die nach ihm benannte Gemeinde und besitzt unterhalb der Sperrmauer einen Ausgleichsweiher für das Wasserkraftwerk. Der Ruhrverband als heutiger Eigentümer und Betreiber der Talsperre hat im Sauerland sieben weitere Talsperren, mit denen im Wesentlichen die Stabilisierung und Erhöhung der Niedrigwasserführung der Ruhr vorgenommen wird. [Wikipedia]






Die Kuhschellen oder Küchenschellen (Pulsatilla) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Ihre Arten blühen alle im Frühjahr und sie sind auf der Nordhalbkugel in Eurasien und Nordamerika weitverbreitet. Kuhschellen-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Sie bilden aufrechte Rhizome als Überdauerungsorgane. Blätter und Stängel sind meist lang, weich, silbergrau behaart. Die in grundständigen Rosetten zusammenstehenden Laubblätter sind in lang Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist ein- bis mehrfach gefiedert oder gefingert, mit fiederspaltigen bis fiederschnittigen Fiederblättchen. Am Blütenstandsschaft befindet sich ein Quirl aus drei in unterschiedlichem Ausmaß reduzierten und am Grund meist miteinander verwachsenen Blättern, die eine glockenförmige Hülle bilden. Die Blüten stehen einzeln am Ende des Stängels. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Die weiße, rosa, violette oder rote Blütenhülle besteht aus zwei untereinander nicht sehr verschiedenen Kreisen aus jeweils drei Blütenhüllblättern, die außen meist dicht zottig behaart sind. Die Form der Blüte ähnelt oft einem Glöckchen oder auch einer Kuhschelle. Die Verkleinerungsform Kühchen hat zur Bezeichnung Küchen-Schelle geführt. Der botanische Name stammt ebenfalls von der glockigen Blütenform (lateinisch pulsare für "schlagen", "läuten"). Es sind viele gelb oder purpur gefärbte, freie Staubblätter vorhanden und außer bei Pulsatilla kostyczewii eine Reihe Staminodien (staminodialen Nektarien). Die zahlreichen, nicht miteinander verwachsenen Fruchtblätter besitzen jeweils nur eine Samenanlage. Die langen Griffel sind federförmig und vergrößern sich bis zur Fruchtreife. In einem kugeligen Fruchtstand stehen viele, kleine, spindelförmige Nüsschen ("Achänen") zusammen. Die Nüsschen entwickeln sich jeweils aus einem freien Fruchtblatt, an denen der Griffel, stark verlängert und zottig behaart, einen Federschweif bildet. Die Früchte der Kuhschellen sind Federschweifflieger und bohren sich mit scharfen Spitzen durch hygroskopische Bewegungen tief in den Boden ein. [Wikipedia]
Joseph von Fraunhofer, seit 1824 Ritter von Fraunhofer, (* 6. März 1787 in Straubing; † 7. Juni 1826 in München) war ein deutscher Optiker und Instrumentenbauer in Benediktbeuern und München. Er begründete am Anfang des 19. Jahrhunderts den wissenschaftlichen Fernrohrbau. Ein farbreiner Objektivtyp, das Fraunhofer-Objektiv, wurde nach ihm benannt. Seine hervorragendste Leistung besteht in der Verbindung von exakter wissenschaftlicher Arbeit und deren praktischer Anwendung für neue innovative Produkte. Mit dieser Denkweise wurde der Autodidakt Joseph von Fraunhofer zum Vorbild und Namensgeber der heutigen Fraunhofer-Gesellschaft.[Wikipedia]
Die Prachtkerze (Oenothera lindheimeri (Engelm. & A.Gray) W.L.Wagner & Hoch, Syn.: Gaura lindheimeri Engelm. & A.Gray), auch wie einige andere Pflanzenarten Präriekerze genannt, ist eine Pflanzenart, die seit 2007 zur Gattung der Nachtkerzen (Oenothera) innerhalb der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) gehört. Sie kommt im südlichen Nordamerika nur in der Grenzregion zwischen den südlichen USA und dem nördlichen Mexiko vor. Die Prachtkerze wächst als horstbildende, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 50 bis 150 Zentimetern. Die aufrechten bis gebogenen, schwach verzweigten Stängel sind mit gebogenen Trichomen rau behaart. Die einfachen Laubblätter sind bei einer Länge von 0,5 bis 9 Zentimetern sowie einer Breite von 5 bis 15 Millimetern meist schmal-elliptisch oder seltener spatelförmig mit breit-spitzem bis zugespitztem oberen Enden und spärlich und winzig gezähnten sowie gewellten Blatträndern. Die Blütezeit erstreckt sich vom Frühjahr bis zum ersten Frost. Der einfache bis stark verzweigte traubige Blütenstand ist mit einer Länge von etwa 80 Zentimetern und einem Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern relativ lang und schmal; die vielen Blüten öffnen sich nacheinander während der Morgendämmerung. Die zwittrige Blüte ist schwach zygomorph und vierzählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Die vier bei der Naturform während der Anthese weißen Kronblätter sind 1 bis 1,2 Zentimeter lang. Die Blüten sind als Knospen rosafarben, nach dem Öffnung der Blüten am Morgen sind die Kronblätter weiß und gegen Abend, kurz vor dem Verblühen, schwach rosafarben überhaucht. Die Blüten sollen nach Katzenurin riechen. Es sind zwei Kreise mit je vier Staubblättern vorhanden. Die Staubbeutel sind rötlich-braun. Die Staubblätter und der Griffel befinden sich im unteren Bereich der Blüte. Die Kapselfrucht ist bei einer Länge von meist 6 bis 8 Millimetern sowie einem Durchmesser von 2 bis 3 Millimetern ellipsoid und deutlich vierkantig. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14. Die Prachtkerze ist im südlichen Nordamerika in der Grenzregion zwischen den USA und Mexiko beheimatet. Sie kommt in den USA vom südöstlichen Texas bis zum südwestlichen Louisiana vor. Dort wächst sie in Prärien, offenen Kiefernwäldern und an Rändern von Teichen. Die Prachtkerze ist in einigen Gebieten der Welt ein Neophyt, beispielsweise Belgien, Frankreich sowie China. Die Erstbeschreibung unter dem Namen (Basionym) Gaura lindheimeri erfolgte 1845 durch George Engelmann und Asa Gray in Boston Journal of Natural History, Volume 5, Issue 2, S. 217. Die Artbezeichnung lindheimeri ehrt Ferdinand Jacob Lindheimer (1801–1879), den aus Deutschland stammenden "Vater der texanischen Botanik" und der für die Harvard University in Texas Pflanzen sammelte. [Wikipedia]








Martin von Tours, lateinisch Martinus (* um 316/317 in Savaria, römische Provinz Pannonia prima, heute Szombathely, Ungarn; † 8. November 397 in Candes bei Tours im heutigen Frankreich), war der dritte Bischof von Tours. In der Tradition der katholischen Kirche ist er einer der bekanntesten Heiligen. Er ist der erste, dem diese Würde nicht als Märtyrer, sondern als Bekenner zugesprochen wurde. Er wird auch in den orthodoxen, anglikanischen und evangelischen Kirchen verehrt. Martinus wuchs als Sohn eines römischen Militärtribuns in Pannonien im heutigen Ungarn auf. Die Jugend verbrachte er in Pavia, der Heimat seines Vaters in Oberitalien, wo er erstmals mit dem Christentum in Berührung kam. Im Alter von zehn Jahren wurde er in die Gruppe der Katechumenen, der Taufbewerber, aufgenommen. Widerwillig beugte Martinus sich dem Gebot des Vaters und schlug eine Militärlaufbahn ein. Als Sohn eines römischen Offiziers war er nach den Bestimmungen Diokletians gesetzlich zum Militärdienst verpflichtet. Im Alter von 15 Jahren wurde er zur Leibwache des Kaisers Konstantin II. nach Mediolanum, das heutige Mailand, eingezogen, das zu der Zeit die Residenz der Kaiser in der westlichen römischen Reichshälfte war. Ab 334 war Martin als Soldat der Reiterei der kaiserlichen Garde in Amiens stationiert. Die Episode der Mantelteilung ist in dieser Zeit angesiedelt. Die Gardisten trugen über dem Panzer die Chlamys, einen Überwurf aus zwei Teilen, der im oberen Bereich mit Schaffell gefüttert war. Martins Mantel ist in künstlerischen Darstellungen meist rot, obgleich die Quellen hierzu keine Angaben machen. Martin begegnete am Stadttor von Amiens einem unbekleideten Mann. Außer seinen Waffen und seinem Militärmantel trug Martin nichts bei sich. Das Pferd, von dem herab er in den künstlerischen Darstellungen sich dem Bettler zuwendet, fehlt in der ursprünglichen Fassung der Erzählung. Er teilte seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen. In der folgenden Nacht sei ihm im Traum Christus erschienen, bekleidet mit dem halben Mantel, den Martin dem Bettler gegeben hatte. Im Sinne von Mt 25,35–40 EU – "Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet ... Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan." – erweist sich Martin hier als Jünger Jesu. Im Jahr 351 – also im Alter von 34 oder 35 Jahren – wurde Martinus von Bischof Hilarius von Poitiers getauft. Im Jahr 356 diente Martin unter dem späteren römischen Kaiser Julian im Kampf gegen die Alamannen. Julian zog ein Heer in der Civitas Vangionum (dem heutigen Worms) zusammen, um den anrückenden Germanen zu begegnen. Hier verweigerte Martinus die Teilnahme an der Schlacht mit dem Hinweis, er sei von nun an nicht mehr miles Caesaris, ein Soldat des römischen Kaisers, sondern miles Christi, Soldat Christi, und bat um Entlassung aus dem Armeedienst. [Wikipedia]
Herren im Bad ist einer der bekanntesten Sketche von Loriot. Der Zeichentricksketch wurde erstmals am 15. Juni 1978 im Rahmen der Sendung Loriot V von Radio Bremen ausgestrahlt. [Wikipedia]
Nikolaus von Myra (altgriechisch Nikólaos Myrites; * zwischen 270 und 286 in Patara; † 6. Dezember 326, 345, 351 oder 365) ist einer der bekanntesten Heiligen der Ostkirchen und der lateinischen Kirche. Sein Gedenktag, der 6. Dezember, wird im gesamten Christentum begangen und ist mit zahlreichen Bräuchen verbunden. Nikolaus wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra in der kleinasiatischen Region Lykien, damals griechischsprachiger Teil des römischen Reichs (heute der Türkei). Sein griechischer Name Nikólaos bedeutet "Sieg des Volkes" und war bereits in vorchristlicher Zeit gebräuchlich. Über das Leben des historischen Nikolaus gibt es nur wenige belegte Tatsachen. Myra in Lykien, mittlerweile Demre, ist ein kleiner Ort etwa 100 km südwestlich von Antalya in der heutigen Türkei. Im 4. Jahrhundert war der Ort Bischofssitz, die Einwohner sprachen Griechisch. Berichte über Nikolaus' Leben stammen z. B. von Andreas von Kreta (um 700) und von einem Mönch Johannes aus dem Studitenkloster in Konstantinopel, das im 5. Jahrhundert gegründet wurde. Nach übereinstimmenden Überlieferungen wurde Nikolaus zwischen 270 und 286 in Patara geboren, einer Stadt in Lykien. Der Überlieferung zufolge wurde er mit 19 Jahren von seinem Onkel Nikolaus, dem Bischof von Myra, zum Priester geweiht und dann Abt des Klosters Sion in der Nähe von Myra. Während der Christenverfolgung 310 wurde er gefangen genommen und gefoltert. Sein ererbtes Vermögen verteilte er unter den Notleidenden. Dies wird auch von den besser bezeugten Bischöfen des 4. Jahrhunderts Ambrosius von Mailand und Basilius von Caesarea berichtet und gilt dort als historische Tatsache. Um Nikolaus ranken sich dazu verschiedene Legenden. Der heilige Andreas von Kreta und Johannes vom Studitenkloster berichteten, Nikolaus habe am Konzil von Nicäa teilgenommen und dort seinen Widersacher Arius geohrfeigt. Deshalb sei er zuerst verhaftet, gegen Ende des Konzils aber rehabilitiert worden. Nikolaus ist nicht in der Unterzeichner-Liste von Nicäa enthalten, die allerdings unvollständig überliefert ist. Andererseits gehört Bischof Theognis von Nicäa, den Nikolaus laut Andreas beim Konzil von der katholischen Sichtweise überzeugt haben soll, zu den historisch belegten Unterzeichnern. Von den insgesamt bekannten 16 Teilnehmerlisten des Konzils ist Nikolaus von Myra sechsmal als Teilnehmer des Konzils von Nicäa vermerkt. Nach der Evakuierung der Stadt Myra und vor ihrer Eroberung durch seldschukische Truppen 1087 raubten süditalienische Kaufleute die Reliquien aus der Grabstätte des Heiligen in der Nikolaus-Kirche in Myra und überführten sie ins heimatliche Bari. Die Reliquien befinden sich in der eigens errichteten Basilika San Nicola. Die türkische Nikolaus-Stiftung fordert allerdings die Reliquien des Heiligen zurück. [Wikipedia]
Die Ballonblume (Platycodon grandiflorus, Syn.: Campanula glauca Thunb., Campanula grandiflora Jacq. (Basionym), Platycodon glaucus (Thunb.) Nakai[1], Platycodon grandiflorum), auch Großblütige Ballonblume oder Chinesische Glockenblume genannt, ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Gattung Platycodon aus der Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Der deutsche Name rührt daher, dass sich die Blütenknospen aufblähen, bevor sie aufgehen. Platycodon grandiflorus wächst als oben verzweigte, ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 100 cm. Es werden fleischige rübenartige Pfahlwurzeln gebildet. Die sitzenden bis kurz gestielten, wechsel- bis gegenständigen oder wirteligen Laubblätter sind eiförmig, bis 7 cm lang und bis 3,5 cm breit. Sie sind fast kahl und spitzig gesägt bis gezähnt und spitz bis zugespitzt sowie unterseits glauk. Die Ballonblumen sind protandrisch, also vormännlich (sekundäre Pollenpräsentation). Die leicht duftenden Blüten erscheinen end- oder achselständig und einzeln oder in wenigblütigen Trauben. Die großen, meist fünfzähligen, gestielten Blüten mit doppelter Blütenhülle weisen einen Durchmesser von 4 bis 7 cm auf. Es ist ein kleiner Blütenbecher mit kurzen, schmal-dreieckigen Kelchzipfeln ausgebildet. Die blauen bis violetten selten weißen oder rosa Kronblätter sind breit trichter-, schüsselförmig verwachsen mit ausladenden, dreieckigen Zipfeln. Es ist nur ein Staubblattkreis mit fünf kurzen Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden sind im unteren Teil verbreitert und innen behaart (Nectar-dome). Der mehrkammerige Fruchtknoten ist halbunterständig mit relativ kurzem, mehr oder weniger behaartem Griffel mit gelappter, haariger Narbe. Blütezeit ist von Juli bis August. Es sind Nektarien vorhanden. Die verkehrt-eiförmige und lokulizidale, vielsamige Kapselfrucht mit Kelchresten enthält eiförmige, abgeflachte, erst violette und später dunkelbraune, glatte, etwa 2 Millimeter lange Samen. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18 oder 36. Die Heimat der Ballonblume liegt in Nordostasien in China, Ostsibirien, der Mongolei, Korea und Japan. In manchen weiteren Gebieten ist diese Art verwildert; in Mitteleuropa beispielsweise in Belgien, den Niederlanden, in Bayern und in Sachsen. Bevorzugte Standorte sind Trockenrasen und steinige Böden zwischen Gebüsch oder auf Waldlichtungen. Die Ballonblume wurde 1777 von Nicolaus Joseph von Jacquin in Hortus Botanicus Vindobonensis Band 3 Seite 4 als Campanula grandiflora erstbeschrieben. Die Art wurde 1830 von Alphonse de Candolle in Monographie des Campanulées Seite 125 als Platycodon grandiflorus (Jacq.) A.DC. in die Gattung Platycodon gestellt. Synonyme sind Campanula glauca Thunb., Campanula grandiflora Jacq. (Basionym) und Platycodon glaucus (Thunb.) Nakai. [Wikipedia]
Die Enziane (Gentiana) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae). Die fast weltweit vorkommenden 300 bis 400 Arten gedeihen vorwiegend in den Gebirgen der gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel, aber auch in den Anden. Einige Arten werden zur Schnapsherstellung und zur Gewinnung von Heilmitteln genutzt. Wenige Arten und Sorten verwendet man als Zierpflanzen. Der Name Enzian (mittelhochdeutsch noch entzian) stammt von altlateinisch gentiana, deutsche Namen sind Bitterwurz, Madelger, Kreuzwurz, Baldpreis, Sperenstich usw. Enziane-Arten wachsen als ein- bis zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Die aufsteigenden bis selbständig aufrechten Stängel sind gerillt oder kantig. Es gibt bei manchen ausdauernden Arten generative und vegetative Sprossachsen. Die gegenständigen oder selten wirtelig angeordneten Laubblätter stehen in grundständigen Rosetten oder am Stängel verteilt. Die einfachen Blattspreiten besitzen einen glatten Blattrand. Die Blüten stehen seiten- oder endständig, einzeln oder meist zu mehreren in zymösen Blütenständen oder manchmal in kleinen Gruppen oder Wirteln. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünf-, selten vier- oder sechs- bis achtzählig mit doppelter Blütenhülle. Die grünen Kelchblätter sind bis etwa der Hälfte ihrer Länge verwachsen. Die Kelchzähne sind faden- bis eiförmig und besitzen einen erhabenen Mittelnerv. Die meist fünf, selten vier oder sechs bis acht Kronblätter sind oft langröhrig, verkehrt-kegelförmig, glocken-, stielteller-, krug- oder selten radförmig (wohl nur bei Gentiana lutea) verwachsen. Meist sind die Kronröhren viel länger als die Kronzipfel. Zwischen den Kronzipfel befinden sich Faltenlappen (Plicae). Die Kronblätter können ganz unterschiedliche Blautöne aufweisen oder sind gelb bis weißlich. Es ist nur ein Kreis mit vier oder fünf, selten vier oder sechs bis acht Staubblättern vorhanden; sie sind mit der Kronröhre verwachsen. Die Staubblätter ragen nicht über die Kronblätter hinaus. Die Staubfäden sind an ihrer Basis mehr oder weniger geflügelt. Die Staubbeutel sind meist frei, selten hängen sie zusammen. Es sind fünf bis zehn Drüsen an der Basis des Fruchtknotens vorhanden. Der sitzende oder an einem langen Gynophor befindliche Fruchtknoten ist oberständig und meist mindestens im oberen Bereich einkammerig. Der Griffel ist meist kurz und linealisch, oder seltener lang und fadenförmig oder er fehlt. Die Narbenlappen sind frei oder verwachsen, zurückgebogen, meist länglich bis linealisch, selten ausgebreitet und gerundet. Die Kapselfrüchte sind zylindrisch bis ellipsoidisch und geflügelt, oder mehr oder weniger schmal verkehrt-eiförmig (schmal ellipsoidisch bei Gentiana winchuanensis), besitzen zwei Fruchtklappen und enthalten viele Samen. Die Samen können geflügelt oder ungeflügelt sein. [Wikipedia]




Das Museum für Naturgeschichte Berlin befindet sich in Berlin-Mitte und wurde von der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin (heute Humboldt-Universität zu Berlin) im Jahr 1810 eröffnet.
Das Maiglöckchen (Convallaria majalis) ist eine Pflanzenart aus der artenarmen Gattung Convallaria in der Familie der Spargelgewächse (Asparagaceae). In der Deutschschweiz wird auch der Trivialname Maieriesli verwendet. Es wurde 2014 zur Giftpflanze des Jahres gewählt. Das Maiglöckchen ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 cm erreicht. Es besitzt ein bis zu 50 cm tief wurzelndes Rhizom als Speicher- und Überdauerungsorgan und wird daher zu den Rhizomgeophyten gezählt. Das relativ dünne, kriechende und ausläuferartige Rhizom verzweigt sich monopodial. Die oberirdischen Sprosse bilden sich daher jeweils hinter der Rhizomspitze. Mit Hilfe ihrer anfangs kegeligen Form durchbrechen die jungen Sprosse im Frühjahr den Erdboden. Der ansonsten unbeblätterte, aufrecht wachsende und kantige Stängel besitzt an seiner Basis meist zwei Laubblätter in gerollter Knospenlage, die ihn scheidig einhüllen. Das Maiglöckchen zeigt zwei bis drei Laubblätter, die direkt dem Rhizom entspringen. Sie gliedern sich in eine stielähnliche, einen Scheinstängel bildende Blattscheide und die Blattspreite. Die Länge der Scheide beträgt etwa 4 bis 30 Zentimeter. Die ganzrandige Blattspreite ist unbehaart. Ihre Länge variiert zwischen 12 und 20 Zentimeter, die Breite umfasst zwischen 2,5 und 5 Zentimeter. Sie ist breit-lanzettlich geformt und läuft in einer kurz zugespitzten Blattspitze aus. Blattober- und Blattunterseite zeigen eine dunkelgrüne Färbung, die Blattoberseite ist deutlich glänzend. Zum Blattgrund hin verschmälert sich das Blatt in den Scheinstängel, wobei die stielähnliche Scheide des niedriger stehenden Blattes die des höher stehenden Blattes scheidenförmig umschließt. Zusätzlich umhüllen mehrere sich umfassende häutige Niederblätter scheidig die Basis der Scheinstängel. [Wikipedia]
Der Gelbe Frauenschuh oder Gelb-Frauenschuh (Cypripedium calceolus) wird auch Rotbrauner Frauenschuh, Marienfrauenschuh (die Blüte des Gelben Frauenschuhs wird in Legenden im Zusammenhang mit der Jungfrau Maria erwähnt), Europäischer Frauenschuh oder noch häufiger einfach nur Frauenschuh genannt. Die Form der Blüte führte auch zu dem Namen "Kriemhilds Helm" bzw. "Krimhilds Helm". Der Gelbe Frauenschuh ist eine der prächtigsten wildwachsenden Orchideenarten Europas und steht in allen Ländern nach FFH-Richtlinie Anhang II unter Schutz. Er gehört zur Gattung der Frauenschuhe (Cypripedium) in der Familie der Orchideen (Orchidaceae) und ist Typusart dieser Gattung. Um auf die besondere Gefährdung und Schutzwürdigkeit dieser Art aufmerksam zu machen, wurde der Gelbe Frauenschuh vom Arbeitskreis Heimische Orchideen 1996 und 2010 zur Orchidee des Jahres gewählt. Der Gelbe Frauenschuh ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 60 cm erreicht. Am etwas gebogenen und behaarten Stängel befinden sich drei bis fünf breit-elliptische, stängelumfassende Laubblätter, die nach außen spitz zulaufen. Diese weisen eine Länge zwischen 5 und 13 cm auf. Die hellgrünen Laubblätter zeigen an der Blattunterseite eine feine flaumige Behaarung. Auch die kräftige Nervatur ist deutlich erkennbar. Die Blätter sind durch Längsfalten versteift und leiten dadurch das Regenwasser zum Stängel hin ab. In der Regel sind die einzelnen Triebe einblütig, oft tragen sie bei gutem Wachstum der Pflanze auch zwei Blüten, selten drei oder vier. Die zwittrigen, zygomorphen Blüten sind dreizählig. Die vier äußeren purpur- bis schokoladenbraunen Perigonblätter sind etwa 5 cm lang. Sie zeigen eine spitz-lanzettliche Form und umgeben breit abstehend den gelben "Schuh". Die schmalen Petalen sind häufig etwas gedreht. Die sehr große, kräftig gelbe Lippe wird von einem inneren Perigonblatt gebildet und zu einem bauchigen Schuh umgeformt. Durch Überkrümmung des Blütenstiels drehen sich bei Öffnung die Blüten um 180°, was bedeutet, dass das Labellum ursprünglich das obere, innere Perigonblatt der Blüte ist. Der Schuh erreicht eine Länge von 4 bis 8 cm. Die Blüten des Frauenschuhs zählen damit zu den größten unserer Flora und stellen die größten Einzelblüten unter den europäischen Orchideen dar. Es sind zwei Staubblätter fruchtbar. In Mitteleuropa beginnt die Blütezeit des Frauenschuhs Mitte Mai und dauert bis Ende Juni an. Der Frauenschuh wird von Insekten bestäubt. Aufgrund seiner kesselfallenähnlichen Bestäubungsvorrichtung ist Selbstbestäubung praktisch ausgeschlossen. Als Früchte werden einfächrige Trockenkapseln gebildet, die winzige Samen enthalten. Sie werden durch den Wind als Körnchenflieger ausgebreitet. Die Fruchtreife erstreckt sich von Juli bis September. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20 oder 22. [Wikipedia]




Unser Sandmännchen (kurz auch Sandmann) ist eine deutsche Kindersendung, die seit 1959 produziert wird und die Fernsehserie mit den meisten Folgen ist. Von 1959 bis 1990 wurde im geteilten Deutschland sowohl Unser Sandmännchen beim Deutschen Fernsehfunk (DFF) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) als auch eine Sendung gleichen Konzepts bei der ARD in der Bundesrepublik Deutschland unter dem Titel Sandmännchen vom SFB produziert und gesendet. Seit der Deutschen Wiedervereinigung wird im Auftrag der ARD Unser Sandmännchen, aktuell vom Rundfunk Berlin-Brandenburg, weiter produziert und in den Vorabendprogrammen des RBB, des MDR und des KiKA gesendet. Das Sehen dieser Sendung war und ist für Kleinkinder in vielen Haushalten ein Ritual vor dem Zubettgehen. [Wikipedia]
Diese Briefmarke "200. Geburtstag Heinrich Hoffmann" wurde zu Ehren des 200. Geburtstages von Heinrich Hoffmann herausgegeben. Die Gestaltung ist von Arne Sänger.




Die Landnelke oder Edel-Nelke (Dianthus caryophyllus), in kultivierter Form meist Gartennelke, Garten-Nelke oder kurz Nelke genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nelken (Dianthus) innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und wird seit dem Altertum als Zierpflanze kultiviert. Die Landnelke ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 40 bis 80 Zentimetern. Die kreuzgegenständigen Laubblätter sind linealisch-lanzettlich, ganzrandig und blau-grün. Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Der Stängel trägt mehrere Blüten und kann dichasial oder rispig (mit weiterwachsendem Mitteltrieb) verzweigt sein. Die duftenden, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Der Außenkelch ist etwa 1/4 so lang wie die Kelchröhre und besteht aus vier bis sechs eiförmigen, plötzlich in eine Stachelspitze zusammengezogenen Kelchschuppen (siehe Nelken). Die bei der Stammform fünf an der Zahl und rosafarbenen bis roten Kronblätter sind verkehrt-eiförmig bis dreieckig und können vorn gezähnt oder gekerbt sein. Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 15; es liegt Diploidie mit einer Chromosomenzahl von 2n = 30 vor. Die Landnelke stammt aus dem Mittelmeerraum. In Europa kommt sie wild in Griechenland und Italien, auf Sizilien und Sardinien vor; dabei ist unsicher, ob sie in einigen dieser Gebiete nur eingeführt ist (wie auch in Spanien und Frankreich). Nach Euro+Med hat sie ursprüngliche Vorkommen nur in Spanien und Kroatien. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+ (frisch), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental). [Wikipedia]
Rosen (Rosa) sind die namensgebenden Pflanzen der taxonomischen Gattung und Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die Gattung umfasst je nach Auffassung des Autors 100 bis 250 Arten auf der Nordhalbkugel, weltweite Gesamtzahlen sind derzeit noch schwierig zu benennen. Rosensträucher bilden durch ihre typischen Merkmale Stacheln, Hagebutten und unpaarig gefiederte Blätter eine sehr gut abgegrenzte Gattung. Sie bilden auffällige, fünfzählige Blüten. Die meisten Arten sind nur in der Holarktis verbreitet. Der Wissenschaftsbereich wird als Rhodologie bezeichnet. Gärtnerisch wird zwischen Wildrosen und Kulturrosen unterschieden. Die Rose wird seit der griechischen Antike als "Königin der Blumen" bezeichnet. Rosen werden schon sehr lange (nach einigen Quellen schon seit mehr als 10.000 Jahren) als Zierpflanzen gezüchtet. Das aus den Kronblättern, genannt Rosenblätter, gewonnene Rosenöl ist ein wichtiger Grundstoff der Parfumindustrie. Die Rosen-Arten sind sommergrüne, selten immergrüne Sträucher. Ihre selbständig aufrechten oder kletternden Sprossachsen sind bis zu 4 Meter hoch. Am Boden aufliegende Sprossachsen werden länger, manche sind niederliegend oder kriechend. Viele Arten entwickeln verholzte Bodenausläufer und bilden dann Kolonien durch Selbst- und Tierausbreitung. Die Sprossachsen können mit Drüsen oder Haaren bestanden oder auch völlig kahl sein, oft treten gefärbte Wachsbeläge dazu. Das Vorhandensein von Drüsen ist mit mehr oder weniger starkem Duft gekoppelt. Die Behaarung (Indument) kann alle oberirdischen Organe (mit Ausnahme der Hagebutten und Staubblätter) betreffen, die Form, Zahl und Verteilung der Haare ist charakteristisch für bestimmte Sippen, wobei die Behaarung ein ontogenetisch konstantes Merkmal ist (Verkahlen im Alter ist sehr selten). [Wikipedia]
Die Marke "150. Geburtstag von Selma Lagerlöf" wurde zum 150. Geburtstag von Selma Lagerlöf herausgegeben. Gestaltet wurde sie von Gerhard Lienemeyer.



Die Briefmarke "100. Geburtstag Paul Klinger" zeigt eine Szene aus dem Liebesfilm



















Die Dahlien (Dahlia), selten auch noch Georginen genannt, bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Viele Sorten werden als Zierpflanzen verwendet. Dahlien-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen, die am Stängelgrund manchmal etwas verholzen, selten kletternde Epiphyten (Dahlia macdougallii). Sie bilden Knollen oder knollig verdickten Rhizome als Überdauerungsorgane. Wenige Arten, wie beispielsweise Dahlia imperialis, können Wuchshöhen von bis zu 8 oder sogar 10 Metern erreichen. Dahlia macdougallii bildet Luftwurzeln. Die aufrechten, meist unverzweigten Stängel stehen je nach Sektion einzeln, zu zweit bis viert oder zahlreich in Bündeln. Die echt gegenständig oder in dreizähligen Wirteln angeordneten Laubblätter sind einfach bis dreizählig fiedrig zusammengesetzt; der Blattrand kann fein bewimpert sein. Nebenblätter sind häufig vorhanden. Die runden körbchenförmigen Blütenstände stehen an langen, schlanken und kahlen Blütenstandsschäften. Die Hüllblätter stehen in zwei Reihen. Die fünf (selten vier bis sieben) äußeren Hüllblätter sind schmal linear bis eiförmig-rundlich, am Grund verschmälert und zur Anthese aufrecht, abstehend oder zurückgeschlagen, fleischig und grün, die acht (selten sieben oder neun) inneren sind häutig, an den Rändern weißlich-durchscheinend oder trocken, sonst braun bis rot, an den Spitzen oft purpurfarben oder rot abgesetzt, eiförmig und an den oberen Enden annähernd spitz bis stumpf, zur Fruchtzeit sich vergrößernd. Die Achänen sind nicht geschnäbelt. Die Chromosomenzahlen betragen meist 2n=16, vereinzelt auch 17 und 18, gelegentlich kommt Tetraploidie vor. [Wikipedia]
Das Motiv dieser Marke "Frühling" wurde von Johannes Graf gestaltet und zeigt 2 blühende Kirschbäume.
Der Gewöhnliche Sonnenhut (Rudbeckia fulgida), auch Leuchtender Sonnenhut und Gelber Sonnenhut genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Gattung der Rudbeckien (Rudbeckia) in der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae). Der Gewöhnliche Sonnenhut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 100 Zentimetern erreicht. Die Pflanze bildet kurze unterirdische Ausläufer (Stolonen), an deren Enden sich immergrüne Rosetten befinden. Die Stängel wachsen verzweigt. Stängel und Blätter sind kahl bis angedrückt behaart, aber nicht sehr rau oder abstehend stechend borstig. Die wechselständigen Laubblätter sind einfach; sie sind in grundständigen Rosetten und entlang der aufrechten Stängel angeordnet. Die Blattränder sind glatt oder gesägt. Die Grundblätter sind dreinervig (selten bis fünfnervig), eiförmig-lanzettlich und entfernt gezähnt. Die Stängelblätter sind sitzend, halbstängelumfassend, gezähnt und dreinervig. Der goldgelbe, körbchenförmige Blütenstand mit dunkelbrauner Mitte erinnert an einen breitkrempigen Hut. Die Blütenkörbchen weisen einen Durchmesser von bis zu 7 Zentimetern auf und sind meist einzeln oder zu zweit bis siebent an den Stängeln. Die Spreublattspitzen sind nicht klebrig grauhaarig. Der Blütenstandsboden ist hochgewölbt. Die enthalten 10 bis 15 Zungen- (Strahlenblüten) und 50 bis über 500 Röhrenblüten (Scheibenblüten). Die Zungenblüten sind 15 bis 40 Millimeter lang, 3 bis 6 Millimeter und gelb bis orange gefärbt. Die Röhrenblüten weisen eine Länge von 12 bis 16 Millimetern und einen Durchmesser von 10 bis 18 Millimetern auf. Die Griffeläste sind etwa 1,3 Millimeter lang. Die 2,2 bis 4 Millimeter großen Achänen besitzen einen kleinen (0,2 Millimeter), krönchenförmigen Pappus. Die Blütezeit reicht von August bis Oktober. Der Gewöhnliche Sonnenhut kommt im warmen bis gemäßigten Osten der USA in feuchten, lichten Wäldern, Seggenwiesen, Kalkquellfluren und Flussufersümpfen vor. [Wikipedia]
Die Kart(h)äusernelke (Dianthus carthusianorum), in Österreich auch Steinnelke („Stoanagl“) genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nelken (Dianthus) innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Die Kartäusernelke ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 45 (5 bis 50) Zentimetern. Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl. Es sind meist viele sterile Triebe vorhanden. Der Stängel ist meist unverzweigt und kahl. Er besteht aus 4 bis 6 gestreckten Internodien. Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind am Grund scheidig verwachsen. Die Blattscheide ist mit einer Länge von bis zu 15 Millimetern etwa viermal so lang wie die Blattbreite. Die einfache Blattspreite ist schmal-linealisch. Die Blütezeit reicht von Juni bis September oder Oktober. 7 bis 15 Blüten befinden sich in einem endständigen, kopfigen Blütenstand. Die Hochblätter und der Kelch sind braun und lederig-trockenhäutig. Der Blütenstiel ist kurz. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die Kelchschuppen sind gelbbraun-häutig, sind eiförmig bis verkehrt eiförmig und sind plötzlich in eine Granne unterschiedlicher Länge verschmälert. Die braun-rote Kelchröhre ist 12 bis 18 Millimeter lang. Die Kelchzähne sind sehr spitzig. Die purpurfarbene Krone besitzt einen Durchmesser von 2 bis 2,5 Zentimetern. Die Kronblätter sind vorne gezähnt. Die Platte ist 5 bis 12 Millimeter lang. Die Kapselfrucht ist etwa so lang wie der Kelch und öffnet sich mit vier Zähnen. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 30. Bei der Kartäusernelke handelt es sich um einen Hemikryptophyten. Die Blüten der Kartäusernelke zeigen den typischen Aufbau von Tagfalterblumen: aufrechte Stellung, leuchtend rote Färbung, enger Röhrenbau und tief verborgener Nektar. Folgende Schmetterlingsarten nutzen den Nektar der Kartäusernelke: Sonnenröschen-Grünwidderchen (Adscita geryon), Regensburger Gelbling (Colias myrmidone), Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia), Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni), Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis), Skabiosenschwärmer (Hemaris tityus), Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), Rostfarbiger Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus), Schwalbenschwanz (Papilio machaon), Roter Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius), Schwarzkolbiger Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola), Beilfleck-Widderchen (Zygaena loti), Thymian-Widderchen (Zygaena purpuralis). Die Kartäusernelke ist zudem Raupenfutterpflanze für folgende oligophage Schmetterlingsarten: Weißbinden-Nelkeneule (Hadena compta), Marmorierte Nelkeneule (Hadena confusa), Netzeule (Heliophobus reticulata). Standorte sind in Mitteleuropa meist sonnige warme Hänge auf Kalk- und Silikat-Trockenrasen, Böschungen, Heiden und sandige Wälder. Sie kommt in Mitteleuropa vor allem in der Pflanzengesellschaft des Mesobrometums vor. [Wikipedia]
Die Narzissen (Narcissus) bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Amaryllidoideae innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Die Art Narcissus pseudonarcissus wird oft auch Osterglocke genannt. Der natürliche Verbreitungsschwerpunkt liegt in Südwesteuropa und Nordwestafrika. Nur wenige Arten kommen auch im Küstengebiet des östlichen Mittelmeers vor. Innerhalb der Gattung bzw. der Systematik der Narzissen unterscheidet man je nach Autor zwischen 52 und 85 Arten und Hybriden. Eine Bedeutung in der mitteleuropäischen Gartenkunst haben Narzissen seit etwa 1560 bis 1620, als sie gemeinsam mit Tulpen und Hyazinthen in die Gartenkultur gelangten. Heute gibt es mehr als 24.000 Kulturformen. Im Spätwinter und Frühjahr gehören Narzissen zu den wichtigsten Pflanzen des Blumenhandels. Die Bezeichnung Narzisse leitet sich von dem griechischen Wort narkein ab, welches "betäuben" bedeutet (vgl. Narkose). Die Weiße oder Dichternarzisse, die auch in Griechenland wächst, strömt tatsächlich einen sehr intensiven und betäubenden Geruch aus. Die Römer übernahmen den griechischen Pflanzennamen als narcissus. Ovid hatte in seinen Metamorphosen die Sage von dem Jüngling Narkissos geschildert und dabei die Pflanze so eindeutig beschrieben, dass es sich zweifelsfrei um die heute als Narzissen bezeichneten Pflanzen handelte. Als Carl von Linné sein binäres System der Pflanzennamen (Binomen) schuf, behielt er das Wort Narcissus bei. Die Bezeichnung Narcissus poeticus für die Dichternarzisse ist allerdings erstmals von Matthias Lobelius verwendet worden. Narzissen-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen, die je nach Art Wuchshöhen von 5 bis 80 Zentimetern erreichen. Zu den "Zwergen" unter den Narzissen-Arten zählt Narcissus asturiensis, die von 5 bis 8 Zentimeter hoch wird. Zu den größten Arten zählt die in Mitteleuropa nur sehr selten angebaute Italienische Narzisse, die bis zu 80 Zentimeter lange Blütenstandsschäfte ausbildet. Als Überdauerungsorgane bilden Narzissen-Arten Zwiebeln. Die Zwiebelbasis bei Narzissen wird von einer korkartigen Bodenplatte gebildet. Aus dieser entspringen die Saugwurzeln, die sich ringförmig am äußeren Rand befinden und bis zu 40 Zentimeter lang werden. Wenn die Pflanze im Hochsommer ihre Blätter einzieht, werden diese Saugwurzeln gleichfalls abgebaut. Ab dem dritten Jahr bilden Sämlinge auch Zugwurzeln aus. Diese verkürzen sich im Laufe einer Wachstumsperiode um mehrere Millimeter und sind daher in der Lage, die Zwiebeln tiefer in den Boden zu ziehen. Das Wachstum der Zwiebel erfolgt von innen nach außen, so dass die im Vorjahr gebildeten Zwiebelschalen nach außen gedrängt werden. Diese verfärben sich braun und werden trocken, so dass sie die Zwiebel als eine gegen Austrocknung schützende, jedoch lose sitzende Schale umgeben. [Wikipedia]
Das Tränende Herz (Lamprocapnos spectabilis), auch Zweifarbige Herzblume, Herzerlstock, Flammendes Herz oder Marienherz sowie Schöner Doppelsporn genannt, ist die einzige Art der Pflanzengattung Lamprocapnos innerhalb der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Als Zierpflanze ist sie beliebt. Sie ist Giftpflanze des Jahres 2017. Das Tränende Herz ist eine sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 90 Zentimetern erreicht. Es bildet eine Pleiokorm-Rübe aus. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattspreite ist 20 bis 40 Zentimeter lang sowie 14 bis 20 Zentimeter breit und einfach bis doppelt dreizählig. Die unterseits glauken Blättchen sind gelappt bis fiederschnittig mit meist spitzen Lappen. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Wurzeln. Je meist 8 bis 11 (3 bis 15) hängende, gestielte Blüten sind in einem einseitswendigen und fast horizontalen, end- oder achselständigen, traubenähnlichen, zymösen Blütenstand angeordnet, der 18 bis 25 Zentimeter lang ist. Die zwittrige Blüte ist zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Die Blüte ist bei einer Länge von 20 bis 27 Millimetern sowie einer Breite von 18 bis 22 Millimetern am Grund herzförmig. Die zwei Kelchblätter sind klein und früh abfallend. Die äußeren zwei, gespornten und kapuzenförmigen Kronblätter sind meist rosa, seltener weiß gefärbt und ihre schmalen Spitzen sind abstehend bis zurückgebogen. Die zwei schmalen, inneren, oben löffel-, spatelförmigen, mittig gefalteten, mit einem "Gelenk", und aufrecht zusammenstehenden Petalen sind weiß sowie teils rötlich bis gelb gefleckt. Von den sechs Staubblättern sind jeweils drei zu zwei mittig geknieten Bündeln verwachsen. Wobei sie nur mittig verwachsen sind und oben und unten frei sind, das mittlere Staubblatt eines Bündels besitzt Staubbeutel mit zwei Theken, die äußeren zwei nur je eine (halbe Staubblätter). Zwei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen, er ist spindelförmig und grün. Der haltbare Griffel endet in einer länglichen und am unteren sowie oberen Ende etwas zweilappigen Narbe. Die grüne, bei einer Länge von 25 bis 35 Millimetern längliche Kapselfrucht ist geschnäbelt, es handelt sich um den haltbaren, langen, geraden Griffel, und enthält mehrere (zwei bis acht) Samen. Die schwarzen, glänzenden und glatten Samen sind bei einem Durchmesser von 2,5 bis meist 3 Millimetern rundlich. Die Samen besitzen ein großes, weißliches, gelapptes Elaiosom. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni, selten beginnt sie bereits im April. In China liegt die Blütezeit und die Bildung der Früchte in der Zeit von April bis Juni. Die Blüten sind chasmo- und auch kleistogam, weil sich die inneren Kronblätter, welche die Staub- und Fruchtblätter umschließen, nicht öffnen. [Wikipedia]
Die Goldene Bulle ist ein in Urkundenform verfasstes kaiserliches Gesetzbuch, das von 1356 an das wichtigste der „Grundgesetze“ des Heiligen Römischen Reiches war. Auf 86 Seiten regelte es vor allem die Modalitäten der Wahl und der Krönung der römisch-deutschen Könige und Kaiser durch die Kurfürsten bis zum Ende des Alten Reiches 1806. Der Name bezieht sich auf die goldgearbeiteten Siegel, die an sechs der sieben Ausfertigungen der Urkunde angehängt waren; er wurde allerdings erst im 15. Jahrhundert gebräuchlich. Sie war aber in den zeitgenössischen Quellen unter allgemeinen Bezeichnungen (lex, constitutio oder edictum) durchaus präsent. Karl IV., in dessen Herrschaftszeit das in lateinischer Sprache abgefasste Gesetzeswerk verkündet wurde, nannte sie unser keiserliches rechtbuch. [Wikipedia]
Die Schwertlilien, auch Iris genannt, bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Iridoideae in der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) innerhalb der Einkeimblättrigen Pflanzen. Die an Arten umfangreiche Gattung mit Blütenblättern in sämtlichen Farben (ausgenommen nur das Rot des Klatschmohns) wurde gemäß Genaust von Carl von Linné nach der griechischen Göttin des Regenbogens (griechisch Íris, deutsch "Regenbogen") (Iris) benannt. Der wissenschaftliche Name ist auch im deutschen Sprachgebrauch geläufig. Die Iris-Arten, besonders aber die seit Jahrhunderten gärtnerisch durch Kreuzungen erzeugten Kulturformen (Sorten), werden wegen ihrer schönen und auffälligen Blüten als Zierpflanzen geschätzt. Sie sind trotz ihres Namens nur entfernt mit Lilien verwandt, weshalb der im Deutschen eingebürgerte Name "Schwertlilien" (in alten Texten auch "Schwertel" bzw. swertel) missverständlich ist. Illustration von Iris persica der Untergattung Juno (Scorpiris) mit Knolle (1791 beschrieben von James Sowerby). Schwertlilienarten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Diese Geophyten bilden Rhizome oder Knollen, die oft unzutreffend "Zwiebeln" genannt werden, als Überdauerungsorgane. Neuerdings werden auch die Arten der Gattung Belamcanda (beispielsweise Belamcanda chinensis, nun: Iris domestica) zu Iris gerechnet. Die hier folgende Beschreibung gilt für alle Iris-Arten, die nicht zur Gattung Belamcanda gehört haben. Die zwittrigen Blüten der Schwertlilien sind dreizählig. Es sind sechs Blütenhüllblätter vorhanden, die trompetenförmig verwachsen sind; drei äußere als sogenannte "Hängeblätter" mit stets nach links gedrehter Knospenlage und die bei einigen Arten auffällige Kämme oder Bärte tragen, sowie drei innere, häufig aufrecht stehende "Domblätter". Über jedem "Hängeblatt" steht ein ebenfalls wie ein Blütenhüllblatt geformter und gefärbter Narbenast. Es sind nur drei Staubblätter vorhanden. Der Griffel ist "dreiästig", wobei jeder "Griffelast" über der Narbe zweilappig ist. Bestäubungsbiologisch bildet jedes "Hängeblatt" mit einem Narbenast und dem dazwischenliegenden Staubblatt eine Blume (Meranthium), d. h. jedes Drittel der Blüte kann unabhängig voneinander von Insekten (insbesondere Hummeln) angeflogen werden (Entomogamie). Die lokuliziden Kapselfrüchte reißen bei Reife an den Rückennähten jedes Fruchtblattes auf. Außer bei Schwertlilien treten solche Kapselfrüchte auch bei Narzissen sowie Nachtkerzen und vielen Liliengewächsen auf. Es befinden sich 4 bis 20 Samen in ein bis zwei Reihen je Kapselfach. Die Samen sind mit oder ohne Arillus. Die zwei nahverwandten südostadriatisch-mediterranen Arten aus der Gruppe der Bartirise (Untergattung Iris Sektion Iris) haben angenehm duftende Blüten. Sie wurden aufgrund kosmetischer (Parfüm) und gärtnerischer Eignung in ganz Europa eingeführt. [Wikipedia]
Der Kalifornische Mohn (Eschscholzia californica), auch Goldmohn, Kalifornischer Kappenmohn oder Schlafmützchen genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Ihren Ursprung hat diese Art in Kalifornien und anderen südwestamerikanischen Bundesstaaten. Inzwischen ist sie auch in Australien, Südafrika und Europa verbreitet. Sie war Giftpflanze des Jahres 2016. Der Kalifornische Mohn ist eine kahle, einjährige oder ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen bis zu 60 cm erreicht. Er hat aufstrebende, verzweigte, an der Basis leicht verholzte Stängel. Er bildet eine tiefe Pfahlwurzel. Die in einer grundständigen Rosette stehenden Laubblätter sind grau-grün, dreifach fiederteilig in viele feine, lineare Segmente mit stumpfen Spitzen unterteilt und bis zu 14 cm lang. Er bildet end- oder blattachselständig jeweils eine, auf langen Stielen aufrecht sitzende, erst fast kugelförmige, später kegelförmige Blütenknospe. Die untertassenähnlichen radiärsymmetrischen Blüten erreichen einen Durchmesser von 2 bis 12 cm. Die Basis der Blüte, der Blütenboden (Receptaculum), verfügt über einen ausgeprägten erweiterten Rand. Darüber stehen zwei Kelchblätter und die vier leuchtend gelben bis orangefarbenen (selten auch weißen oder rötlichen), sich überlappenden Kronblätter. Meistens haben die Kronblätter einen orangefarbenen Fleck an der Basis. Die beiden Kelchblätter umschließen anfangs die Blüte vollständig in Form einer altertümlichen Schlafmütze (Kalyptra), sie werden beim Aufblühen der Kronblätter abgestreift und fallen als Ganzes ab. Daher auch der Name Schlafmützchen. Um den oberständigen, aus zwei fadenförmigen Fruchtblättern bestehenden Fruchtknoten herum sitzen dicht die vielen Staubblätter. Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die Samen reifen von August bis September. Es werden lange dünne, fast zylindrische, in der Mitte etwas verdickte, bis zu 10 cm lange Schoten gebildet. Die kahlen, einkammerigen Schoten haben zehn Längsrippen und öffnen sich nach der Reifung an zwei Seiten der Länge nach. Aus der Schote werden dann zahlreiche, netzförmig gemusterte, braune bis schwarze, elliptische Samen von 1,5 bis 1,8 mm Länge entlassen. Alle Teile der Pflanze sind giftig, da sie in den Wurzeln bis zu 1,6 % und im Kraut etwa 0,3 % Alkaloide enthält. Dabei enthält die Wurzel hauptsächlich Allocryptopin, während im Kraut Californidin dominiert. Weiterhin sind dort noch Allocryptopin und etwas Escholzin enthalten. Weitere Inhaltsstoffe sind die Alkaloide Protopin und Chelerythrin sowie Flavonoide, z. B. Rutosid. Die Pflanze enthält im Gegensatz zu den anderen Mohngewächsen keinen Milchsaft, sondern eine farblose wässrige Flüssigkeit. Die Chromosomenzahl ist 2n = 12. [Wikipedia]
Die Edelweiß-Arten (Leontopodium) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Einige Sorten von wenigen Arten werden als Zierpflanzen verwendet. Die medizinische Wirkung einiger Arten wurde untersucht. Leontopodium-Arten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Sie wachsen aufrecht bis kriechend und erreichen je nach Art Wuchshöhen von (selten nur 1 bis) 5 bis 40 Zentimetern. Bei vielen Arten sind viele Pflanzenteile weiß-wollig behaart. Die wechselständig und meist schraubig am Stängel verteilten und bei vielen Arten in einer grundständigen Rosette angeordneten Laubblätter sind meist ungestielt. Die Blattspreiten sind beiderseits behaart, oft grauweiß filzig oder wollig. Der Blattrand ist glatt und flach. Einzeln oder zu dritt bis etwa zu zwanzig sitzen körbchenförmige Teilblütenstände in einem endständigen trugdoldigen Blütenstand zusammengefasst. Der Gesamtblütenstand ist von einem sternförmigen Kranz ausgebreiteter, weiß-wollig behaarter Hochblätter umgeben, die sich meist in Farbe und Größe von den Laubblättern unterscheiden. Die Blütenkörbchen besitzen häutige, bräunliche, transparente Hüllblätter in mehreren Reihen. Die Blütenstandsböden sind flach bis konvex. Es sind Spreublätter vorhanden. Alle Blüten sind eingeschlechtig. In den Blütenkörbchen stehen außen mehr weibliche, fertile Blüten als in der Mitte funktional männliche, fertile Blüten. Die gelben Kronröhren der weiblichen, sehr schlanken Blüten enden in drei bis vier und die der männlichen in fünf aufrechten Kronlappen. Der Griffel besitzt im unteren Bereich Haare, während die zwei Griffeläste unbehaart sind. Die kleinen Früchte sind Achänen und höchstens spärlich behaart. Der Haarkranz oder Pappus besteht aus einer Reihe an ihrer Basis zusammenhängender Borsten. Im Tiefland kultivierte Leontopodien entwickeln nur grauweiße Blüten. Die Chromosomengrundzahl beträg x = 7. Viele Arten sind apomiktisch. Die Gattung Leontopodium wurde 1819 durch Robert Brown in Alexandre Henri Gabriel de Cassini: Bulletin des Sciences, par la Societe Philomatique, Paris, S. 144 aufgestellt. Die Bestimmung der Leontopodium-Arten ist schwierig, da die Arten oft sehr variabel sind; viele Arten sind apomiktisch. Die Gattung Leontopodium gehört zur Tribus Gnaphalieae (Cass.) Lecoq & Juillet in der Unterfamilie Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Leontopodium-Arten sind in Eurasien verbreitet. In China kommen 37 Arten vor, davon 17 nur dort. Das Gesamtareal ist disjunkt, die Vorkommen in den europäischen Gebirgen sind weit entfernt vom Hauptverbreitungsgebiet in den asiatischen Gebirgen und Tibet. Die meisten Arten gedeihen in Asien im Himalaja, Altai, in Sibirien, Japan und China. Das Zentrum der Artenvielfalt ist das tibetische Hochland. [Wikipedia]
Die Feuer-Lilie (Lilium bulbiferum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Lilien (Lilium) in der Sektion Liriotypus (Candidum-Sektion). Die Pflanze ist in europäischen Gebirgen von den Pyrenäen über Mitteleuropa bis auf den Balkan und in Siebenbürgen verbreitet. Die Feuer-Lilie ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 20 und 90, selten bis zu 120 Zentimetern erreicht. Die weiße Zwiebel ist eiförmig, ihre Schuppen sind breit und spitz. Die Pflanze bildet ab dem Frühjahr einen rot oder schwarz gefleckten, im oberen Bereich wollig behaarten, aufrechten Stängel. Die daran wechselständig angeordneten, linealischen bis linealisch-lanzettlichen Laubblätter werden im unteren Teil bis zu 10 Zentimeter lang, höhere Blätter bleiben kürzer. Von Mai bis Juli erscheinen in einem flach doldigen Blütenstand ein bis fünf Blüten mit kurzhaarigen oder kahlen Blütenstielen. In seltenen Fällen können auch 1–2 weitere Blütenstände in mehreren Ebenen auftreten. Dann kann die Blütenanzahl auch insgesamt bis zu 15 Blüten umfassen, wobei der höchstliegende Blütenstand zuerst abblüht. Die zwittrigen, dreizähligen und duftlosen Blüten haben sechs aufrecht stehende Blütenhüllblätter (Tepalen), deren äußere etwas schmaler sind als die inneren. Sie erreichen vier bis sechs Zentimeter Länge, sind leuchtend rot oder gelbrot und haben auf der Oberseite dunkelbraune, behaarte Papillen. Die Nektarrinne ist gewimpert. Die Staubblätter sind rund halb so lang wie die Tepalen, die Staubbeutel rot, der Griffel ist ein wenig länger als die Staubblätter. Es werden verkehrt-eiförmige, rund vier Zentimeter lange, stumpfkantige Kapselfrüchte gebildet. Der Samen der Feuer-Lilien keimt verzögert-hypogäisch. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24. Unter den sonst stark duftenden Arten der Gattung Lilium ist die Feuer-Lilie eine duftlose Ausnahme. Die Pflanze wird von Tagfaltern bestäubt, die sich auf eines der Blütenhüllblätter setzen. Ist die Blüte schräg-aufrecht angeordnet, setzt sich das Insekt auf das jeweils untere Blütenhüllblatt. An der Basis eines jeden Tepalums verläuft eine Nektarrinne, in die der Bestäuber den Rüssel einführt und so zum Nektar gelangt. Eine Besonderheit der Art ist, dass sie durch primitive Nektarien an den Spitzen der Laubblätter und den Tepalen junger Blütenknospen Ameisen der Gattungen Myrmica, Lasius und Formica anlockt. Möglicherweise dient dies dem Schutz vor Fraßfeinden wie dem Lilienhähnchen. Die Feuer-Lilie ist die in Europa am weitesten verbreitete Wildlilie. Die Pflanze ist vor allem in den Gebirgen von Süd- und seltener Mitteleuropa von den Pyrenäen über Korsika und den Apennin zum nördlichen Balkan verbreitet. In den nördlichen Randalpen selten, in den Südlichen Randalpen zerstreut. Stellenweise, wie in den Dolomiten, ist sie häufig anzutreffen. [Wikipedia]


















Die Krokusse (Crocus (lateinisch für Krokos); Singular im Allgemeinen „der Krokus“, in der Schweiz auch „das Krokus“; Mehrzahl Krokusse) sind eine Pflanzengattung der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Die etwa 235 Krokusarten (Stand Januar 2017) sind vor allem im Orient, aber auch in Europa, Nordafrika und bis nach Westchina verbreitet. Sie sind seit Jahrhunderten beliebte Zierpflanzen. Als Frühblüher sind sie in den Parks und Gärten der gemäßigten Breiten auf der ganzen Welt anzutreffen. Einige Arten blühen bereits im Herbst und bilden die Früchte im darauffolgenden Frühjahr. Eine wirtschaftlich bedeutsame Krokusart ist der Safran (Crocus sativus), von dessen griechischem Namen krókos (??????) das lateinisch-deutsche Wort Krokus stammt. Durch gezielte Kreuzungen verschiedener Arten ist eine große Zahl von Sorten und Krokus-Hybriden entstanden, die in der Farbe, der Blütezeit und Blühdauer stark variieren. Gelegentlich können Krokusse mit Arten der Gattungen der Zeitlosengewächse Colchicum oder Scheinkrokussen verwechselt werden, die sich im Habitus ähneln und deren Verbreitungsgebiet sich im Mittelmeerraum überschneidet. [Wikipedia]
Die Tagetes (Tagetes), auch Studentenblume, Samtblume (veraltet: Sammetblume), türkische Nelke oder Totenblume genannt, ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die 50 bis 60 Arten sind von den USA über Mexiko und Zentralamerika bis Südamerika weit verbreitet. Viele Sorten werden als Zierpflanzen verwendet und zählen zu den bekanntesten Sommerblumen und eignen sich sowohl für Beete wie auch für Balkonkästen. Ihren Namen erhielten die Tagetes nach dem etruskischen Gott Tages. Tagetes-Arten sind stark duftende, meist reich verzweigte, aufrecht wachsende, einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen, seltener Halbsträucher oder Sträucher. Sie erreichen Wuchshöhen von größtenteils 10 bis 80, selten bis 200 Zentimetern. Die Laubblätter sind meist gegenständig, gelegentlich im oberen Sprossabschnitt auch wechselständig. Sie sind vorwiegend ein- bis dreifach fiederteilig oder gefiedert, selten ungeteilt, die Spreiten linealisch, lanzettlich bis eiförmig. Die Laubblätter sind durch zahlreiche drüsige Hohlräume drüsig punktiert, diese sind mit ätherischen Ölen gefüllt. Die körbchenförmigen Teilblütenstände stehen in endständigen, locker traubenartigen Zymen, selten einzeln oder in dichten Schirmrispen, gelegentlich auf langen, hohlen Blütenschäften. Die Blütenkörbchen enthalten innen Röhrenblüten, die von einem Ring aus zweilappigen Zungenblüten umgeben sind, der selten fehlen kann; bei den meisten gezüchteten Sorten sind allerdings nur sterile Zungenblüten vorhanden (gefüllte Blüten). Hüllblätter der Körbchenhülle sind immer einreihig und auf dem größten Teil ihrer Länge miteinander verwachsen, sie tragen eine oder zwei Reihen von Öldrüsen. Eine Außenhülle fehlt. Die Blüte sind gelb, weiß, orange gefärbt, öfters mehrfarbig, mit roten bis rotbraunen Spitzen. Die in ungefüllten Sorten oft fünf, bis zu acht Zungenblüten sind am Ende abgestutzt oder zweilappig. Je nach Art ist die Zahl der Röhrenblüten sehr verschieden. Die Achänen sind schwarz gefärbt, stumpf pyramidenförmig oder zylindrisch bis spindelförmig, nur selten etwas abgeflacht, behaart oder kahl. Sie haben einen Pappus, der nur aus zwei bis fünf, selten bis zehn, oft ungleich langen Schuppen besteht. Die Chromosomenzahl beträgt x = 12. [Wikipedia]
Die Malven (Malva) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Die 15 bis 30 Arten sind in Eurasien und Nordafrika verbreitet. Das Wort "Malve" geht über lateinisch malva (als "Pappel" und "Hasenpappel" vor allem Wilde Malve oder Weg-Malve, möglicherweise auch Rosen-Malve und Gewöhnliche Stockrose, aber auch Echter Eibisch) und altgriechisch µa???? maláche auf eine Mittelmeersprache zurück (vgl. arabisch Muluchiya und hebräisch malluah für die nicht verwandte Gartenmelde). Malven-Arten wachsen als aufsteigende oder aufrechte, ein- bis mehrjährige oder kurzlebig ausdauernde krautige Pflanzen. Die wechselständig an den Stängeln angeordneten Laubblätter sind gestielt. Die Blattspreiten sind handförmig gelappt oder gelegentlich tief eingeschnitten. Die bleibenden Nebenblätter sind ungestielt und meist bewimpert. Die Blüten stehen entweder einzeln oder in Büscheln in den Blattachseln. Die drei meist unverwachsenen Hochblätter der Hülle, die auch häufig als Außenkelch interpretiert werden, variieren in der Form von linealisch bis eiförmig. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf Kelchblätter sind becherförmig verwachsen, vergrößern sich oft bis zur Fruchtreife und stehen dann von der Achse ab. Die fünf Kronblätter sind meist violett, gelegentlich auch weiß, rosa oder rot. An ihrer Spitze sind sie eingekerbt oder eingebuchtet. Wie bei allen Vertretern der Unterfamilie Malvoideae sind die vielen Staubblätter mit ihren Staubfäden zu einer den Stempel umgebenden Röhre, der sogenannten Columna, verwachsen, an deren Spitze jeweils die Staubbeutel entspringen. Die Staubbeutel sind jeweils nur mit einer Theca ausgestattet. Der oberständige Fruchtknoten weist neun bis fünfzehn Fächer auf. Jedes Fach enthält eine Samenanlage. Der Griffel ist in ebenso viele Äste verzweigt, wie der Fruchtknoten Fächer aufweist. Die Narben sind zum Blütenzentrum hin gerichtet. Aus der violettblühenden Wilden Malve (Malva sylvestris) isolierte Richard Willstätter 1915 erstmals den Anthocyan-Farbstoff Malvidin als Dimethylether des Delphinidins. [Wikipedia]
Das Leberblümchen (Hepatica nobilis, Synonyma: Anemone hepatica, Hepatica triloba), genauer Gewöhnliches Leberblümchen, auch Dreilappiges Leberblümchen genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Die Stiftung Naturschutz Hamburg kürte das Leberblümchen zur Blume des Jahres 2013. Das Leberblümchen ist eine überwinternd grüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhe beträgt 10 bis 25 cm. Es übersteht den Winter mit Überdauerungsknospen, die sich unmittelbar an der Erdoberfläche in den Blattachseln und im Schutz der überdauernden Blätter befinden und gehört deshalb zu den wintergrünen Hemikryptophyten. Es besitzt ein kurzes, schräg im Boden liegendes, dunkelbraunes Rhizom, das mit schuppenförmigen Niederblättern besetzt ist. Die Wurzeln des Leberblümchens reichen bis zu 30 Zentimeter tief ins Erdreich. Deshalb wird das Leberblümchen zu den Tiefwurzlern gezählt. Dem Rhizom entspringen nach der Blüte oder gegen Ende der Blütezeit die neu angelegten, grundständigen Laubblätter. Die langen Blattstiele weisen bei jungen Blättern noch eine dicht glänzende, weiße und weiche Behaarung auf. Die Blattspreite ist in drei Lappen geteilt und erinnert im Umriss an die menschliche Leber, worauf der frühere Artname Hepatica triloba Chaix und nach der Signaturenlehre der deutsche Trivialname basiert. Die Lappen besitzen abgerundete oder leicht zugespitzte Blattzipfel und können bis zur Hälfte der Spreite eingeschnitten sein. Die Blattoberseite der leicht ledrigen Blätter ist dunkelgrün gefärbt; die Blattunterseite ist dagegen purpur-violett getönt. Die behaarten, rötlich-braunen Blütenstandsschäfte wachsen aufrecht. Beinahe direkt über den drei kelchartigen, grünen Hochblättern (Involucrum), die die Blütenknospen schützend umhüllen und damit die Schutzfunktion des fehlenden Kelchs übernehmen, sitzen die langgestielten Blüten. Die endständigen Blüten sind zwittrig, radiärsymmetrisch und besitzen einen Durchmesser von 15 bis 30 mm. Die sechs bis neun gleich gestalteten Blütenhüllblätter sind blau bis blauviolett gefärbt, selten kommen Exemplare mit weißer oder purpurfarbener Blütenhülle vor. Die blaue Farbe wird durch den Anthocyanfarbstoff Cyanidin erzeugt. Ein Kreis weißlicher Staubblätter umgibt das Blütenzentrum. Im Zentrum der Blüte befinden sich zahlreiche freie Fruchtblätter. Sie sind grün gefärbt, länglich geformt und besitzen eine kopfige Narbe. Die Blütezeit erstreckt sich von März bis April, womit das Leberblümchen zu den im Frühling am frühesten blühenden Pflanzen gehört. Bei Regenwetter und am Abend schließen sich die Blüten. Die häufige Öffnung erfolgt durch Wachstumsbewegungen der Blütenhüllblätter, wodurch diese sich täglich etwas verlängern und während der Gesamtblütezeit auf etwa das Doppelte der ursprünglichen Größe anwachsen. [Wikipedia]
Die Magerwiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare, früher synonym: Chrysanthemum leucanthemum), auch Frühe Margerite oder kurz Margerite genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Margeriten (Leucanthemum) in der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae). Die Wiesen-Margerite ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 80 (100) Zentimetern erreicht. Ihr kantiger Stängel ist aufrecht und meist unverzweigt. Die spatelförmigen Laubblätter sind wechselständig angeordnet. Die unteren Blätter sind meist grob gezähnt, die oberen weniger stark. Spreite der mittleren Stängelblätter mindestens 5 mal so lang wie breit im unteren Drittel mit Zähnen, die länger sind als die Breite der unzerteilten Spreite. Untere Zähne verlängert, öhrchenartig angeordnet. Die Blütezeit reicht von Mai bis September. Die körbchenförmigen Blütenstände haben einen Durchmesser von 2–6 Zentimetern und verbreiten besonders beim Verwelken einen unangenehmen Geruch, sie stehen einzeln endständig auf den Stängeln. Die lanzettlichen Hüllblätter sind meist kahl mit hell- bis schwarzbraunen Rändern. Der Blütenkorb enthält 20–25 randständige weiße Zungenblüten (Strahlenblüten) und 300–400 zentrale gelbe Röhrenblüten (Scheibenblüten). Die weiblichen Zungenblüten sind 6 Millimeter breit. Die Röhrenblüten sind zwittrig und häufig in hexagonaler Kreispackung angeordnet. [Wikipedia]
Auf der Briefmarke "Zitronenfalter" ist der
Die Briefmarke "Brunsbüttel - Mole 1" zeigt die 1895 gebaute Mohle 1, die zusammen mit der Mole 2 die elbseitige Begrenzung der Zufahrt zur Alten Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel darstellt.
Die Astern (Aster) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die etwa 152 Arten der Gattung Aster s. str. sind in Eurasien weitverbreitet. Einige Arten und ihre Sorten werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten verwendet. Der Name Aster kommt vom altgriechischen Wort (aster), was "Stern" bedeutet und sich auf die Form des Blütenkopfes bezieht. Aster-Arten sind meist ausdauernde, manchmal auch ein- oder zweijährige, krautige Pflanzen, selten Halbsträucher oder Sträucher, und erreichen Wuchshöhen von 3 Zentimetern bis 3 Metern. Oft haben sie Rhizome. Oft stehen die Blätter sowohl in grundständigen Rosetten (Rosettenblätter, Grundblätter) als auch wechselständig angeordnet am Stängel (Stängelblätter). Die wechselständigen Laubblätter können gestielt oder ungestielt sein. Die Blattspreiten sind einfach. Die Blattränder können glatt oder gezähnt sein. Die körbchenförmigen Blütenstände können einzeln oder zu mehreren an einem Stängel stehen. Die Blütenkörbchen enthalten einen einreihigen (selten zweireihigen) Kranz aus meist 14 bis 55 (selten 100 bis 150) Zungenblüten (auch Strahlenblüten genannt) und dem Zentrum aus 20 bis über 100 meist gelben Röhrenblüten (auch Scheibenblüten genannt). Das Farbspektrum der Zungenblüten umfasst weiß, rot, blau, rosa- und lilafarben. Es werden Achänen meist mit einem Pappus gebildet. [Wikipedia]
Der Klatschmohn (Papaver rhoeas), auch Mohnblume oder Klatschrose genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mohn (Papaver) innerhalb der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Der Klatschmohn ist eine sommergrüne, einjährige bis zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 90 Zentimetern erreicht. In gegliederten und netzartig verbundenen Milchsaftröhren wird Milchsaft produziert. Der wenig verzweigte Stängel ist relativ dünn und behaart. Die rauen, borstig behaarten Laubblätter sind bei einer Länge von etwa 15 Zentimetern im Umriss lanzettlich, einfach bis doppelt fiederschnittig mit grob eingeschnittenen bis scharf gesägten Blattabschnitten. Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die Blüten stehen einzeln, endständig auf dem Stängel. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die zwei behaarten Kelchblätter fallen beim Öffnen der Blütenknospe ab. Die Kronblätter sind in der Knospe unregelmäßig "zusammengeknautscht". Die mit einem Durchmesser von 5 bis 10 Zentimetern relativ großen Blütenkronen können in der Größe erheblich variieren. Die vier scharlach- bis purpurroten, selten weißen oder violetten Kronblätter besitzen im unteren Bereich einen großen schwarzen, oft weiß umrandeten Fleck und sind sehr dünn. Sie ähneln etwas knittrigem Papier und sind daher leicht zu erkennen. Es sind etwa 164 Staubblätter vorhanden. Die kurz kegelige Narbenscheibe besitzt meist 10 (5 bis 18) Narbenstrahlen. Die typische, bei einer Länge von 10 bis 22 Millimetern bis zu doppelt so lange wie breite und an ihrer Basis abgerundete Kapselfrucht enthält einige hundert Samen. Die Kapselfrucht ist durch zahlreiche "falsche Scheidewände" (= Wucherungen der Samenleisten) in unvollständig gefächerte Porenkapseln (= „Streubüchsen“) unterteilt. Die dunklen Samen ("Mohnkörner") sind bei einem Durchmesser von bis zu 1 Millimeter sehr klein. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14. [Wikipedia]
Die Gewöhnliche Sonnenblume (Helianthus annuus), auch nur Sonnenblume genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Sonnenblumen (Helianthus) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Gewöhnliche Sonnenblume ist eine einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist ein bis zwei, seltener drei Metern erreicht. Sie bildet keine Knollen. Der Stängel ist rau behaart. Die fast alle wechselständigen am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von bis 40 Zentimetern und einer Breite von bis zu 35 Zentimetern breit-herzförmig mit gesägtem Rand. Die nickenden Blütenkörbe weisen einen Durchmesser von 10 bis 40 Zentimetern auf. Die meist gelben Zungenblüten sind 6 bis 10 Zentimeter lang und die Röhrenblüten sind braun. Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 34. Die Bestäubung der Sonnenblume erfolgt durch verschiedene Insekten. Sonnenblumenstiel und Blütenkelch bilden einen 120°-Winkel, damit die Sonnenblumenblüte mit einem Winkel von 30° über dem Horizont viel Sonnenlicht aufnehmen kann. Belastungsfestigkeit beim Winkel erreicht die Blume durch Stielverdickung. Abwehrhaare schützen gegen das Vordringen von Fressfeinden zur Blüte. Die Gewöhnliche Sonnenblume ist eine bis zu 2 Meter tief wurzelnde einjährige kultivierte Pflanze. Sie ist sehr photosyntheseaktiv; eine große Pflanze bindet pro Tag das in einem Raum von 100 Kubikmetern vorhandene Kohlendioxid. Allerdings sind die Pflanzen sehr lichtabhängig d. h., die Netto-Photosyntheserate steht in direktem Verhältnis zum Logarithmus der Lichtintensität, deshalb bleiben bereits geringfügig schlechter besonnte Pflanzen wesentlich kleiner. Sie ist eine typische Pflanze warmer Standorte, d. h., sie ist ein Wärmekeimer, sie hat ihr maximales Wachstum bei 20 Grad Celsius und ihre Keimblätter legen sich nachts zusammen. Blütenökologisch sind die Scheinblüten (Pseudanthium) große "Körbchenblumen", die oft aus über 15.000 Einzelblüten bestehen. Die Blüten sind vormännlich. Die zungenförmigen Randblüten sind steril und haben eine hohe UV-Reflexion. Die Scheibenblüten sind zwittrig. Die Bestäubung erfolgt durch verschiedene Insekten. Der Nektar hat zur Zeit der Hauptproduktion zwischen 10 und 14 Uhr auch den höchsten Zuckergehalt von 35 %. Die Blütenkörbe richten sich fast immer auf "Mittag" ein; die Sonnenblumen sind also Kompasspflanzen. Die Eigenart der Pflanze, sich immer dem Sonnenlicht zuzuwenden, nennt man Heliotropismus. An sonnigen Tagen verfolgt die Knospe die Sonne von Ost nach West, während sie sich nachts oder in der Morgendämmerung nach Osten zurückdreht. Es drehen sich jedoch nur die Blätter und Knospen der jungen Pflanze zur Sonne. Blüten und Fruchtstände tun dies nicht mehr. Diese weisen in der Regel nach Osten. [Wikipedia]
Die Rittersporne (Delphinium) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Die 300 bis über 500 Arten sind in der Holarktis weitverbreitet. 2015 wurden die Rittersporne Giftpflanze des Jahres. Rittersporn-Arten wachsen selten als ein- bis zweijährige, meist als ausdauernde krautige Pflanzen. Die Laubblätter sind dreiteilig, handförmig gelappt bis stark zerteilt. In traubigen oder schirmtraubigen Blütenständen stehen viele Blüten zusammen mit Tragblättern; selten stehen die Blüten einzeln. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph, gespornt und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf freien, kronblattartigen Kelchblätter sind ungleich, es gibt zwei ventrale (obere), zwei seitliche und den Sporn. Von den vier freien Kronblättern sind die beiden oberen gespornt und enthalten Nektar; die beiden unteren sind ungespornt. Diese beiden Sporne der Krone sind vom Sporn des Kelchs umgeben. Die beiden seitlichen Kronblätter sind in einen schmalen Nagel und eine breite Zunge gegliedert. Von den ursprünglich fünf Kronblattanlagen entwickelt sich also eine nicht. Falls die einzige Art der Gattung Pseudodelphinium H.Duman, Vural, Aytaç & Adigüzel in der Gattung Delphinium s l. enthalten ist, dann wäre das die einzige Art der Gattung mit einer radiärsymmetrischen Blüte. Die vielen Staubblätter sind in acht Kreisen angeordnet. Es sind meist drei, seltener vier bis fünf freie Fruchtblätter vorhanden mit vielen Samenanlagen. Der Griffel besitzt eine deutlich erkennbare Narbe. Es werden schmale Balgfrüchte gebildet. Die Samen besitzen schmale Flügel. Ausgehend von Quellen über einzelne Arten folgert man, dass die Rittersporn-Arten in allen Pflanzenteilen, besonders aber in den Samen, giftige Alkaloide, hauptsächlich Elatin enthalten. Ausgehend von Quellen über einzelne Arten folgert man, dass diese Rittersporn-Arten auch Delphinin, Methyllycaconitin, Delphisin, Delphinoidin, Delcosin, Delsonin und Lycoctonin enthalten. Einige Arten wurden aufgrund der Inhaltsstoffe schon im Altertum als Arzneipflanzen genutzt. Die Vergiftungserscheinungen sind Magenreizungen mit Durchfall, Bewegungsstörungen und nervöse Symptome. Die Giftstoffe greifen auch die Herzmuskulatur an und erzeugen Hautreizungen. Die höchsten Giftgehalte weisen der Gartenrittersporn und der Hohe Rittersporn auf. Als akute Sofortmaßnahme empfiehlt sich die Einnahme von Aktivkohle-Tabletten. Die Haut sollte nach Kontakt umgehend abgewaschen werden. Der erste Nachweis des Namens "Delphinium" wurde in Dioskorides Werk De Materia Medica gefunden. Von diesem Werk hat man Kenntnis durch arabische, griechische und lateinische Übersetzungen. Dort wurde dieser Name für Pflanzen mit langen, dünnen, fiederteiligen Laubblättern verwendet, die aussehen wie Delfine, schon dort wurde das altgriechische Wort def delphinion verwendet. [Wikipedia]




Die Briefmarke "Erneuerbare Energien im Aufwind" weist auf den steigenden Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix in Deutschland hin. Gestaltet wurde die Marke von Stefan Klein und Olaf Neumann.




Das Bildmotiv auf der Briefmarke "Rosengruß" wurde von Antonia Graschberger (München) entworfen.






Das Markenmotiv wurde von Ernst und Lorli Jünger gestaltet.
Der Motive-Entwurf stammt von Harry Scheuner.








Die Briefmarke "Schloss Schwerin" aus der Serie "Sehenswürdigkeiten" enthält eine Ansicht des Schweriner Schlosses aus Mecklenburg. Das Schweriner Schloss ist die ehemalige Hauptresidenz der Herzöge und Großherzöge von Mecklenburg-Schwerin auf der Schlossinsel in Schwerin. Die Fünfflügelanlage wurde 1560 durch Herzog Johann Albrecht I. von Johann Baptista Parr im Renaissancestil begonnen und 1857 durch Großherzog Friedrich Franz II. von Georg Adolph Demmler und Friedrich August Stüler im Neurenaissancestil vollendet. Als architektonisches Vorbild dienten auch verschiedene französische Renaissanceschlösser. Hervorzuheben sind die Ahnengalerie, der Thronsaal und die Schlosskirche. Seit 1990 dient es als Sitz des Landtages Mecklenburg-Vorpommern. Am 27. Juli 2024 wurde das Schloss als Teil des Residenzensembles in die UNESCO-Welterbeliste eingeschrieben. Mit rund 200.000 Besuchern im Jahr gehört es zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. [Wikipedia]




Die Sonderbriefmarke "Windmühle" stammt aus dem Jahr 2000 und zeigt das mehrfarbige Motiv eines modernen Windrads (oft fälschlicherweise auch als Windmühle bezeichnet).


Siebenstein ist eine deutsche Kinderfernsehserie, die seit 1988 produziert wird. Die Serie wurde ursprünglich im ZDF ausgestrahlt und ab 1997 vom Kinderkanal (heute KiKA) übernommen. Seit 2022 greift eine neue Dachmarkenstrategie für die unterschiedlichen Formate mit Rabe Rudi, sodass die Serie seither den Namen Rudis Siebenstein trägt.
Die Idee zur Serie stammt von Irene Wellershoff, die damals für das ZDF-Kinderprogramm arbeitete. Ziel war es, eine Sendung zu entwickeln, die sowohl unterhaltsam als auch lehrreich ist. Die Serie handelt von Frau Siebenstein, welche einen Trödelladen betreibt, in dem sie sich mit dem dreisten Raben Rudi und dem besserwisserischen Koffer unterhält und den beiden Geschichten erzählt. [Wikipedia]


Unser Sandmännchen (kurz auch Sandmann) ist eine deutsche Kindersendung, die seit 1959 produziert wird und die Fernsehserie mit den meisten Folgen ist. Von 1959 bis 1990 wurde im geteilten Deutschland sowohl Unser Sandmännchen beim Deutschen Fernsehfunk (DFF) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) als auch eine Sendung gleichen Konzepts bei der ARD in der Bundesrepublik Deutschland unter dem Titel Sandmännchen vom SFB produziert und gesendet. Seit der Deutschen Wiedervereinigung wird im Auftrag der ARD Unser Sandmännchen, aktuell vom Rundfunk Berlin-Brandenburg, weiter produziert und in den Vorabendprogrammen des RBB, des MDR und des KiKA gesendet. Das Sehen dieser Sendung war und ist für Kleinkinder in vielen Haushalten ein Ritual vor dem Zubettgehen. [Wikipedia]




Hermann Max Pechstein (* 31. Dezember 1881 in Zwickau; † 29. Juni 1955 in West-Berlin) war ein deutscher Maler, Grafiker und zeitweise Mitglied der Künstlervereinigung „Brücke“. Pechstein war ein Vertreter des deutschen Expressionismus. Er schuf vor allem Figurenbilder, teilweise mit exotischen Motiven von den Palauinseln, Stillleben sowie Landschaften (u. a. vom Lebasee in Hinterpommern) und von der Kurischen Nehrung, wo er die Künstlerkolonie Nidden während seiner mehrmonatigen Aufenthalte zwischen 1909 und 1939 maßgeblich beeinflusste. [Wikipedia]
Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ ist das Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland mit Sitz in Aachen und ein Werk der Päpstlichen Missionswerke. Es organisiert seit 1959 in Deutschland das Sternsingen, auch „Aktion Dreikönigssingen“ genannt, bei dem Kinder und Jugendliche für Kinderhilfsprojekte in der ganzen Welt Spenden sammeln. Schwerpunkt der Spendenkampagne im Jahr 2023 sind Hilfsprojekte rund um die Rechte von Kindern in Indonesien. [Wikipedia]

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund (kurz Borussia Dortmund oder BVB) ist ein Sportverein aus Dortmund, der am 19. Dezember 1909 gegründet wurde. Borussia ist der neulateinische Name für Preußen. Seine Fußballsparte nimmt „als Hauptsportart die hervorragende Stellung innerhalb des Vereins“[2] ein. Borussia Dortmund ist im Männerfußball einer der erfolgreichsten Klubs Deutschlands; neben acht deutschen Meisterschaften und fünf DFB-Pokalsiegen gewann der BVB 1966 den Europapokal der Pokalsieger (und damit als erster deutscher Verein überhaupt einen Europapokal) und 1997 die Champions League sowie im selben Jahr den Weltpokal. Die erste Herrenmannschaft spielt in der Bundesliga und belegt in der ewigen Tabelle den zweiten Platz. Obwohl Borussia Dortmund ursprünglich als Fußballverein gegründet wurde, besitzt der Klub auch eine Handball- und Tischtennisabteilung, deren erste Mannschaften ebenfalls höherklassig spielen, sowie eine Fan- und Förderabteilung, die die Belange der Anhänger des Vereins vertritt. Mit 238.109 Mitgliedern (Stand: 23. November 2025) ist Borussia Dortmund der zweitgrößte deutsche Sportverein und der fünftgrößte weltweit. Seit November 1999 sind die Lizenzspielerabteilung der Borussia, die zweite Mannschaft und die A-Jugend in die börsennotierte Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA ausgelagert, die zwischen dem 23. Juni 2014 und dem 20. September 2021 im SDAX gelistet war und dies seit dem 25. Juli 2023 wieder ist. [Wikipedia]

Frankfurt am Main ist mit 756.021 Einwohnern (31. Dezember 2024) die bevölkerungsreichste Stadt des Landes Hessen und die fünftgrößte Deutschlands. Sie ist kreisfrei und bildet das Zentrum der Region Frankfurt am Main mit mehr als 2,3 Millionen Einwohnern. In der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main (Rhein-Main-Gebiet) leben etwa 5,8 Millionen Menschen. Seit dem Mittelalter gehört Frankfurt am Main zu den bedeutenden städtischen Zentren Deutschlands. Im Jahr 794 erstmals urkundlich erwähnt, war es seit 1372 Reichsstadt. Bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806 wurden die meisten römisch-deutschen Könige in Frankfurt am Main gewählt und seit 1562 auch zum Kaiser gekrönt. Von 1815 an war die Freie Stadt Frankfurt ein souveräner Mitgliedstaat des Deutschen Bundes und zugleich dessen politisches Zentrum. Die Bundesversammlung hatte hier ebenso ihren Sitz wie die Nationalversammlung und die Provisorische Zentralgewalt während der Revolution von 1848/49. Nach dem Deutschen Krieg von 1866 annektierte Preußen die Freie Stadt. Infolge der raschen Industrialisierung setzte ein starkes Bevölkerungswachstum ein. Seit 1875 zählte die Stadt über 100.000 und seit 1928 mehr als 500.000 Einwohner. Als Zeichen der Verpflichtung zur europäischen Einigung nennt sich Frankfurt seit 1998 Europastadt. Frankfurt am Main ist ein internationaler Finanzplatz, bedeutendes Industrie-, Dienstleistungs- und Messezentrum und zählt zu den ökonomischen Weltstädten. Frankfurt am Main ist Sitz der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bundesbank, der Frankfurter Wertpapierbörse, zahlreicher Finanzinstitute (darunter Deutsche Bank, Commerzbank, DZ Bank, KfW), der Aufsichtsbehörden BaFin und EIOPA und der Messe Frankfurt. Die Frankfurter Buchmesse und die Musikmesse gelten als Weltleitmessen ihrer Sparten, die Internationale Automobil-Ausstellung fand hier bis 2019 statt. Die Stadt ist zudem Sitz vieler nationaler Sportverbände, darunter der Deutsche Olympische Sportbund und der Deutsche Fußball-Bund. Sie ist Heimat von Eintracht Frankfurt, einem der nach Mitgliederzahlen zehn größten Sportvereine der Welt. Dank seiner zentralen Lage ist Frankfurt am Main ein Knotenpunkt im deutschen und europäischen Verkehrsnetz mit dem Flughafen Frankfurt Main, dem Hauptbahnhof und dem Frankfurter Kreuz. Der Internetknoten DE-CIX ist ein bedeutender Austauschpunkt für den Datenverkehr im Internet. [Wikipedia]


Eine internationale Gartenbauausstellung (abgekürzt IGA) ist eine internationale Leistungsschau des Garten- und Landschaftsbaus und seiner Fachverbände. Auf den Ausstellungen werden Gärten, Landschaftsarchitektur, Landschaftsbau, Pflanzenzucht und Gartengeräte/-Möbel gezeigt. Neben Bundesbehörden und den ausrichtenden Städten ist heute stets die 1993 gegründete Deutsche Bundesgartenschau GmbH (DBG) beteiligt, hinter ihr stehen der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG), der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) und der Bund deutscher Baumschulen (BdB). Die Schirmherrschaft einer Internationalen Gartenschau wird wie bei einer Bundesgartenschau vom jeweiligen Bundespräsidenten übernommen. Die IGA findet in Deutschland alle zehn Jahre statt. Sie ersetzt im jeweiligen (ungeraden) Jahr zugleich die biennale Bundesgartenschau (BUGA). Interessierte Städte müssen sich nach einem Reglement um die Austragung der IGA bewerben. Internationale Gartenbauausstellungen werden von der Bundesrepublik Deutschland beim Bureau International des Expositions (BIE) in Paris beantragt und müssen zudem von der Association Internationale des Producteurs de l’Horticulture (AIPH) genehmigt werden. Die endgültige Entscheidung zur Durchführung trifft das BIE. Die Floriade (Niederlande) durchläuft das gleiche internationale Genehmigungsverfahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden in Deutschland IGAs traditionell in den Jahren statt, die auf 3 endeten. Die Systematik wurde nach 2013 auf 7er-Jahre geändert, um einen größeren Abstand von den Floriaden in den Niederlanden in den mit 2 endenden Jahren zu erreichen. Nachdem Hamburg bereits mit Vorbereitungen für die Ausstellung 2013 begonnen hatte, wurde für diese Veranstaltung der einmalige Titel einer Internationalen Gartenschau (IGS) erfunden. [Wikipedia]

Koblenz (bis 1926 Coblenz; mundartlich Kowelenz) ist eine kreisfreie Großstadt im nördlichen Rheinland-Pfalz. Sie ist mit 113.378 Einwohnern (31. Dezember 2024) nach Mainz und Ludwigshafen am Rhein die drittgrößte Stadt dieses Landes und nimmt Platz 72 unter den größten Städten Deutschlands ein. Koblenz bildet neben Mainz, Ludwigshafen am Rhein, Trier und Kaiserslautern eines der fünf Oberzentren in Rheinland-Pfalz. Koblenz ist Sitz der Universität Koblenz, des RheinMoselCampus der Hochschule Koblenz, der Verwaltung des Landkreises Mayen-Koblenz, der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (bis 1999 Bezirksregierung Koblenz), des Bundesarchivs, des Landeshauptarchivs, der Landesarchäologie Rheinland-Pfalz, des Landesamtes für Steuern, des Landesamtes für Finanzen, ehemals Oberfinanzdirektion Koblenz, des Verfassungsgerichtshofes Rheinland-Pfalz, des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, des Bundeswehrzentralkrankenhauses und des Landesamtes für Vermessung Geobasisinformation Rheinland-Pfalz. Koblenz, das 1992 sein 2000-jähriges Bestehen feierte, gehört zu den ältesten Städten Deutschlands. Der ursprüngliche, lateinische Name des römischen Kastells Confluentes (deutsch die Zusammenfließenden) leitete sich von der Lage der Stadt an der Mündung der Mosel in den Rhein am sogenannten Deutschen Eck ab. Seit dem 5. Jahrhundert gehörte die Stadt zum Fränkischen, ab 870 mit kurzen Unterbrechungen zum Ostfränkischen, dem späteren Römisch-deutschen Reich. Seit 1018 im Besitz des Erzstifts und Kurfürstentums Trier, war es seit dem 17. Jahrhundert dessen Residenzstadt. Nach kurzer Zugehörigkeit zu Frankreich fiel Koblenz 1815 an Preußen und war ab 1822 Hauptstadt von dessen Rheinprovinz. Seit 1946 gehört die Stadt zum damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz. Im Jahr 1962 überschritt Koblenz die 100.000-Einwohner-Marke und wurde damit zur Großstadt. Teile von Koblenz gehören zum UNESCO-Welterbe: Seit 2002 bildet die Stadt mit ihren Kulturdenkmälern das nördliche Tor zur Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal, und das Kastell Niederberg steht seit 2005 als Teil des Obergermanisch-Rätischen Limes auf der UNESCO-Liste. Im Jahr 2011 fand in Koblenz die erste Bundesgartenschau in Rheinland-Pfalz statt. Die Stadt ist seit 1997 Mitglied im Klima-Bündnis. [Wikipedia]



Der Rhein-Ruhr-Hafen ist ein Binnenhafen in Mülheim an der Ruhr am Unterlauf der Ruhr. Der Hafen liegt oberhalb der Rheinmündung im Stadtteil Speldorf am Ruhrschifffahrtskanal zwischen Ruhr-km 8,5 bis 9,5 links. Über die Ruhrschleuse Raffelberg ist er mit dem Rhein-Herne-Kanal, über die Schleuse Meiderich mit den Duisburg-Ruhrorter Häfen und über die Ruhrschleuse Duisburg mit dem Rhein verbunden. Der Binnenhafen, der von den Betrieben der Stadt Mülheim unterhalten wird, besteht aus zwei Teilen: Der Nordhafen ist eine Lände direkt am Schifffahrtskanal, von dem der Südhafen als Hafenbecken abzweigt. Die Wassertiefe beträgt bei normalem Wasserstand mindestens 2,80 m und die Länge der Kai- und Umschlagsanlagen liegt bei 3,1 km. Eine weitere Betriebslände mit einer Containerbrücke befindet sich bei Ruhr-km 11,1 rechts. Der Hafen und der Ruhrschifffahrtskanal sind bis zur Schlossbrücke (km 12,2) eine Binnenwasserstraße der Klasse Va für das Große Rheinschiff. Für die Personenschifffahrt gibt es einen weiteren, innenstadtnahen Anleger bei Ruhr-km 11,9 rechts. Dort besteht auch Anschluss an den ÖPNV. Nachdem die Ruhrschifffahrt durch das Aufkommen der Eisenbahnen und speziell durch den Bau der Ruhrtalbahn zum Ende des 19. Jahrhunderts vollständig zum Erliegen kam, beschloss die Stadt Mülheim an der Ruhr im Jahr 1913 zur Steigerung der Wirtschaftskraft einen Hafen anzulegen und eine direkte Verbindung zum Duisburger Hafen zu schaffen. Dazu wurde in zwölfjähriger Bauzeit der Ruhrschifffahrtskanal errichtet und das Gefälle von rund zehn Metern zwischen den Städten durch zwei neue Schleusen ausgeglichen. Am 8. Oktober 1927 wurde der Rhein-Ruhr-Hafen offiziell eingeweiht. Seit September 2004 ist der Rhein-Ruhr-Hafen Ausgangspunkt des EU-Projektes InterPorts, mit dem die Kooperation der Binnenhäfen gestärkt und die Verlagerung des Transportverkehrs auf Schiff und Bahn erreicht werden soll. Der Hafen gehört heute unter der Bezeichnung Rhein-Ruhr-Hafen zur Route der Industriekultur (Themenroute 12 – Geschichte und Gegenwart der Ruhr und Themenroute 14 – Kanäle und Schifffahrt). [Wikipedia]

Jugend forscht (informell kurz: Jufo) ist ein Schüler- und Jugendwettbewerb im Bereich Naturwissenschaften und Technik und gilt als der bekannteste in Deutschland. Er wurde 1965 vom damaligen Stern-Chefredakteur Henri Nannen initiiert. Veranstalter des alljährlich stattfindenden Wettbewerbs Jugend forscht ist die Stiftung Jugend forscht e. V., die Ausrichtung der einzelnen Regional- und Landeswettbewerbe erfolgt zusammen mit Patenunternehmen, der Bundeswettbewerb wird jährlich wechselnd bei einem Bundespatenunternehmen ausgetragen. Die Teilnehmer bearbeiten Projekte zu von ihnen selbst gewählten Fragen aus dem MINT-Bereich und sie präsentieren der Wettbewerbsjury ihre Ergebnisse durch eine schriftliche Arbeit sowie beim eigentlichen Wettbewerb durch einen von ihnen gestalteten Stand und einen mündlichen Vortrag mit anschließender Befragung. Der Wettbewerb gliedert sich in verschiedene Stufen. Zum Regionalwettbewerb (auch RW genannt) wird jede eingereichte Arbeit zugelassen, die nicht gegen die Regeln verstößt. Die jeweiligen Regionalsieger, die von einer Jury gekürt werden, qualifizieren sich für den Landeswettbewerb (auch LW genannt). Dort werden von einer Jury nochmals Landessieger bestimmt, die auf der höchsten Ebene dem Bundeswettbewerb (auch BuWe genannt) teilnehmen dürfen. Jedes Fachgebiet hat eine eigene Jury, die die Projekte bewertet. Nicht selten – vor allem auf der Bundesebene – wird die schriftliche Arbeit der Teilnehmer von der Jury im Vorfeld des eigentlichen Wettbewerbs an Forschungsinstitute und Universitäten weitergeleitet, damit diese die Arbeit im Kontext aktueller Forschung begutachten. In den Bundesländern Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein entfiel bis zum Jahr 2009 die Ebene des Regionalwettbewerbs, die Projekte begannen bis dahin gleich auf Landesebene. Seit dem Jahr 2009 werden bis auf Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland in allen Bundesländern Regional- und Landeswettbewerbe abgehalten. [Wikipedia]


Diese Briefmarke "Kinder gehören dazu" wurde von der deutschen Malerin, Illustratorin und Grafikerin Lilo Fromm gestaltet.

Die Mainzer Fastnacht („Määnzer Fassenacht“ oder „Meenzer Fassenacht“) gehört zu den traditionsreichsten und größten Veranstaltungen ihrer Art. Mainz gehört zusammen mit Köln und Düsseldorf zu den Hochburgen der rheinischen Fastnacht. Neben den Ursprüngen, die allen Karnevals-, Fastnachts- und Faschingsfesten gemein sind, pflegt die Mainzer Fastnacht dabei auch eine besondere politisch-literarische Komponente. Der Brauch der Fastnacht geht auf den christlichen Kalender zurück, bei dem in der Nacht zum Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt. Die ersten Überlieferungen stammen aus dem 13. und 14. Jahrhundert – es handelt sich um Verordnungen, die sich gegen übermäßige Völlerei und Ausschweifung an den Tagen vor der Fastenzeit richten. Auch das Wort „Fastnacht“ taucht zuerst im 14. Jahrhundert auf. Über die alte Mainzer Fastnacht ist nicht viel überliefert. Eine Schrift des Mainzer Gelehrten und Humanisten Dietrich Gresemund vom Ende des 15. Jahrhunderts beschreibt die Fastnacht als ein unorganisiertes Volksfest mit Maskerade, Essen, Trinken, Tanzen an Tag und Nacht. Immer wieder kam es durch derbe Späße oder unter dem Schutz der Maske ausgetragene Händel zu Auswüchsen. Gleichzeitig wurde am Hofe des Kurfürsten die Fastnacht durch große Hoffeste begangen, wobei es üblich war, die Rollen am Hof durch das Los neu zu verteilen. 1664 zog der Kurfürst das Los des Hofschreiners, 1668 war er Mundschenk und musste die Gäste bedienen. Dieser Brauch wurde „Mainzer Königreich“ genannt. Erst der letzte Kurfürst Friedrich Karl Joseph von Erthal machte diesem Rollentausch 1775 ein Ende. [Wikipedia]

Schloss Clemenswerth ist ein ehemaliges Jagdschloss der Fürstbischöfe von Münster in der emsländischen Gemeinde Sögel. Die sternförmige Barockanlage, bestehend aus einem großen Hauptpavillon und acht kleinen Nebenpavillons, wurde 1737–1747 im Auftrag von Clemens August von Bayern nach Entwurf von Johann Conrad Schlaun erbaut. Hervorzuheben sind der Festsaal, die Hofkapelle und der Schlosspark. Die aus insgesamt neun Pavillons bestehende Schlossanlage wurde von 1737 bis 1747 für Fürstbischof Clemens August am nördlichen Rande seines weit verstreuten Herrschaftsgebiets, des Hochstifts Münster, in der Nähe des emsländischen Sögel erbaut. Sie entspricht dem barocken Typus eines Jagdschlosses. Die Entwürfe stammten von dem westfälischen Baumeister Johann Conrad Schlaun. Zu den Vorbildern der Anlage zählen das Schloss Marly-le-Roi bei Paris und die Pagodenburg des Schlosses Nymphenburg in München. Aufgrund der abgeschiedenen Lage gestaltete sich die Baumaterialbeschaffung logistisch schwierig. Das benötigte Holz sowie die Ziegel konnten noch in der näheren Umgebung aufgetrieben werden. Der in der Region nicht vorkommende Sandstein wurde aus dem münsterländischen Baumberg und vom Huckberg zwischen Osnabrück und Rheine her transportiert. Die Dachsteine aus dem Weserbergland mussten per Boot zunächst über die Weser, an der Nordseeküste entlang bis nach Emden und von dort aus über Land nach Clemenswerth gebracht werden. Aus Groningen bezog man den italienischen Marmor und sogenannte Esterkes. Das empfindliche Glas hatte den längsten Transportweg und musste von Frankfurt am Main bis zum Bestimmungsort gebracht werden. Ergänzt werden die Baumaterialien noch durch Kalkstein aus Rheine. [Wikipedia]

Der Komet Halley, auch Halleyscher Komet und offiziell 1P/Halley genannt, zählt seit langem zu den bekanntesten Kometen. Er ist sehr lichtstark und kehrt im Mittel alle 75,3 Jahre wieder. Zuletzt kam er 1986 in Erdnähe; seine nächste Wiederkehr wurde für das Jahr 2061 berechnet. Der Halleysche Komet ist ein periodischer Komet, der alle 74 bis 79 Jahre in die Nähe der Erde kommt. Er ist der hellste unter den kurzperiodischen Kometen und kann mit bloßem Auge beobachtet werden. „Halley“ hat eine sehr langgestreckte Ellipsenbahn, die sich vom sonnennächsten Punkt (Perihel) mit 0,586 AE zwischen den Bahnen der Planeten Merkur und Venus bis zum sonnenfernsten Punkt (Aphel) mit 35,082 AE im Bereich der Neptunbahn erstreckt. Die Bahnneigung seiner Umlaufbahn gegen die Ekliptik beträgt 162,262°. Die Umlaufzeit variiert, weil die Bahn durch die Gravitation anderer Körper, besonders von Jupiter, beeinflusst wird. Zwischen 1835 und 1910 waren es weniger als 75 Jahre[5] und zwischen 1222 und 1301 waren es 79 Jahre. [Wikipedia]

Die World Organization of the Scout Movement (WOSM) ist eine Weltpfadfinderorganisation, der momentan mehr als 57 Millionen[4] Pfadfinder und Freiwillige in 176 Ländern[5] angehören. Damit ist die WOSM die zweitgrößte Kinder- und Jugendorganisation der Welt. Sie hat auch einen Sitz im Weltkomitee von ISGF/AISG (International Scout and Guide Fellowship), dem Weltverband der Altpfadfinder. Die WOSM ging aus dem 1920 gegründeten Boy Scouts International Bureau hervor. Die silberne Lilie auf violettem Grund ist das gemeinsame Zeichen aller Pfadfinder, deren Verbände der WOSM angehören. Das die Lilie umgebende Seil mit dem Kreuzknoten symbolisiert den Zusammenhalt aller Pfadfinder rings um den Erdball. 1920 wurde auf einer Konferenz während des 1. World Scout Jamboree in Olympia, London, beschlossen, ein internationales Büro für die Boy Scouts einzurichten. Dieses Büro wurde in der Buckingham Palace Road 25 in London eröffnet. Zum ehrenamtlichen Direktor wurde Hubert S. Martin ernannt, der Internationale Kommissar der britischen Boy Scouts Association. Hauptaufgabe des Büros war es, Diskussionen zu koordinieren und eine zweite internationale Konferenz in Paris für das Jahr 1922 vorzubereiten. Auf der Pariser Konferenz von 1922 wurde die Internationale Konferenz der Pfadfinderbewegung gegründet, zusammen mit einem Komitee, das die Leitung des Büros in London übernahm. 1961 wurde die Organisation neu strukturiert und erhielt den Namen World Organization of the Scout Movement (WOSM). Die frühere Internationale Konferenz der Pfadfinderbewegung wurde zur Weltpfadfinderkonferenz (World Scout Conference), das Internationale Komitee der Boy Scouts wurde zum Weltpfadfinderkomitee (World Scout Committee), und das Internationale Büro der Boy Scouts wurde in das Weltpfadfinderbüro (World Scout Bureau) umbenannt. [Wikipedia]

Der als Schleswig-Holsteinischer Canal bzw. Schleswig-Holsteinischer Kanal erbaute Eider-Kanal bzw. Eider-Canal verband von 1784 bis 1890 die Kieler Förde bei Kiel-Holtenau mit dem natürlichen Flusslauf der Untereider bei Rendsburg. Der Kanal bildete für die Schifffahrt zusammen mit der Eider eine Wasserstraße zwischen der Nordsee und der Ostsee. Seit der Eröffnung im Jahr 1784 war – unabhängig von der orthografischen Schreibweise – die Bezeichnung Schleswig-Holsteinischer Kanal üblich gewesen. Der Name des Kanals begründete sich aus dem Verlauf der Grenzflüsse Levensau und Eider; sie teilten die Gebiete der beiden Herzogtümer Schleswig und Holstein voneinander. Erst nach dem Schleswig-Holsteinischen Krieg (1848–1851) veranlasste das dänische Königshaus 1853 die Umbenennung in Eider-Kanal, um nationale Bestrebungen in der Zusammenschreibung Schleswig-Holstein im Sinne eines politischen Begriffes zu behindern. Als die dänische Hoheit nach dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 endete und 1866 die preußische Provinz Schleswig-Holstein gegründet wurde, kam es wieder zu einer Rückkehr zum Namen Schleswig-Holsteinischer Kanal. [Wikipedia]

Eine internationale Gartenbauausstellung (abgekürzt IGA) ist eine internationale Leistungsschau des Garten- und Landschaftsbaus und seiner Fachverbände. Auf den Ausstellungen werden Gärten, Landschaftsarchitektur, Landschaftsbau, Pflanzenzucht und Gartengeräte/-Möbel gezeigt. Neben Bundesbehörden und den ausrichtenden Städten ist heute stets die 1993 gegründete Deutsche Bundesgartenschau GmbH (DBG) beteiligt, hinter ihr stehen der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG), der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) und der Bund deutscher Baumschulen (BdB). Die Schirmherrschaft einer Internationalen Gartenschau wird wie bei einer Bundesgartenschau vom jeweiligen Bundespräsidenten übernommen. Die IGA findet in Deutschland alle zehn Jahre statt. Sie ersetzt im jeweiligen (ungeraden) Jahr zugleich die biennale Bundesgartenschau (BUGA). Interessierte Städte müssen sich nach einem Reglement um die Austragung der IGA bewerben. Internationale Gartenbauausstellungen werden von der Bundesrepublik Deutschland beim Bureau International des Expositions (BIE) in Paris beantragt und müssen zudem von der Association Internationale des Producteurs de l’Horticulture (AIPH) genehmigt werden. Die endgültige Entscheidung zur Durchführung trifft das BIE. Die Floriade (Niederlande) durchläuft das gleiche internationale Genehmigungsverfahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden in Deutschland IGAs traditionell in den Jahren statt, die auf 3 endeten. Die Systematik wurde nach 2013 auf 7er-Jahre geändert, um einen größeren Abstand von den Floriaden in den Niederlanden in den mit 2 endenden Jahren zu erreichen. Nachdem Hamburg bereits mit Vorbereitungen für die Ausstellung 2013 begonnen hatte, wurde für diese Veranstaltung der einmalige Titel einer Internationalen Gartenschau (IGS) erfunden. [Wikipedia]

Die Kieler Woche ist eine jährlich stattfindende Segelregatta, die seit Ende des 19. Jahrhunderts in Kiel ausgetragen wird. Sie gilt als eines der größten Segelsportereignisse der Welt und wird mit jährlich mehreren Millionen Besuchern durch das größte Sommerfest Nordeuropas begleitet. Das zugehörige Sommerfest entwickelte sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend auch in weiten Teilen der Kieler Innenstadt, obwohl der Kern der Veranstaltung um die Segelsportwettbewerbe an der Kieler Förde ausgerichtet wird. Durch die Ausweitung bietet die Kieler Woche neben den sportlichen Aspekten ein umfangreiches Kulturprogramm mit über 2.000 Einzelveranstaltungen (2023). Darunter sind Auftritte internationaler wie lokaler Künstler, die unter anderem in rund 500 Konzerten auf etwa 20 Bühnen Live-Musik bieten. Jedes Jahr besuchen etwa 3 bis 4 Millionen Gäste die Kieler Woche, unter anderem auch zahlreiche Marineeinheiten aus über 14 Nationen (2023), über 4.000 Segler aus 47 Nationen (2023) und über ein Dutzend Städte-Delegationen (13 Delegationen aus 11 Nationen im Jahr 2023). Als maritimer Höhepunkt gilt die Windjammerparade (seit 1998 jährlich) am letzten Samstag der Festwoche, an der mehr als 100 Groß- und Traditionssegler, historische Dampfschiffe sowie Hunderte von Segelyachten teilnehmen. Zu Gast sind in jedem Jahr auch zahlreiche Marine- sowie Segelschulschiffe aus anderen Ländern, die an der Oskar-Kusch-Mole anlegen und häufig die Besucher zum „Open Ship“ (Führung über das Schiff) einladen. Ein weiterer Höhepunkt ist seit 2005 die jährliche Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises, der vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), der örtlichen Industrie- und Handelskammer und der Stadt Kiel gemeinsam vergeben wird. Mit dem Preis werden Vordenker einer weltoffenen, marktwirtschaftlichen Gesellschaft gewürdigt. Seit 2015 führt das Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (ISPK) mit wechselnden Partnern eine maritime Sicherheitspolitik-Konferenz zur Kieler Woche durch. Das Kiel International Seapower Symposium (KISS)[8] ist Europas größte Zusammenkunft für Wissenschaftler, Militärs, NGO-Vertreter und Politiker aus dem Bereich Maritime Sicherheit. Die Kieler Woche endet traditionell mit dem Sternenzauber über Kiel, einem Höhenfeuerwerk. [Wikipedia]

Umweltschutz bezeichnet die Gesamtheit aller Maßnahmen zum Schutze der Umwelt, um die Gesundheit des Menschen zu erhalten. Der Umweltschutz hat mehrere Funktionen und beinhaltet verschiedene Prinzipien. Er beugt Beeinträchtigungen der Umwelt vor (Prävention), drängt sie zurück (Repression) und stellt Naturressourcen wieder her, soweit das möglich ist (Reparation). Ihre Verursacher sollen Verantwortung für den Umgang mit der Umwelt übernehmen (Verursacherprinzip) und deren Nutzung nicht zu einseitigem Vorteil erfolgen (Kooperationsprinzip). Zum Umweltschutz gehören auch ethische und ästhetische Aspekte. Das Augenmerk des Umweltschutzes liegt sowohl auf einzelnen Teilbereichen der Umwelt (wie Boden, Wasser, Luft, Klima), als auch auf den Wechselwirkungen zwischen ihnen. Angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung und des Strebens nach einem möglichst hohen Lebensstandard in Verbindung mit einer zunehmenden globalen Vernetzung sowie technischem und wissenschaftlichem Fortschritt steigt die globale Wirtschaftsleistung permanent an. Dies hat zu einem zunehmenden anthropogenen Einfluss auf die gesamte Biosphäre geführt, die den Umweltschutz immer wichtiger werden lässt. So gibt etwa der renommierte Wissenschaftliche Beirat der deutschen Bundesregierung „Globale Umweltveränderungen“ in seinem Gutachten von 1999 dem Schutz der Umwelt „die höchste Priorität aus überlebensstrategischen Gründen“ und mahnt dazu, „die Begrenztheit des Handelns zu erkennen“. Der Umweltschutz ist im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (GG) Artikel 20 a als Staatsziel verankert. Die Schweizerische Bundesverfassung fordert in Artikel 74 „den Schutz des Menschen und seiner natürlichen Umwelt“. [Wikipedia]

Gorch Fock (* 22. August 1880 in Finkenwärder; † 31. Mai 1916 in der Seeschlacht am Skagerrak; eigentlich Johann Wilhelm Kinau) war ein deutscher Schriftsteller. 1917 wurde das Vorpostenboot Gorch Fock nach ihm benannt, später zwei Segelschulschiffe der deutschen Marine, die 1933 gebaute Gorch Fock und die 1958 gebaute Gorch Fock. Weitere Pseudonyme des Autors sind Jakob Holst und Giorgio Focco. Johann Wilhelm Kinau wurde als erstes von sechs Kindern des Hochseefischers Heinrich Wilhelm Kinau und dessen Ehefrau Metta, geb. Holst, auf dem Hamburger Teil der damaligen Elbinsel Finkenwerder geboren. Er hatte zwei Brüder, Jakob Kinau und Rudolf Kinau, die als plattdeutsche Autoren und Heimatdichter eigene Bedeutung gewonnen haben. Johann Wilhelm Kinau ging auch in Finkenwerder zur Schule. Nachdem er auf der ersten Ausfahrt mit seinem als Hochseefischer arbeitenden Vater seekrank geworden war, begann er 1895 eine kaufmännische Lehre bei seinem Onkel August Kinau in Geestemünde (heute Teil Bremerhavens). 1897 bis 1898 absolvierte er die Handelsschule in Bremerhaven. Seit 1899 hatte er jeweils kurzzeitig verschiedene Stellen als Buchhalter und Kontorist in Meiningen, Bremen und Halle (Saale) inne. Seine zahlreichen Besuche des Hoftheaters in Meiningen inspirierten ihn dabei zur Schriftstellerei. 1904 kehrte er nach Hamburg zurück und arbeitete bei der Zentraleinkaufsgesellschaft deutscher Kolonialwarenhändler, bis er 1907 Buchhalter bei der Hamburg-Amerika-Linie wurde. Seit 1904 veröffentlichte er zahlreiche meist in seiner Muttersprache, dem finkenwerderischen Plattdeutsch, verfasste Gedichte und Erzählungen unter den Pseudonymen Gorch Fock, Jakob Holst und Giorgio Focco, die in den Hamburger Zeitungen erschienen. Der Vorname Gorch ist eine lokaltypische Abwandlung von Georg. Fock ist einer Linie von großelterlichen Vorfahren entlehnt. 1908 heiratete er Rosa Elisabeth Reich, mit der er drei Kinder hatte. Seine Muse und Seelengefährtin wurde während der schriftstellerischen Jahre hingegen die Schauspielerin Aline Bußmann. 1913 erschien sein bekanntestes Werk, der hochdeutsche Roman mit plattdeutschem Dialog Seefahrt ist not!, ein teilweise autobiographisch geprägter Heimatroman mit heroisierenden Zügen. [Wikipedia]

Energieeinsparung bezeichnet das Ziel, den Energieverbrauch zu verringern. In einem engeren Sinne bezeichnet sie vor allem Maßnahmen, die den Energieverbrauch aus fossilen Energiequellen verringern und dadurch den Klimawandel verlangsamen. Ziel der Energieeinsparmaßnahmen ist sowohl die Steigerung der Energieeffizienz, also die verbesserte Nutzung der verbrauchten Energiemenge, als auch die Substitution fossiler Energiequellen durch erneuerbare Energien in allen energieabhängigen Bereichen der Volkswirtschaft (vor allem für Gebäudeheizung, Produktion, Verkehr und Dienstleistungen). Der Begriff Energieeinsparung fand mit dem Energieeinsparungsgesetz (EnEG – vollständiger Titel: Gesetz zur Einsparung von Energie in Gebäuden) in Folge der ersten Ölkrise 1976 Eingang in die deutsche Gesetzgebung. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) aus dem Jahr 2001 basierte auf dessen Grundlage und betraf ebenfalls den Energieverbrauch von Gebäuden in Deutschland. Sie wurde zum 1. November 2020 durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und dessen Novelle („Heizungsgesetz“) vom 1. Januar 2024 abgelöst. Die EU-Staaten haben 2024 mit der Verabschiedung der Richtlinie über die Gesamteffizienz von Gebäuden ehrgeizige Ziele vorgegeben. Bei Nichtwohngebäuden müssen sie die 16 % der Gebäude mit der schlechtesten Gesamtenergieeffizienz bis 2030 und die 26 % der Gebäude mit der schlechtesten Gesamtenergieeffizienz bis 2033 renovieren. Die 1992 eingeführte Energieverbrauchskennzeichnung von Geräten sowie die Besteuerung von Energieverbrauch (Ökosteuer) dienen dem Zweck der Energieeinsparung in Privathaushalten. Sie wurde ab 1990 um die CO2-Steuer ergänzt, um sukzessive klimaschädliche gegenüber klimafreundlichen Energiequellen zu verteuern und dadurch klimaschädliche Emissionen zu reduzieren. [Wikipedia]


Die Stiftung Deutsche Sporthilfe ist eine gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechtes. Stiftungszweck ist die ideelle und materielle Förderung von Sportlern zum Ausgleich für ihre Inanspruchnahme durch die Gesellschaft bei internationalen Meisterschaften und bei nationaler Repräsentation. Die Sportler sollen als Gegenleistung für ihre Verdienste um das Ansehen ihres Landes finanziell gefördert werden. Schirmherr ist der Bundespräsident. Die Stiftung wurde auf Willi Daumes Initiative am 26. Mai 1967 in Berlin gegründet. Erster Vorsitzender war Josef Neckermann (bis 1988), ihm folgten Willi Daume und Erich Schumann. Zu den Geschäftsführern gehörte ab 1974 Horst Meyer, der auch langjähriges Mitglied des Gutachterausschusses der Stiftung war. Von 2005 bis 2007 hatte Hans Wilhelm Gäb dieses Amt inne, er wurde Nachfolger des am 29. Juli 2005 zurückgetretenen Hans-Ludwig Grüschow. Vom 1. Januar bis 22. September 2008 war Dressurolympiasiegerin Ann Kathrin Linsenhoff zwischenzeitlich Vorstandsvorsitzende der Stiftung. Nach ihrem Rücktritt übernahm Michael Ilgner, der 2006 als Mitglied des Vorstands und Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Sporthilfe eingestiegen war, zwischenzeitlich die operative Führung, ehe am 23. Oktober 2008 Werner E. Klatten zum neuen Vorstandsvorsitzenden ab 1. Dezember 2008 ernannt wurde, seine Stellvertreterin für den Bereich Sport wurde Franziska van Almsick. Mit Inkrafttreten einer neuen Satzung am 1. April 2010 wurde in Anlehnung an übliche Corporate Governance-Regelungen eine neue Führungsstruktur etabliert, die die Verschmelzung von Geschäftsführung und Vorstand, die Stärkung der Kontrollfunktionen des Aufsichtsrats und die Trennung von Aufsicht und operativer Führung beinhaltet. [Wikipedia]

Till Eulenspiegel, auch Dil Ulenspiegel und Dyl Ulenspegel (niederdeutsche Schreibweise: Dyl Ulenspegel [d?l ??u?ln?sp??gl?], hochdeutsch beeinflusst: Til Ulenspiegel), ist der Protagonist eines mittelniederdeutschen Schwank- bzw. Prosaromans.[1] Die Schwanksammlung beschreibt Eulenspiegel als einen umherstreifenden Schalk des 14. Jahrhunderts, der sich dumm stellte, tatsächlich aber gerissen war und seinen Mitmenschen immer neue Streiche spielte. Der Erstdruck erschien um 1510 unter dem Titel Ein kurtzweilig lesen von Dil Ulenspiegel, geboren vß dem land zu Brunßwick, wie er sein leben volbracht hat […] bei dem Straßburger Verleger und Drucker Johannes Grüninger. Das Buch, dessen Verfasser unbekannt blieb, wurde bereits im 16. Jahrhundert zu einem Bestseller. Nach einer Überlieferung wurde Till Eulenspiegel im Jahr 1290 oder 1300 in Kneitlingen am Elm geboren und in dem Nachbardorf Ampleben in der Schlosskapelle seines Taufpaten Till von Uetze getauft. Die Taufe soll von dem Abt Arnold Pfaffenmeyer (oder Arnold Papenmeyer) des Aegidienklosters vollzogen worden sein. Laut Götzinger hieß es im Roman zu seiner Herkunft: „Bei dem wald Melme genannt, in dem land zuo Sachsen, in dem Dorf Knetlingen, da ward Ulnspiegel geborn, und sein Vater hieß Claus Ulnspiegel und sein Mutter Ann Witcken.“ Eulenspiegel wird in späteren Illustrationen oft mit Attributen wie einer Narrenkappe dargestellt. Allerdings ist er nicht einfach als ausgewiesener Narr anzusehen. In den Geschichten scheint er vielmehr seinen Mitmenschen an Geisteskraft, Durchblick und Witz überlegen. Eulenspiegels Streiche ergeben sich oft daraus, dass er eine bildliche Redewendung wörtlich nimmt. Die heute meist vertretene Deutung dafür ist, er habe dieses Wörtlichnehmen als ein Mittel gebraucht, die Unzulänglichkeiten seiner Mitmenschen bloßzustellen und seinem Ärger über die Missstände seiner Zeit Luft zu machen. Dies ist aber keineswegs immer klar zu erkennen. Daneben ist auch schiere Boshaftigkeit zu bemerken, die mit erzieherischer Kritik nichts zu tun hat, sondern Eulenspiegel mehr als eine Person anarchischer Unangepasstheit kennzeichnet. Laut der gereimten mittelniederdeutschen Inschrift auf einem Gedenkstein aus der Mitte des 16. Jahrhunderts starb Till Eulenspiegel im Jahr 1350 in Mölln. [Wikipedia]

Vogelschutz ist grundsätzlich eine Sammelbezeichnung für sämtliche Maßnahmen, die zur Erhaltung, Förderung oder Ansiedlung von Vögeln geeignet sind. Der Vogelschutz ist eine Teileinheit des Naturschutzes und ist in vielerlei Hinsicht mit der Ornithologie verknüpft. Vogelschutz-Maßnahmen können auf bestimmte Vogelarten oder auf mehrere bzw. alle Spezies zielen, die in einem bestimmten Areal vorkommen bzw. angesiedelt werden sollen. Die historischen Ursprünge eines Vogelschutz-Gedankens, der mit einem konkreten Konzept verbunden war, sind im deutschsprachigen Raum etwa für das späte 19. Jahrhundert anzusetzen, als im Zuge der Industrialisierung die Verbreitung erster Vogelarten merklich zurückging. Einer der bedeutendsten Wegbereiter dieser frühen Vogelschutz-Bewegung war der thüringische Berufsoffizier Hans Freiherr von Berlepsch. Je nachdem welche Spezies gefördert oder angesiedelt werden sollen, können verschiedene Maßnahmen zweckmäßig sein. Bekannte und populäre Maßnahmen zum Vogelschutz sind das Aufhängen von Nistkästen und die Winterfütterung. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind zudem seit langem bestimmte Behörden und Forschungseinrichtungen, insbesondere die Vogelwarten und Vogelschutzwarten, sowie Vereine und andere Naturschutzorganisationen mit dem Vogelschutz befasst. Für die Europäische Union ist der Vogelschutz unter anderem durch die Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG) und die FFH-Richtlinie (92/43/EWG) unionsrechtlich festgeschrieben. [Wikipedia]


Seit 1920 finden Eishockey-Weltmeisterschaften statt, die von der Internationalen Eishockey-Föderation (IIHF) veranstaltet werden. Die ersten drei Turniere fanden im Rahmen der Olympischen Spiele statt (1920 Sommerspiele, 1924 und 1928 Winterspiele). Seit 1930 werden die Weltmeisterschaften separat und jährlich ausgetragen (mit Ausnahme einer Unterbrechung von 1940 bis 1946 wegen des Zweiten Weltkrieges). 1932 bis 1968 zählte weiterhin das alle vier Jahre stattfindende Turnier der Olympischen Winterspiele als Weltmeisterschaft. Seit 1972 findet in den Olympiajahren eine eigene Weltmeisterschaft statt (außer 1980, 1984 und 1988). Neben dem eigentlichen Weltmeisterschaftsturnier (auch Top-Division genannt) spielen die schwächeren Nationen in den Divisionen I bis IV mit Auf- und Abstieg. So qualifizieren sich die beiden ersten der Division I Gruppe A für die Top-Division des nächsten Jahres. Bis 2000 wurde die Top-Division als A-Weltmeisterschaft bezeichnet, die weiteren Gruppen als B-, C- und D-Weltmeisterschaft. Neben den Weltmeisterschaften der Herren finden seit 1977 Junioren-Weltmeisterschaften für Spieler unter 20 Jahren (U20) und seit 1999 für Junioren unter 18 Jahren (U18) statt. Die Frauenweltmeisterschaften werden seit 1990 ausgetragen. Seit 2008 werden auch Weltmeisterschaften für Frauen unter 18 Jahren (U18) veranstaltet. [Wikipedia]

Als Blutspende bezeichnet man die freiwillige Abgabe einer gewissen Menge Blutes. Das Blut wird anschließend untersucht, aufbereitet und für medizinische, wissenschaftliche und pharmazeutische Zwecke verwendet. Die entnommene Menge liegt in der Regel bei einem halben Liter. Die geläufigste Blutspende ist die Vollblutspende, bei der aus einer Vene, meist in der Ellenbeuge, etwa 500 ml Blut entnommen werden. Das gespendete Blut wird haltbar gemacht (konserviert), untersucht und dann, wenn es geeignet ist, in verschiedene Blutprodukte aufgetrennt. Diese werden in einer Blutbank eingelagert.
Eine Sonderform der Vollblutspende ist die Eigenblutspende. Dabei gibt man in einem Zeitraum von zwei bis sechs Wochen vor einer Operation bis zu viermal Blut ab, mit dem dann bei (oder nach) der Operation ein etwaiger Blutverlust ausgeglichen wird. Da es sich um das eigene Blut handelt, ist es optimal verträglich. Neben der Entnahme von Vollblut ist es auch möglich, nur einzelne Blutbestandteile – wie z. B. Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Thrombozyten (Blutplättchen), Blutplasma (siehe Plasmaspende) oder sogar Stammzellen – aus dem Blut zu gewinnen. Die nicht benötigten Blutbestandteile werden dabei dem Körper wieder zugeführt. Hierfür kommt teilweise das Verfahren der Apherese (Plasmapherese, Stammzellapherese) zum Einsatz. Die Spendendauer, die von verschiedenen Faktoren abhängt, beträgt 20–240 Minuten, während eine Vollblutspende nur etwa fünf bis zehn Minuten dauert. [Wikipedia]

Nikolaus Kopernikus (* 19. Februar 1473 in Thorn, Königlich Preußen, Königreich Polen; † 24. Mai 1543 in Frauenburg, Königlich Preußen, Königreich Polen; eigentlich Niklas Koppernigk, latinisiert Nicolaus Cop[p]ernicus, erst im 19. Jahrhundert polonisiert zu Mikolaj Kopernik) war ein Domherr des Fürstbistums Ermland in Preußen sowie Astronom und Arzt, der sich auch der Mathematik und Kartographie widmete. In seinem Hauptwerk De revolutionibus orbium coelestium von 1543 beschreibt er ein heliozentrisches Weltbild, nach dem die Erde ein Planet sei, sich um ihre eigene Achse drehe und zudem wie die anderen Planeten um die Sonne bewege. Die Rezeption des Werkes führte zu dem Umbruch, der als „kopernikanische Wende“ bezeichnet wird und in der Geschichtswissenschaft eine der Zäsuren darstellt, die den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit markieren. [Wikipedia]

Beim Flachdruck liegen druckende und nichtdruckende Partien in einer Ebene. Das Prinzip basiert hier auf dem chemischen Gegensatz von Fett und Wasser. Während die druckenden Partien fettfreundlich sind, werden die nichtdruckenden Stellen mit einem Wasserfilm befeuchtet und stoßen die fettreiche Druckfarbe ab. Die druckenden, fettfreundlichen Partien werden mit Tusche, Fettkreide, Fettstiften oder auf fotografischem Wege aufgetragen und nehmen Farbe an. Die nichtdruckenden Stellen hingegen sind hydrophil aufbereitet, nehmen das Feuchtwasser auf und stoßen die Farbe im Druckprozess ab. Die druckenden Flächen werden als lipophil, die nichtdruckenden als hydrophil bezeichnet. Zum Flachdruck zählen der Steindruck, der Offsetdruck, der Lichtdruck, der Photochromdruck und der Polyfoliendruck. Dabei stellt der Offsetdruck eine Weiterentwicklung des Steindruckes dar, indem indirekt über ein Gummituch gedruckt wird. Sonderformen des indirekten Flachdrucks benutzen statt eines Gummituchs Umdruckpapier oder -folien. [Wikipedia]

Das vom deutschen Grafiker Heinz Schillinger gestaltete Motiv zeigt einen hölzernen Weihnachtsengel (mit drei Kerzen).

Die Briefmarke "75 Jahre Nord-Ostsee-Kanal" erinnert an den Bau und die Eröffnung des Nord-Ostsee-Kanals im Jahr 1895 in der Nähe von Kiel. Damals hieß der Kanal noch Kaiser-Wilhelm-Kanal.




Die IFA (bis 2004 Internationale Funkausstellung, seit 2025 als Backronym Innovation for All) in Berlin ist eine Technologie- und Industriemesse, die jährlich im Sommer in den Messehallen unter dem Berliner Funkturm stattfindet. Die IFA zählt zu den globalen Leitmessen ihrer Art. Der Fokus liegt auf Produkten und Entwicklungen aus den Bereichen der Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik. Im Laufe ihrer Geschichte haben zahlreiche Weltneuheiten und technische Innovationen ihren Weg auf der Funkausstellung begonnen. Inhaber der Namensrechte der Internationalen Funkausstellung ist seit 1973 die gfu Consumer & Home Electronics GmbH. Gesellschafter sind führende Unternehmen der Branche. Einmal pro Quartal und dann auch in der Jahresrückschau veröffentlicht die gfu den HEMIX?(Home Electronics Marktindex Deutschland), der neben dem Absatz auch den Umsatz und den Durchschnittspreis für den gesamten privaten Home Electronics Markt in Deutschland aufführt. Veranstalter der IFA ist seit 2023 die IFA Management GmbH, ein Joint Venture von gfu und Clarion Events. Die IFA richtet sich gleichermaßen an Konsumenten-Elektronik-Fachhändler, Publikum und Medien. Für Fachhändler ist die IFA mit mehr als 100.000 Fachbesuchern die weltweit größte Fachmesse. Insbesondere wendet sie sich an europäische Händler und Einkäufer. Daneben bleibt die IFA ein Publikumsereignis, das den interessierten Konsumenten viel Information und Unterhaltung rund um elektronische Medien bietet. Im Sommergarten finden Popkonzerte und Live-TV-Sendungen statt. [Wikipedia]

Eine Zuschlagsmarke (auch Zuschlagmarke) ist eine Sonderbriefmarke, die neben dem normalen Postentgelt noch einen Zuschlag (Spende) für einen „guten Zweck“ hat. Der Zuschlag beträgt meist die Hälfte des Portos oder liegt knapp darunter. Die Zuschlagsmarken kann man regelmäßig daran erkennen, dass neben dem Frankaturwert noch der Zuschlag angegeben wird. „55+25“ heißt also 55 in der jeweiligen Währung bzw. deren Untereinheit (wie Cent, Rappen) für die Briefbeförderung und +25 gehen als Spende an den jeweiligen Verwendungszweck. Zuschlagsmarken dürfen nicht mit Stempelmarken oder Steuermarken wie etwa dem Notopfer Berlin verwechselt werden. Die ersten Marken für wohltätige Zwecke wurden 1897 von der Post von New South Wales verkauft. Sie tragen zwei Inschriften, in Ziffern 1 und 2½ Shilling für den Verkaufspreis und ausgeschrieben One und Twopence Halfpenny für den Frankaturwert, was bedeutet, dass die Marken zum zwölffachen Frankaturwert verkauft wurden. Der Verkaufserlös kam dem Bau eines Krankenhauses zugute. Im Jahr 1913 veröffentlichte die Schweizerische Post erstmals Briefmarken mit einem Verkaufszuschlag, welcher an die Stiftung Pro Juventute ging. Seither werden dort regelmäßig jährlich Wohltätigkeitsmarken veröffentlicht. In Deutschland kamen Zuschlagsmarken nach dem Ersten Weltkrieg auf, regelmäßige Ausgaben jedoch erst in der Zeit des Dritten Reiches. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es zunächst auf lokaler Ebene eine ganze Reihe an Ausgaben mit Zuschlag. In der Bundesrepublik Deutschland wurden 1949 Wohlfahrtsmarken eingeführt, später kamen weitere regelmäßige Zuschlagsmarken, insbesondere die Jugendmarken, hinzu sowie auch einzelne Ausgaben aus besonderem Anlass. In der DDR gab es vor allem in den 1950er und 1960er Jahren Zuschlagsmarken zur Würdigung antifaschistischer Widerstandskämpfer und für den Aufbau von KZ-Gedenkstätten. Ansonsten erschienen solche Marken nur zu besonderen Anlässen. Hohe Zuschläge ziehen regelmäßig Ablehnung von Philatelisten auf sich, die zur Komplettierung ihrer Sammlungen auch diese Ausgaben benötigen, die im normalen Briefverkehr kaum genutzt werden. Besonders zwischen 1933 und 1945 wurden etwa in Deutschland Marken mit sehr hohen Zuschlägen wie beispielsweise „12+38“ (Pfennig) ausgegeben. Als Konsequenz der Sammler aus dieser Emissionspolitik mit überhohen Zuschlägen waren Markenneuerscheinungen mit einem Zuschlag von mehr als 50 % des Nennwerts für philatelistische Ausstellungen gesperrt. Trotz der Einhaltung der 50-%-Grenze war die Höhe des Zuschlages seit den Portosteigerungen der 1980er Jahre in der Bundesrepublik Deutschland Gegenstand von Auseinandersetzungen zwischen den organisierten Philatelisten und den Zuschlagsempfängern, was schließlich zu dem Kompromiss führte, dass die bis dahin übliche Praxis der Erhebung eines Zuschlages von 50 % auf den Portowert aufgeweicht wurde. [Wikipedia]

Franz von Taxis (ital.: Francesco de Tasso, frz.: François de Tassis), genealogisch auch Franz I. von Taxis genannt (* um 1459 in Camerata Cornello, Italien; † zwischen dem 30. November und 20. Dezember 1517 in Brüssel, Belgien) gilt als Begründer des europäischen Postwesens. Franz von Taxis entstammte dem lombardischen Geschlecht der Tasso (Dachsen) aus Camerata Cornello. 1490 trat er zusammen mit seinem Bruder Janetto und seinem Neffen Johann Baptista in den Dienst des deutschen Königs und späteren Kaisers Maximilian. Maximilian beauftragte sie, Post- und Kurierlinien aufzubauen. Franz ging später in die Burgundischen Niederlande, wo er in den Dienst von Maximilians Sohn, Erzherzog Philipp dem Schönen, Herzog von Burgund, trat. Im Jahre 1512 wurde er in den einfachen Adelsstand erhoben. Franz von Taxis war mit Dorothea Luytvoldi verheiratet, starb aber, ohne legitime Nachkommen zu hinterlassen. Nachdem der deutsche König und spätere Kaiser Maximilian I. im Jahre 1490 von seinem Onkel Siegmund Tirol übernommen hatte, machte er Innsbruck zu seiner Hauptresidenz. Da Maximilians Sohn Philipp in den burgundischen Niederlanden und seine Tochter Margarete am französischen Königshof erzogen wurden, brauchte er ein funktionierendes überregionales Nachrichtensystem. Aus diesem Grund verpflichtete er zunächst Janetto von Taxis, der einer italienischen Kurierfamilie entstammte. Dieser holte noch im selben Jahr seinen Bruder Francesco (Franz von Taxis) und seinen Neffen Johann Baptista nach. Diese organisierten im Jahre 1490 zwischen Innsbruck und Mechelen eine erste echte Post in Stafettenform, mit Reiter- und Pferdewechsel, wobei nur das Felleisen weitergereicht wurde. Zusätzlich richteten sie Kurierrouten mit Pferdewechselstationen nach Rom und an den französischen Königshof ein. Spätestens 1496 war Franz von Taxis auch für Philipp des Schönen in den Burgundischen Niederlanden tätig. Am 1. März 1501 wurde Franz von Taxis durch Philipp den Schönen anstelle von Olivier de Famar zum Hauptpostmeister (capitaine et maistre de nos postes) in den Burgundischen Niederlanden ernannt. [Wikipedia]

Brüder Grimm nannten sich die Sprachwissenschaftler und Volkskundler Jacob Grimm (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859) bei gemeinsamen Veröffentlichungen, wie zum Beispiel ihren weltberühmten Kinder- und Hausmärchen und dem Deutschen Wörterbuch, das sie begannen. Die Brüder gelten gemeinsam mit Karl Lachmann und Georg Friedrich Benecke als Begründer der Germanistik. Gelegentlich erscheint die Bezeichnung „Gebrüder Grimm“ in Kinderbuch-Publikationen oder wenn es sich nicht um die Verfasserangabe in einem Buch handelt: z. B. als Name einer Rosensorte, als Name eines Märchenparks, in Briefmarken- und Gedenkmünzen-Editionen oder in einem Filmtitel (Die Wunderwelt der Gebrüder Grimm). [Wikipedia]

Das Tagpfauenauge (Aglais io, Syn.: Inachis io, Nymphalis io) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Der Artname leitet sich von Io, einer Geliebten des Zeus, aus der griechischen Mythologie ab. Das Tagpfauenauge wurde zum Schmetterling des Jahres 2009 gewählt. Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 50 bis 55 Millimetern. Sie haben eine rostrote Flügelgrundfärbung. Das unverkennbare und auffälligste Merkmal sind die an jeder Vorder- und Hinterflügelspitze gut erkennbaren, schwarz, blau und gelb gefärbten Augenflecken. Die der Vorderflügel sind innen deutlicher mit einem dunklen Fleck gefärbt. Daneben finden sich am vorderen Flügelrand größere schwarze und weiße Flecken, die vom Flügelansatz bis etwa zur Mitte am Rand eng weiß und schwarz gemustert sind. Der Flügelaußenrand beider Flügelpaare ist breit graubraun, genauso wie der Körper und die Flügel um den Ansatz. Die Flügelunterseiten sind fein dunkelgrau und schwarz marmoriert. [Wikipedia]

Tag der Briefmarke ist eine seit 1949 erscheinende Sonderpostwertzeichenserie der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist damit die einzige Serie, die seit Gründung der Bundesrepublik besteht. Zwischen 2000 und 2003 firmierte die Serie unter dem Namen Für die Briefmarke. Die Marken wechseln jährlich zwischen normalen Sondermarken und Zuschlagsmarken zugunsten der Stiftung für Philatelie und Postgeschichte ab. [Wikipedia]

Die Briefmarke "Vorolympische Festtage 1952" wurde von Alfred Goldammer entworfen und zeigt die Olympische Fackel mit Lorbeerzweig und den Olympischen Ringen.


